Schutzschirm für Reichtum

Hartz4-Plattform
keine Armut ! – kein Hunger ! – kein Verlust von Menschenwürde !
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens
sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen
PRESSEERKLÄRUNG:
Haushalt 2010: Schutzschirm für Reichtum, „Schonvermögen“ für Versicherungswirtschaft und Gürtel-enger für die, die zu wenig haben
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Zynische „Reformen“ von Ursula von der Leyens und Hartz IV-Spiegel von Gesine Lötsch 😦

Nach Einschätzung von Hartz4-Plattform-Sprecherin Brigitte Vallenthin wäre das Alle-Jahre-wieder Schönreden neuerlicher Verschuldungs-Hitlisten ein Hinhören eigentlich nicht wert, würden da nicht doch immer wieder Details aufhorchen lassen.
Die neue Bundesarbeitsministerin, von der rechten Seite des Parlaments, verkündet schon seit längerem, dass sie die Schikane-Schraube der Hartz IV-Verwaltung noch etwas enger zudrehen möchte. Das heißt dann in der Sprache der Ministerin sinngemäß: In manchen ARGEn klappt das schon ganz gut – in anderen noch nicht so gut. In der heutigen Haushaltsdebatte lässt von der Leyen die Katze noch etwas weiter aus dem Sack. Unter 4 Millionen will sie die realitätsfremde Arbeitslosen-Zahl in den Statistiken ihres Hauses bringen.
Dabei wissen erfahrene Hartz IV-ler doch längst, wie sie aus der Statistik manipuliert werden: mit sinnlosen „Maßnahmen“ und mit Sanktionen.
Und noch ein Steckenpferd reitet die Ministerin gerne: Das Schonvermögen, als eine ihrer angeblichen Wohltaten für Hartz IV Betroffene. Dass es sich dabei eher um ein „Schonvermögen“ – oder gar um
„Wachstumsbeschleunigung“ – für die Versicherungswirtschaft handelt, vergisst sie in der Eile des Galopps zu erwähnen. Denn Schonvermögen ist eben im Hartz IV-Sinne nicht gleich Schonvermögen. Da gibt es einmal
dasjenige, welches als Barvermögen unangetastet bleiben darf. Dieses hat bereits 2007 das „Fortentwicklungsgesetz“ von 250 € auf 150 € pro Lebensjahr gekürzt. Der andere Teil des Schonvermögens in Form von Altersversicherung – ein gutes Geschäft für die Versicherungswirtschaft – wurde bereits damals von 150 € auf 250 € erhöht und kriegt jetzt mit 750 € gleich noch mal 200% obendrauf. „Haben wir das von der Regierung nicht schon öfters gehört? Leute schließt Versicherungsverträge ab, dann nehmen wir Euch das Geld nicht weg!“ empört sich Vallenthin über das billige Täuschungsmanöver.
Eine Information der besonderen Art bekamen die Zuhörer im Bundestag und vor dem Phönix-Bildschirm von Gesine Lötzsch von der Linken im Hohen Haus geboten. Sie hielt der Regierungsseite und deren ach so scheinheiligen Lobbyisten mal den Hartz IV-und-Krisen-Ehrlichkeits Spiegel vor. Sie erinnerte an eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 3. Oktober 2004 (s. Anhang) mit der Überschrift „Auch wir sind das Volk“, in der es um „das Angst machende und abschreckende Schlagwort Hartz IV“ geht. Ferner darum, dass „der Standort Deutschland gepflastert“ sei „mit Grabsteinen vergeblicher Chancen“. Diese „Unterstützer von Gerhard Schröder in einer großen Koalition der Vernunft“ sind – so führt Gesine Lötsch in ihrer bemerkenswerten Rede (s. Anhang) aus – keine Geringeren als Krisen-Verursacher wie beispielsweise Ex-WestLB-Vorstand, Dr. Thomas Fischer, Martin Kohlhaussen, Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank, Dr. Thomas Middelhoff, ehemaliger Aufsichtsrat der KarstadtQuelle AG und Ex Porsche-Chef, Dr. Wendelin Wiedeking.
Sie und andere kannten keine Scham, sich mit Steuermilliarden zu bedienen, um – zumindest vorübergehend – die von ihnen an die Wand gefahrenen Unternehmen über Wasser zu halten. Und sie alle werden bis heute nicht zur Verantwortung gezogen. Auch um Ihr „Schonvermögen“ müssen sie nicht fürchten.
„In diesen Zusammenhängen ist es angebracht,“ findet Brigitte Vallenthin, „auch über Reichtum zu reden, über den die Bundesregierung einen immer größeren Schutzschirm ausbreitet. Denn wachsender Reichtum wie aktuell trotz! oder wegen? der Krise – ist eben nur da, wo auf der anderen Seite die Armut wächst. Ohne Armut kein Reichtum. Ohne Reichtum keine Armut. Eine – für Millionen Menschen in unserem Lande schmerzhafte Binsenweisheit. Aus diesem Teufelskreis kommen wir nur raus,“ so Vallenthin, „wenn wir den probaten Lösungsvorschlag des Hessischen Landessozialrichters Dr. Jürgen Borchert beherzigen: „Reichtum ist wie Mist. Nur fein verteilt leistet er gute Dienste.““
Wiesbaden, 21. Januar 2010
Brigitte Vallenthin
Presse
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Sie ruinieren die Sozialsysteme

