Streit um Sanktionen gegen Hartz – IV – Bezieher – Anhörung zu SGB II – Sanktionen am 06.06.2011 im Deutschen Bundestag

Streit um Sanktionen gegen Hartz – IV – Bezieher – Anhörung zu SGB II – Sanktionen am 06.06.2011 im Deutschen Bundestag

Mit Problemen der Grundsicherung hat sich der Ausschuss für Arbeit und Soziales am Montag, 6. Juni 2011, in einer öffentlichen Anhörung auseinandergesetzt. Dabei ging es unter anderem um die Notwendigkeit von Sanktionen gegen Leistungsbezieher.

Hier ein Ausschnitt mit dem Statements von Prof. Dr. Stephan:

In diesem Ausschnitt sind zu hören Statements von Prof. Dr. Stephan Lessenich vom Institut für Soziologie (Friedrich-Schiller-Universität Jena), der die SGB II Sanktionen kritisiert und sich stattdessen für ein bedingungsloses Recht auf ein Existenzminimum ausspricht.

Hier die Anhörung vom 06.06.2011 in voller Länge:

http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf

9 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Blue Flower
    Jun 07, 2011 @ 21:48:37

    Sanktionen sollten niemals so drastisch sein, wie sie jetzt bei Hartz4 sind,besonders für die Jugendlichen unter 25 Jahren. Das hat keinerlei erzieherischen Effekt.Die Menschen,die sowieso schon in schwierigen Umständen leben müssen, kommen durch Sanktionen in noch größere Schwierigkeiten,z.B.Depressionen, Paranoia,Verwahrlosung, Kriminalität,Obdachlosigkeit,Traumata usw. Damit geraten diese Leute nur weiter weg vom angedachten Ziel, nämlich ein menschenwürdiges Leben mit einem Arbeitsplatz, der sie ernährt.Druck und totale Kontrolle hat noch nie Menschen motiviert oder zum Besseren bekehrt.Dagegen können Vertrauen und Wertschätzung wahre Wunder bewirken.

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  2. atonal1
    Jun 10, 2011 @ 08:33:46

    Danke fürs Einstellen!

    Gruß Atonal1

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  3. Hoelderlin
    Jun 10, 2011 @ 14:47:00

    Na das ist doch mal so richtig nett, dass sich hier mal jemand bedankt.

    Gerne geschehen kann ich da nur sagen und ich finde wir als Betroffene sollten uns noch sehr viel mehr gegenseitig unterstützen.

    LG Hoelderlin

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  4. atonal1
    Jun 10, 2011 @ 19:01:01

    Das ist doch Selbstverständlich!

    Dir noch einen schönen Abend!Gruß Atonal1

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  5. Andrea
    Jun 11, 2011 @ 12:48:07

    Sehr gut, dass ich hier die Anhörung anhören konnte. Der ganze Blog gefällt mir gut.
    Es ist doch klar geworden, das hier in der BRD die Solidarinteressen und Rechte der Einzelnen besonders von ALG 2 Empfängern völlig dem Einzelnen überlassen sind. Es gibt keine Instanz die sich wirklich richtig für die Rechte der Einzelnen einsetzt. Das FALZ hier in Frankfurt gibt auch nur unklare Antworten und ist völlig unterbesetzt. Die Gesetze sind widersinnig und wir sind vereinzelt. Das haben die prima hin gekriegt.
    Die Frage ist wie wir uns besser vernetzten und was wir erreichen wollen. Aber wie soll das gehen?
    Viele Grüße Andrea

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    Antwort

  6. Hoelderlin
    Jun 11, 2011 @ 14:12:10

    Liebe Andrea,

    Die Anhörung zum Sanktionsparagraphen ist auf vielen Internetseiten veröffentlicht worden und das finde ich auch prima. Hier zeigt sich doch, dass Solidarität eben doch möglich ist.

    Immerhin zeigen sich einige Betroffen bereit sich zusammen zu schließen und das ist doch schon eine ganze Menge.

    Natürlich müssten es sehr viel mehr sein. Aber auch in Spanien, Portugal Ägypten usw. hat alles über die sozialen Netzwerke im Internet angefangen. Warum soll das in Deutschland nicht möglich sein.

    Also einfach anschließen und wer ein Internetanschluss hat, kann hier kostenlos einen Blog aufmachen und sich mit anderen Betroffenen austauschen.

    Innerhalb des Blog sind viele Betroffene dabei, einfach um ihre Stimme zu erheben, um das Unrecht Hartz IV öffentlich zu machen.

