Antwortschreiben des Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Antwortschreiben des Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung :yawn:

BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALORDNUNG

Herrn
M.L.

Mein Zeichen, meine Nachricht llb3 – 96, Telefon (0228) 527-2366, Datum 16. März 1999

Sehr geehrter Herr L.

Für Ihr Schreiben vom 24. Februar 1999 danke ich Ihnen.
http://hoelderlin.blog.de/2010/03/07/schreiben-ministerium-arbeit-sozialordnung-8132289/

Ihre Sorgen und Nöte kann ich gut verstehen. Es ist in der Tat bedrückend, wenn es trotz guter Qualifikationen ausgesprochen schwierig ist, eine neue Anstellung zu finden. Nach Ihren Schilderungen kann ich mir auch sehr gut vorstellen, welches Engagement bei der Arbeitssuche von Ihnen erbracht wird und welches Maß an Enttäuschung Sie angesichts des Ausbleibens dieses Erfolges trifft. Umsomehr bedauere ich, daß ich Ihnen bei der Arbeitssuche nicht unmittelbar behilflich sein kann. Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu vermitteln und kann Ihnen somit auch keine Arbeitgeber benennen, die über freie Arbeitsplätze verfügen. Die Arbeitsvermittlung, die Arbeitsberatung und die sonstigen Hilfen der Arbeitsförderung sind, wie sie wissen, Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit mit ihren Dienststellen, den Landesarbeitsämtern und Arbeitsämtern.

Die Bundesregierung tut alles in ihren Kräften Stehende, um die Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung, der Voraussetzung für eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation ist, so günstig wie möglich zu gestalten. Die Bundesanstalt für Arbeit stellt für die aktive Arbeitsmarktpolitik, d. h. die Maßnahmen der Arbeitsförderung, die notwendigen Mittel weiter auf hohem Niveau bereit. Weder Bundesregierung noch Bundesanstalt für Arbeit können allerdings die fehlenden Arbeitsplätze direkt anbieten, das gilt auch für die im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungs- bzw. Strukturanpassungsmaßnahme geförderten Stellen. Dies kann nur durch die Unternehmen bzw. Maßnahmeträger erfolgen, die über die Bereitstellung und Besetzung von Arbeitsplätzen selbst zu entscheiden haben, soweit im Rahmen geförderter Beschäftigung die Förderungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Arbeitsämter führen die aktive Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) durch. Das Arbeitsförderungsrecht bietet verschiedene Möglichkeiten, die berufliche Wiedereingliederung von Arbeitslosen zu fördern. Auch wenn Ihnen Ihr Arbeitsvermittler bzw. Ihre Arbeitsvermittlerin bislang noch nicht erfolgreich helfen konnte, einen Arbeitsplatz zu finden, möchte ich Ihnen dringend raten, den Kontakt zum Arbeitsamt aufrechtzuerhalten und dessen Beratungs- und Vermittlungsdienste weiterhin in Anspruch zu nehmen. Die Mitarbeiter des Arbeitsamtes werden anhaltend bemüht sein, sie bei der Arbeitsuche im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu unterstützen.

Ihr Einverständnis voraussetzend habe ich Ihr Schreiben den zuständigen Arbeitsamt Hamburg zur Kenntnis gegeben mit der Bitte, Sie weiter im Rahmen des Möglichen bei Ihren Bemühungen um Arbeitsaufnahme zu unterstützen. Bei Ihrem weiteren Einsatz für die Aufnahme einer Arbeit wünsche ich Ihnen Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Barbara Kinder

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Natürlich habe ich weder eine ABM – Maßnahme, noch einen Arbeitsplatz oder eine Perspektive erhalten, sondern statt dessen übelste Hetzkampagnen nach Art der altrömischen Dekadenz und die Massenverelendung durch Hartz IV

Folgende Ausbildungen und Zusatzqualifikationen kann ich vorweisen:

Gärtnerlehre – Gesellenbrief, bei der Bundeswehr eine komplette Sanitäterausbildung, Erzieherausbildung mit fachgebundener Fachhochschulreife, Grundstudium Sozialarbeit, Studium der Psychologie, Nebenfach Kriminologie, Abschluss Dipl. Psychologe, Ausbildung zum Systemischen Familientherapeuten, Ausbildung zum Manager für Non – Profit – Organisationen in Zusammenarbeit mit der Privatuniversität Witten – Herdecke. Diverse Computerschulungen kommen noch hinzu. Assesment Center und unzählige sinnlose Bewerbungstrainings zur Statistikbereinigung.

Vermeintliche Vermittlungsbemühungen durch sogenannte „Dritte“ und „Maatwerk“ kommen noch hinzu. Nicht ein einziges Bewerbungsgespräch ist dabei heraus gekommen. Private Arbeitsvermittler haben mich gar nicht erst angenommen, weil die natürlich wussten, dass seit vielen Jahren bezüglich gut qualifizierter Fachkräfte im öffentlichen Dienst gespart wird ohne Ende. Man braucht ja nur mal zu versuchen in einer Familienberatungsstelle einen Termin zu bekommen. Falls man dort überhaupt noch auf einen Psychologen trifft.

Arbeitslos seit 1992 und das ist kein Spass mehr. Natürlich weil ich ein fauler Arbeitsloser, Sozialschmarotzer und Drückeberger bin. Die ganzen Ausbildungen habe ich natürlich deshalb gemacht, um mich dann anschließend in die sogenannte soziale Hängematte von Hartz IV mit garantierter Altersarmut zu legen. So von wegen kein Recht auf Faulheit nach Gehrhard Schröder oder altrömischer Dekadenz nach Westerwelle.

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