DIE LINKE. Gesine Lötzsch: Sie ruinieren die Sozialsysteme 21.01.10 14:56 🙄

http://www.gesine-loetzsch.de/politik/reden/detail/zurueck/aktuelles-7/artikel/sie-ruinieren-die-sozialsysteme/ Seite 1 von 2

WILLKOMMEN POLITIK MEIN WAHLKREIS TERMINE SERVICE
AUDIO/VIDEO PRESSEMITTEILUNGEN REDEN FRAGEN AN DIE BUNDESREGIERUNG THEMEN PRESSE-ECHO 2010
Reden

21. JANUAR 2010

Sie ruinieren die Sozialsysteme

Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE):

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Am 3. Oktober 2004 erschien eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung mit der Überschrift „Auch wir sind das Volk“. Ich zitiere daraus:

„Die unter dem Angst machenden und abschreckenden Schlagwort Hartz IV beschlossenen Änderungen in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe sind überlebensnotwendig für den Standort Deutschland.“

Weiter heißt es:

„Jetzt hilft nur noch ein radikaler Kurswechsel. Solche Einschnitte tun weh wie alle schweren
Operationen …“

Aber den in Geld schwimmenden Unterzeichnern dieser Anzeige haben die Reformen nicht wehgetan. Unter ihnen ist zum Beispiel der ehemalige Vorstandschef der WestLB, Dr. Thomas Fischer. Er hat den Steuerzahlern mit der WestLB einen der größten Bankensanierungsfälle der Bundesrepublik hinterlassen. Martin Kohlhaussen war Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank, der Bank, die vom Staat über 18 Milliarden Euro erhalten hat, damit sie nicht in Konkurs gehen musste. Auch sein Name steht unter dieser zynischen Anzeige. Dr. Thomas Middelhoff, damaliger Aufsichtsrat der KarstadtQuelle AG, hat ein Traditionsunternehmen ruiniert und Tausende Verkäuferinnen in die Arbeitslosigkeit entlassen. Auch er hat diese Schmähschrift unterschrieben. Der eigentliche Skandal aber ist, dass keiner von diesen Managern um sein Schonvermögen und seine Rente fürchten muss. Keiner von ihnen ist auf das demütigende Hartz IV angewiesen. Ich fordere die Bundesregierung auf, diese Menschen endlich zur Verantwortung zu ziehen, statt Hartz-IV-Empfänger zu drangsalieren. Dass Sie das nicht tut, ist der eigentliche Skandal.

(Beifall bei der LINKEN)

Laut Haushaltsentwurf sollen für Sozialausgaben insgesamt mehr als 176 Milliarden Euro ausgegeben werden; Herr Schäuble hat das am Dienstag dargestellt. Das betrachtet diese Regierung als Ausweis ihrer sozialen Politik. Ich sage: Genau das Gegenteil ist der Fall. Diese extrem hohen Ausgaben sind ein Warnsignal. Diese Regierung treibt wie ihre Vorgängerin die Sozialversicherungssysteme systematisch in den Ruin. Das muss beendet werden.