    LG Hoelderlin

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    Antwort

  7. gegenZwangsarbeitErziehungvomAmt
    Jun 14, 2011 @ 14:30:37

    Es ist interessant das es in der ganzen Befragung nicht einmal ansatzweise darum ging, wie ein Mitarbeiter mit der Macht umgeht, die er über Arbeitslose hat.
    Von der Yale Universität/UK wurde eindeutig nachgewiesen, das man jeden x-beliebigen Menschen dazu bringen kann, andere grundlos zu quälen, insbesondere wenn er mittels Dienstanweisung die Verantwortung dafür abgeben kann.
    Man kann dies unter Milgrim-Experiment auch in der Wikipedia nachlesen!

    Anlass für dieses Experiment war das Verhalten von Beamten in der Nazizeit und die Umsetzung Nürnberger Rassengesetze durch vorrauseilenden Gehorsam. Es geht also um Schreibtischtäter die keinerlei persönliche Gründe für Feindschaft haben – so wie auch im Jobcenter! Dabei ist es prinzipiell egal ob sie an einem Volt-Kopf drehen und stromschläge verteilen oder an der Finanzschraube von Sozialhilfeempfängern drehen um Lebensnotwendigstes zu streichen. Der Effekt ist derselbe.

    Was Arbeitslosen von Mitarbeitern der Jobcenter so alles unterstellt wird, ist bestens dazu geeignet die Psyche zu schädigen und psychosomatische Erkrankungen auszulösen. Mobbing ist eine anerkannte Form der Folterung.
    Bis zum heutigen Tage gibt es dazu nicht eine einzige Studie oder auch nur den Ansatz einer Untersuchung.

    Würde man Schüler so in der Schule behandeln, müssten Lehrer mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Jobcenter-Mitarbeiter jedoch brauchen nichts zu fürchten. Ihre Erziehungsmittel sind Einschüchterung, Diskriminierung, Streichung von Lebensnotwendigsten und Arbeitszwang zu allem was ihnen gerade in den Sinn kommt, ohne jeglichen Sinn und Verstand.
    Das die angeblichen Experten in dieser Runde Erziehung von Arbeitslosen für notwendig halten, diese Ansicht stammt wohl aus dem letzten Jahrhundert. Was Arbeitslose mit Chancen leisten können, führen uns Shows wie DSDS oder Topmodel jeden Tag vor Augen…

    Menschen brauchen vor allen Dingen eines, nämlich Chancen sich zu beweisen. Das geben ihnen weder Arbeitgeber, insbesondere jene die sich darauf spezialisiert haben ihre Angestellten zu verleihen, noch zweifelhafte Maßnahmeträger die schlicht und einfach Beschäftigungstherapie betreiben, über deren Sinn man nur den Kopf schütteln kann.
    So kann nur völlige Desillusion und Depression heraus kommen.
    Wer gibt diesen Menschen das Recht andere zu erziehen die zum großen Teil sogar erheblich älter sind?
    Dieser Staat verdient die Steuern seiner Bürger nicht, er verwendet sie eh nur für die oberen 10.000.
    500 Mrd. für Banken, 185 Mrd. für die EU, weitere 250 Mrd. Rettungspakete für schwächelnde EU-Staaten und ein paar schäbige Pennys für sozialschwache Bürger, Rentner, Kinder und Kultur.
    Kein Wunder das man deren Behörden neuerdings mit Ex-Kriminelle in Security-Klamotten schützen muss.

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  8. Hoelderlin
    Jun 14, 2011 @ 15:06:24

    Deinem Kommentar kann ich eigentlich schon nichts mehr hinzufügen, außer der für mich bestehenden Tatsache, dass mir die gesamte Hartz IV Gesetzgebung Hartz eines sehr deutlich zeigt:

    In Deutschland ist das Naziregime nie wirklich aufgearbeitet worden, sonst hätte es solch eine Gesetzgebung nicht geben können mit Sanktionen bis zur Obdachlosigkeit und dem Hungertod.

    Auch Deinem Vergleich mit dem Milgrim Experiment kann ich im vollem Umfang zustimmen und dieses Experiment ist mir als Psychologe bestens bekannt.

    Und mit diesem Vergleich stehst Du nicht allein da. Schau dir doch mal folgenden Beitrag im Hoelderlinblog an, vor allem das kleine Video:

    „Sanktionsmoratorium statt Gängelei:“

    http://hoelderlin.blog.de/2011/05/25/sanktionsmoratorium-statt-gaengelei-veranstaltung-initiative-grundeinkommen-hamburg-barmbek-11208488/

    Interessant dabei, dass auch die Veranstalterin Monika Weckenbrock beeinflusst durch das Milgrim Experiment sich mit dieser Thematik beschäftigt.

    Lg Hoelderlin

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    Antwort

  9. Marion234
    Jul 15, 2011 @ 13:14:28

    Wegen unqualifizierter Bemerkungen gelöscht.

    Hoelderlin

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    Antwort

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