"Happy Birthday, Hartz IV: Verhasst, aber erfolgreich?"

Menschen bei Maischberger am Dienstag, den 12. Januar 2009 um 22.45 Uhr in der ARD

„Happy Birthday, Hartz IV: Verhasst, aber erfolgreich?“ 😥

http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=12.01.2010&startseite=true

Florian Gerster
(ehem. Chef „Bundesagentur für Arbeit“)

Der ehemalige Chef der „Bundesagentur für Arbeit“ gilt als einer der Wegbereiter der rot-grünen Arbeitsmarktreformen. Die Bilanz des früheren SPD-Ministers nach fünf Jahren Hartz IV ist positiv. „Hartz IV hat die Zahl der Arbeitslosen um eine Million gesenkt.“ Eines aber sieht der heutige Präsident eines Arbeitgeberverbandes kritisch: „Man kümmert sich um die Empfänger des Sozialstaates, aber nicht um die, die ihn finanzieren müssen.“

Susanne Henning
(Hartz IV-Empfängerin)

Die 32-jährige Mutter von vier Kindern ist Hartz-IV-Empfängerin der ersten Stunde. „Seit Hartz IV habe ich deutlich weniger für mich und meine Kinder“, sagt sie. Die Alleinerziehende nimmt an jeder Maßnahme der Arbeitsagentur teil und ist voller Hoffnung, noch einen Job zu bekommen. Die Thüringerin fordert eine deutliche Erhöhung der Hartz-IV-Sätze für Kinder, „denn am Monatsende weiß ich oft nicht, wie ich alle satt kriegen soll.“

Heiner Geißler
(CDU, Hartz IV-Kritiker)

Der frühere CDU-Generalsekretär bezeichnet die Hartz-IV-Reform als das „schlechteste Sozialgesetz“, das es je in der Bundesrepublik Deutschland gegeben habe. „Hartz IV führt dazu, dass die Lebens- und Arbeitsleistung vieler nicht geachtet wird. Hier wird die Menschenwürde verletzt“, sagt Heiner Geißler, der seit langem eine Anhebung der Regelsätze auf über 400 Euro im Monat fordert.

Heinz Buschkowsky
(SPD, Berliner Bezirksbürgermeister)

Der Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln geht von etwa 20 Prozent Missbrauch bei Hartz IV aus. „Ein Teil der Bezieher verfügt über einen beachtlichen Lebensstandard mit hochwertigen Konsumgütern wie Autos der Oberklasse.“ Eine generelle Erhöhung der Regelsätze lehnt Heinz Buschkowsky ab. Er befürchtet, gerade Jugendliche könnten sich daran gewöhnen, immer Geld vom Amt zu bekommen.

Arno Dübel
(Hartz IV-Empfänger)

Seit über 30 Jahren hat der heutige Hartz IV-Empfänger nicht mehr gearbeitet – und fühlt sich damit sehr wohl. Mit Menschen, die täglich zur Arbeit gehen, hat Arno Dübel Mitleid: „Die sind nicht glücklich, sondern gezwungen zu arbeiten, damit sie gut leben können. Ich brauche das nicht.“ Ein schlechtes Gewissen, so lange von Staatsgeldern zu leben, hat der Hamburger nicht.

Thomas Bösenberg
(Geschäftsführer Arge Hamburg)

Der Geschäftsführer der Arge Hamburg hat für Hartz IV Empfänger wie Arno Dübel kein Verständnis. „Arno Dübel entzieht sich allen Maßnahmen, ist völlig resistent für Angebote und verspürt keinerlei Druck, etwas zu ändern“, sagt Thomas Bösenberg. Zum Glück jedoch sei der weitaus größere Teil der Arbeitslosen daran interessiert, wieder zu arbeiten.