(Beifall bei der LINKEN)

Menschen mit hohen Einkommen zahlen überdurchschnittlich wenig in die Systeme ein. Wir als Linke halten es für unerträglich, dass die Sekretärin von Deutsche-Bank-Chef Ackermann genauso viel in die Versicherungssysteme einzahlt wie der Chef, der mehr als das Tausendfache des Gehalts der Sekretärin erhält. Wir als Linke fordern darum die sofortige Anhebung der Bemessungsgrenzen und die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung.

(Beifall bei der LINKEN)

Der Bundeshaushalt wird von Ihnen auch ruiniert, weil Sie den Unternehmen jedes Jahr Lohnsubventionen von über 9 Milliarden Euro in die Taschen stecken. Sie haben einen Niedriglohnsektor geschaffen, der ehrlich arbeitende Menschen zwingt, als Aufstocker beim Arbeitsamt um Almosen zu bitten. Das ist nicht Ausdruck sozialer, sondern Ausdruck unsozialer Politik.
Ich erwarte von der Bundesministerin Frau von der Leyen, dass sie sinnvolle Projekte unterstützt und nicht torpediert. Heute haben wir in allen Zeitungen gelesen, dass der öffentlich geförderte Beschäftigungssektor in Berlin, der ein vorbildliches Modell ist und mit dem Menschen in würdige Arbeit gebracht werden, durch Entscheidungen Ihres Ministeriums gefährdet und torpediert werden soll. Ich fordere Sie auf: Nutzen wir die Haushaltsberatungen, um diese fatale Entwicklung umzukehren! Unterstützen Sie das Bundesland Berlin, und drangsalieren Sie es nicht!

(Beifall bei der LINKEN)

Es ist schon angesprochen worden, dass die Bundesregierung Milliarden von Euro in die Rentenversicherung zuschießen muss. Das hat aber weniger mit der demografischen Situation zu tun als mit der Niedriglohnpolitik der Regierung. Sie haben nämlich die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Unternehmen vollwertige versicherungspflichtige Arbeitsplätze in Minijobs umwandeln konnten. Das muss beendet werden. Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Mindestlohn, der den Menschen die Würde zurückgibt, aber auch dazu beiträgt, dass der Bundeshaushalt entlastet wird und die Sozialsysteme, insbesondere das Rentensystem, gestärkt werden. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns wäre die Entscheidung der Stunde.

(Beifall bei der LINKEN)

Der Finanzminister hat in der Debatte am Dienstag darauf hingewiesen, dass nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen auch Leistungsgesetze geändert werden sollen. Ich finde, die Bevölkerung hat aber ein Anrecht darauf, dass jetzt, während wir den Bundeshaushalt diskutieren, die Wahrheit gesagt und Klartext gesprochen wird. Sie planen nämlich in Wirklichkeit die Anhebung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, und Sie wollen Kürzungen bei Hartz IV durchsetzen. Sie haben ja schon deutlich gemacht, dass Sie Kürzungen bei den Eingliederungsmaßnahmen erreichen wollen. Wir als Linke werden uns damit nicht abfinden und dem unseren Widerstand entgegensetzen.

(Beifall bei der LINKEN)

Zum Abschluss will ich Ihnen verraten, welcher Name noch auf der eingangs zitierten Anzeige vom 3. Oktober 2004 stand: Dr. Wendelin Wiedeking. Dieser Mann wollte aus einem Porsche eine Heuschrecke machen und wunderte sich, dass die Aktionäre diesen Modellwechsel nicht akzeptierten. Er ist damit grandios gescheitert. Ich kann der Bundesregierung nur raten, sich von solchen aufgeblasenen Beratern endlich zu trennen, wenn sie diesen Bundeshaushalt in Ordnung bringen und endlich eine soziale Politik in unserem Land durchsetzen will. Für diese soziale Politik steht die Linke.
Vielen Dank.

Auch wir sind das Volk?

Auch wir sind das Volk?

Die unter dem Angst machenden und schreckenden Schlagwort Hartz IV beschlossenen Änderungen in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe sind überlebensnotwendig für den Standort Deutschland.
Der ist gepflastert mit den Grabsteinen verblichener Chancen. Totengräber sind in allen Parteien zu Hause. In der Vergangenheit haben alle Regierungen dem Wähler versprochen, was nicht zu halten war.

Umso schmerzlicher ist nun die Stunde der Wahrheit. Jetzt hilft nur noch ein radikaler Kurswechsel. Solche Einschnitte tun weh wie alle schwere Operationen, aber aus Furcht vor Schmerzen nichts zu tun, wäre verantwortungslos.

Nur Demagogen, die ihre Zukunft hinter sich haben, reden dem Volk nach dem Maul. Ihre Rezepte sind so simpel, wie ihre Motive durchsichtig.

Deshalb unterstützen wir Bundeskanzler Gerhard Schröder – ungeachtet aller unserer sonstigen politischen Präferenzen – in einer großen Koalition der Vernunft. Wir hoffen, dass er den Parolen der Populisten von links und rechts, die gnadenlos die Sorgen der Betroffenen für ihre Zwecke ausbeuten, Stand hält.

Wir die Initiatoren der Anzeige, wählten und wählen ganz unterschiedlichen Parteien. Wir arbeiten in diesem Land, wir bezahlen unsere Steuern in diesem Land, wir bekennen uns zu diesem Land,
Wir haben das Jammern über Deutschland satt.

Wer mutig ändert, was geändert werden muss, hat uns auf seiner Seite.

Georg Althammer Werner Knopf
Peter Amberger Dr. Martin Kohlhaussen
Wolfgang Berghofer Dr. Hartmut Krafft
Roland Berger Dr. Bernd Laudien
Manfred Bissinger Prof. Rolf – Dieter Leister
Dr. Wilhelm Friedrich Boyens Klaus Liedtke
Hero Brahms Johann C. Lindenberg
Uwe Bremer Markus Lüpertz
Jürgen Conzelmann Walter Mennekes
Dr. Volker Christlans Dr. Thomas Middelhoff
Harald Eschenlohr Dr. Werner Müller
Joachim Fehling Marius Müller-Westernhagen
Dr. Thomas Fischer Michael Nesselhauf
Dr. Michael Frenzel Friedrich Päfgen
Nicola Fortmann-Drühe Jim Rakete
Hans-Jürgen Fip Dr. Eberhard Reuther
Jürgen Flimm Dr. Michael Rogowski
Götz v.Fromberg Prof. Albert Speer
Dr. Werner Funk Dr. Bernd-Georg Spies
Heiko Gebhardt Dr. Bernd Schibhorst
Prof. Dr. Peter Glotz Dr. Walter Schlebusch
Günther Grass Gerd Schulte-Hillen
Dr. Jürgen Großmann Dr. Klaus Schumacher
Ullrich Grillo Helmut Thoma
Dr. Dieter Hundt Gunter Thielen
Michael Jürgs Dr. Dieter H. Vogel
Dr. Wolfgang Kaden Dr. Christoph Walter
Wilhelm Dietrich Karmann Jürgen Weber
Dr. Hans-Peter Keitel Prof. Dr. Uwe Wesel
Dr. Walter Klosterfelde Dr. Kurt Wessing
Detlef Kloß Dr. Wendelin Wiedeking

Müssen Hartz IV – Empfänger zwischen Hungern und Medikamenten entscheiden? – Beitrag auf direktzurkanzlerin jetzt freigeschaltet!

So, liebe Leute,

Heute habe ich die Meldung erhalten dass folgender Beitrag bei „direktzurkanzlerin“ freigeschaltet wurde:

„Müssen Hartz IV – Empfänger zwischen Hungern und Medikamente entscheiden?“ :crazy:

Dazu der entsprechende Link:

http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24648

Hier könnt Ihr nun innerhalb von 29 Tagen mit Eurer Stimmabgabe dafür sorgen, dass der genannte Beitrag von der Bundeskanzlerin beantwortet wird.

„Also, jetzt seid Ihr dran und ich hoffe auf Eure Unterstützung“. Meine eigene Stimme dazu habe ich natürlich abgegeben.