Die Sendung im Internet:

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3627046?pageId=487872&moduleId=311210&categoryId=&goto=1&show=

Bundesarbeitsagentur: Mehr als 270.000 falsche Hartz IV- Bescheide in 2009

Programmhinweis:

11.01.2010

Sendung am 11. Januar 2010 / ARD 21.45 / Report Mainz

Der Link zum Betrachten der Sendung im Internet:

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=5843264/pv=video/nid=233454/5jjvju/index.html

Bundesarbeitsagentur: Mehr als 270.000 falsche Hartz IV- Bescheide in 2009:crazy:

Vorstand Alt räumt „erhebliche“ Defizite ein

http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=5839890/gg29tv/index.html

Mainz. Deutschlands Hartz IV-Ämter haben im vergangenen Jahr (ohne Dezember) 267.612 falsche Bescheide an Hilfebedürftige ausgestellt. Diese mussten in Widerspruchsverfahren korrigiert werden. Das räumt eine Sprecherin der Bundesarbeitsagentur (BA) gegenüber REPORT MAINZ ein. Mehr als jeder dritte Widerspruch war erfolgreich, 36,4 Prozent von 735.200 Widerspruchsverfahren insgesamt. Im Durchschnitt dauerte die Bearbeitung der Widersprüche 2,9 Monate.
Heinrich Alt, Vorstand für Grundsicherung in der BA führt die Probleme unter anderem auf die schwierige Personalsituation in den ARGEn zurück. In REPORT MAINZ erklärt er: „Wir haben erhebliche Qualifikationsdefizite, die noch verschärft werden durch eine hohe Personalfluktuation in unseren Arbeitsgemeinschaften.“
Geschäftsführer von ARGEN bzw. Jobcentern beklagen REPORT MAINZ gegenüber, dass sie über zu wenig ausgebildetes Personal für das Ausstellen der Bescheide verfügen.
Rainer Radloff, Geschäftsführer der ARGE Bielefeld sagte REPORT MAINZ: „Angesichts der Personalsituation, die wir vorfinden und der Arbeitsbedingungen, die wir bieten können, muss ich sagen, dass ich eher noch erstaunt bin, dass so wenig Fehler passieren.“
Aus- und Fortbildung sei nicht im erforderlichen Umfang vorgesehen und bei der täglichen Arbeitsbelastung kaum möglich. Zudem fehle es an Trainern und Schulungsräumen. Weiterbildung sei im System „nicht vorgesehen“, so eine der Kursleiterinnen.
Professor Stefan Sell, Arbeitsmarktexperte an der FH Remagen kritisiert „ein Personalchaos“ in den ARGEN bzw. Jobcentern: „Personalchaos deswegen, weil man eine neue Behörde aufbauen musste in einer Situation, in der ein völlig neues Gesetz eingeführt wurde und diese neue Behörde wurde mit Leuten zusammengewürfelt, die häufig oder im Regelfall überhaupt nicht über das Fachwissen verfügten, was man aber braucht, um so eine hochkomplexe Rechtsmaterie wie das SGB II umsetzen zu können.“
Viele Mitarbeiter der Hartz IV-Ämter waren nach Informationen von REPORT MAINZ zuvor zum Beispiel bei Friedhofs- oder Gartenbauämtern beschäftigt, bei der Telekom oder als Hausmeister.

Die Presseinfo zu diesem Beitrag:

http://www.swr.de/report/presse/-/id=5839892/property=download/nid=1197424/hb48tr/index.rtf

Autorengespräch: Warum ARGE-Mitarbeiter so viele Fehler machen
Fritz Frey im Gespräch mit Thomas Reutter und Oliver Heinsch

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=5843226/pv=video/nid=233454/1bmb4sn/index.html

Und noch mal der Hinweis zur Sendung am Mittwoch den 13. Januar 2010 um 23.30 Uhr in der ARD.

TV Hinweis: Abgestempelt? Leben mit Hartz-IV

http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,kcbupq4x6ibv1whn~cm.asp

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

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Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

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