Hier noch mal der gesamte Beitrag:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich möchte Ihnen gerne folgende Frage stellen:

Müssen in diesem Land Hartz VI – Betoffene oder auch andere arme Menschen z. B. durch Hungerlöhne und zukünftige Altersarmut, bedingt durch Hartz IV zwischen Verhungern und notwendige Medikamente entscheiden?

Folgender Hintergrund:

Seit dem Jahre 2008 bin ich von einer schweren Siccaproblematik betroffen, d.h. die schützende Tränenflüssigkeit ist in der Herstellung komplett zusammengebrochen. Deshalb wird das Auge so geschädigt, dass ich unter qualvollen Schmerzen auf beiden Augen erblinden müsste. Abhilfe schaffen hier nur teure konservierungsfreie Augentropfen. Es entstehen hier Kosten von über 120 Euro monatlich, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, weil diese Augentropfen zu den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gehören. Zu diesen Augentropfen gibt es keine Alternativen. Die Augentropfen müssen bis zu meinem Lebensende genommen werden, da diese Krankheit nicht heilbar ist.

Durch gesetzliche Regelungen, die auch die CDU zu verantworten hat, werden solche Kosten auch nicht mehr vom Grundsicherungssamt oder der zuständigen ARGE in Hamburg übernommen.
Dadurch stehe ich vor der Situation mich zwischen Ernährung und Erblindung entscheiden zu müssen. Dagegen läuft vor den Sozialgerichten in Hamburg seit mehr als 1 Jahr eine Klage gegen das Grundsicherungssamt, der Arge Hamburg und der Techniker Krankenkasse. Denn wie sollte ich auch von lächerlichen 359 Euro, die mehr zum Sterben als zum Leben reichen, auch noch über 120 Euro monatlich, neben Praxisgebühr und sonstigen Zuzahlungen für medizinisch notwendige Augentropfen aufbringen. Einen entsprechenden Befund der Augenklinik Erlangen kann ich Ihnen zur Verfügung stellen.

»Die Nachbarn haben die Polizei gerufen« Junge Welt

L. (58) ist Diplompsychologe und leidet an einer selten starken Form des »Trockenen Auges«. Diese Krankheit gilt gegenwärtig als unheilbar. Er lebt in Hamburg von Arbeitslosengeld-II

Die Symptome sind ständige Augenreizung, Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich möchte Ihnen gerne folgende Frage stellen:

Müssen in diesem Land Hartz VI – Betoffene oder auch andere arme Menschen z. B. durch Hungerlöhne und zukünftige Altersarmut, bedingt durch Hartz IV zwischen Verhungern und notwendige Medikamente entscheiden?

Folgender Hintergrund:

Seit dem Jahre 2008 bin ich von einer schweren Siccaproblematik betroffen, d.h. die schützende Tränenflüssigkeit ist in der Herstellung komplett zusammengebrochen. Deshalb wird das Auge so geschädigt, dass ich unter qualvollen Schmerzen auf beiden Augen erblinden müsste. Abhilfe schaffen hier nur teure konservierungsfreie Augentropfen. Es entstehen hier Kosten von über 120 Euro monatlich, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, weil diese Augentropfen zu den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gehören. Zu diesen Augentropfen gibt es keine Alternativen. Die Augentropfen müssen bis zu meinem Lebensende genommen werden, da diese Krankheit nicht heilbar ist.

Durch gesetzliche Regelungen, die auch die CDU zu verantworten hat, werden solche Kosten auch nicht mehr vom Grundsicherungssamt oder der zuständigen ARGE in Hamburg übernommen.
Dadurch stehe ich vor der Situation mich zwischen Ernährung und Erblindung entscheiden zu müssen. Dagegen läuft vor den Sozialgerichten in Hamburg seit mehr als 1 Jahr eine Klage gegen das Grundsicherungssamt, der Arge Hamburg und der Techniker Krankenkasse. Denn wie sollte ich auch von lächerlichen 359 Euro, die mehr zum Sterben als zum Leben reichen, auch noch über 120 Euro monatlich, neben Praxisgebühr und sonstigen Zuzahlungen für medizinisch notwendige Augentropfen aufbringen. Einen entsprechenden Befund der Augenklinik Erlangen kann ich Ihnen zur Verfügung stellen.

»Die Nachbarn haben die Polizei gerufen« Junge Welt

L. (58) ist Diplompsychologe und leidet an einer selten starken Form des »Trockenen Auges«. Diese Krankheit gilt gegenwärtig als unheilbar. Er lebt in Hamburg von Arbeitslosengeld-II

Die Symptome sind ständige Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich möchte Ihnen gerne folgende Frage stellen:

Müssen in diesem Land Hartz VI – Betoffene oder auch andere arme Menschen z. B. durch Hungerlöhne und zukünftige Altersarmut, bedingt durch Hartz IV zwischen Verhungern und notwendige Medikamente entscheiden?

Folgender Hintergrund:

Seit dem Jahre 2008 bin ich von einer schweren Siccaproblematik betroffen, d.h. die schützende Tränenflüssigkeit ist in der Herstellung komplett zusammengebrochen. Deshalb wird das Auge so geschädigt, dass ich unter qualvollen Schmerzen auf beiden Augen erblinden müsste. Abhilfe schaffen hier nur teure konservierungsfreie Augentropfen. Es entstehen hier Kosten von über 120 Euro monatlich, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, weil diese Augentropfen zu den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gehören. Zu diesen Augentropfen gibt es keine Alternativen. Die Augentropfen müssen bis zu meinem Lebensende genommen werden, da diese Krankheit nicht heilbar ist.

Durch gesetzliche Regelungen, die auch die CDU zu verantworten hat, werden solche Kosten auch nicht mehr vom Grundsicherungssamt oder der zuständigen ARGE in Hamburg übernommen.
Dadurch stehe ich vor der Situation mich zwischen Ernährung und Erblindung entscheiden zu müssen. Dagegen läuft vor den Sozialgerichten in Hamburg seit mehr als 1 Jahr eine Klage gegen das Grundsicherungssamt, der Arge Hamburg und der Techniker Krankenkasse. Denn wie sollte ich auch von lächerlichen 359 Euro, die mehr zum Sterben als zum Leben reichen, auch noch über 120 Euro monatlich, neben Praxisgebühr und sonstigen Zuzahlungen für medizinisch notwendige Augentropfen aufbringen. Einen entsprechenden Befund der Augenklinik Erlangen kann ich Ihnen zur Verfügung stellen.

»Die Nachbarn haben die Polizei gerufen« Junge Welt

L. (58) ist Diplompsychologe und leidet an einer selten starken Form des »Trockenen Auges«. Diese Krankheit gilt gegenwärtig als unheilbar. Er lebt in Hamburg von Arbeitslosengeld-II

Die Symptome sind ständige Augenreizung, gerötete Augen und Bindehautentzündungen, tränende Augen und ein Fremdkörpergefühl. Die »Sicca-Problematik«, so ist der medizinische Fachausdruck, gilt noch als unheilbar. Um einen Verlust an Sehkraft zu verhindern, ist eine Dauerbehandlung nötig, ich muß bis zu 126 Euro im Monat für Medikamente ausgeben. Und das bei einem Regelsatz von 351 Euro, in dem 40,22 Euro für Gesundheitspflege vorgesehen sind.

Welche Medikamente benötigen Sie regelmäßig?

Nichtverschreibungspflichtige Augentropfen und Salben

Sowohl die ARGE Hamburg , das Grundsicherungssamt als auch die Techniker Krankenkasse weigern sich, die Kosten zu übernehmen. Auch die Fahrtkosten zur Sicca- Sprechstunde in Erlangen nicht. Ohne Unterstützung von Dritten hätte ich nicht dorthin fahren können.

Mußten Sie wegen der Kosten für die Medikamente schon am Essen sparen

Ja, ich habe deshalb schon regelrecht gehungert. Leider war auch die »Tafel« für mich keine Alternative, weil es die nur in »sozialen Brennpunkten« gibt und da wohne ich nicht; dorthin müsste ich entweder schwarz fahren oder es wäre für mich kaum eine Kostenersparnis.
Meine Nachbarn haben die Polizei gerufen, als ich ihnen das erzählt habe.

Die Polizei?

Ja, die Polizei ist mitten in der Nacht angerückt, hat an meiner Tür geklingelt und wollte mich ins Krankenhaus einliefern. Das hätte mir aber nichts genutzt, denn so bald ich im Krankenhaus gewesen wäre, hätte die ARGE gleich wieder meinen Regelsatz gekürzt. Die Polizisten waren dann einigermaßen ratlos. Sie haben mir eine Karte dagelassen und meinten, ich solle anrufen, wenn ich noch einmal in die Lage käme, für meine Medikamente zu hungern. Dann würden sie mich zwangsweise in die Psychiatrie einweisen.

Was haben Sie daraufhin gesagt?

Ich habe mich natürlich dagegen verwahrt und gesagt, »ich bin kein Fall für die Psychiatrie, sondern der Staat entzieht sich seiner Fürsorgepflicht«. Ich habe versucht, ihnen zu erklären, daß ich finanziell gezwungen bin, mich zwischen Essen und Medikamenten zu entscheiden. ………………

Mit freundlichen Grüßen

Fillmhinweis: Gier zweiteiliger Spielfilm in der ARD

Gier (Spielfilm Deutschland 2010):>>

Zweiteiliger Spielfilm von Dieter Wedel – 20./21. Januar 2010 im Ersten

http://www.daserste.de/gier/allround_dyn~uid,72bnzrd7abjghx8x~cm.asp

Die Gier nach Geld, nach Macht und Anerkennung, nach Freundschaft und Liebe steht im Zentrum von Dieter Wedels Film. Frei nach wahren Begebenheiten erzählt er die betrügerischen Machenschaften eines Hochstaplers: Dieter Glanz ist ein charismatischer Finanzjongleur und ein begnadeter Menschenfänger, dem die Reichen das Geld hinterherwerfen. Sie hoffen auf fantastische Gewinne, ihre Gier lässt sie blind werden.

Für die Recherchen zu seinem Drehbuch hat Dieter Wedel lange vor dem globalen Finanzcrash mit Bankern und Anlegern, aber auch mit Hochstaplern gesprochen, daneben hat er eigene Erfahrungen mit Investmentbankern in seinen Film einfließen lassen.

„Gier“ ist zugleich Komödie und Thriller. Ein Film, der unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält und zeigt, wie schnell die Gier nach Reichtum Menschen in ihren Bann zieht.
Inhalt
Der charismatische Finanzmagier Dieter Glanz hat offenbar die Lizenz zum Gelddrucken. Seine begeisterten Anleger schwärmen von außergewöhnlichen Renditen. Auch der junge Andy Schroth, von Beruf Immobilienmakler, lässt sich von der allgemeinen Profitgier anstecken. Er leiht sich Geld von Arbeitskollegen und von seinen Eltern und schafft es, in den kleinen Kreis exklusiver Investoren aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit Dieter Glanz feiert er rauschende Partys und träumt in Champagnerlaune vom ganz großen Reichtum.

Noch ahnt niemand, dass die Freigebigkeit von Glanz, der Luxus, mit dem er sich umgibt, nur Mittel zum Zweck sind. Die Anleger sollen in Sicherheit gewiegt werden, nicht durchschauen, dass sie es selbst sind, die den ganzen riesigen Aufwand finanzieren und immer wieder frisches Geld nachschieben.

Doch die versprochene Gewinnausschüttung verzögert sich immer wieder. Der Traum von der schnellen Rendite wird zum Alptraum. Die Staatsanwaltschaft befasst sich mit den fragwürdigen Geschäftsmodellen von Glanz, der sich inzwischen nach Südafrika abgesetzt hat. Als Andy schließlich Glanz die Pistole auf die Brust setzt, spitzt die Situation sich dramatisch zu …

Der Film im Internet:

Teil 1: Mit Glanz und Gloria

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3681688?pageId=487890&moduleId=3620706

Dazu auch die nachfolgende Sendung von Hart aber Fair:
Genug ist noch zu wenig – Warum regiert uns die Gier?

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2010/20100120.php5?akt=1

Der Beitrag Hart aber Fair im Internet

http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=3248

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Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

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