SOZIALBESTATTUNGEN – Viele Deutsche können sich den Tod nicht leisten

SOZIALBESTATTUNGEN – Viele Deutsche können sich den Tod nicht leisten

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger und Geringverdiener können die Beerdigungen ihrer nächsten Angehörigen nicht mehr bezahlen und beantragen eine Sozialbestattung.

Von Katja Tichomirowa

Weiterlesen, Frankfurter Rundschau:

http://www.fr-online.de/politik/viele-deutsche-koennen-sich-den-tod-nicht-leisten/-/1472596/8665098/-/index.html

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18 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. chris2412
    Jul 14, 2011 @ 10:56:02

    lieber Hoelderlin,

    gestern las ich hier in unserem Käseblatt über sehr kostengünstige und alternative Bestattungen in der freien Natur:
    Dieser Idee könnte ich für mich persönlich zumindest sehr viel abgewinnen.;)

    Das habe ich dazu mal gefunden:
    Quell: http://www.friedwald.de/Startseite.AxCMS?ActiveID=1001

    oder hier:
    Quelle: http://www.friedwald.ch/

    oder hier:
    Quelle: http://www.gds-bestattungen.com/friedwald/

    Alles Gute für dich

    wünscht
    chris2412

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    Antwort

  2. Volkmarml
    Jul 15, 2011 @ 05:45:24

    Ach, weißt Du, für Angehörige, wenn man die bestatten muss und in Erinnerung behalten will, ist das schon schlimm.
    Aber für mich; Einfach nur unter die Erde und für das nächste Leben Nahrung geben! Mir ist das sowas von egal, was da drum herum gemacht wird! Ich kriegs ja, Gott sei Dank, nimmer mit. 😉

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    Antwort

  3. Hoelderlin
    Jul 15, 2011 @ 08:51:19

    Lieber Volkmarml,

    das geht mir sehr ähnlich. Selbst habe ich keine Angehörigen und Kinder habe ich bewusst nicht in diese Welt gesetzt. Einfach deshalb, weil ich auf jeden Fall verhindern will, dass man mit Ihnen so umgeht, wie das habe erleben müssen. Und das ist nicht nur das Thema Hartz IV.

    Meine Kinder werden diese Ungerechtigkeit nicht erleben müssen, ganz einfach deshalb weil es meine Kinder niemals geben wird.

    Und ich setze keine Kinder in die Welt, nur damit sie zum Hungerlohn gnadenlos ausgebeutet werden, um im Alter dann in Hartz IV mit garantierter Altersarmut vegetieren zu müssen.

    Von daher habe ich auch keine Angehörigen, die um mich evtl. trauern könnten. Und das ist auch gut so.

    Wir sind auf die Straßen gegangen und haben immer wieder unsere Stimme erhoben, die da oben haben immer so weiter gemacht, nun sollen sie mal zusehen wer ihnen ihren ganzen Luxussozialleistungen finanziert. Meine Kinder werden das jedenfalls nicht tun.

    So wird von mir nur die Natur ein wenig profitieren können, alles andere merke ich dann nicht mehr.

    Liebe Grüße Hoelderlin

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    Antwort

  4. Volkmarml
    Jul 16, 2011 @ 01:02:05

    Ja, lieber Hoelderlin, da hast Du recht!
    Als ich / wir so alt waren, dass für uns die Frage; „Kinder oder nicht“ anstand, hab ich / wir auch sehr lange überlegt. Letztlich hat doch der Wunsch nach eigenen Kindern überwogen. Damals war aber auch noch in keinster Weise davon aus zu gehen, dass einmal die DDR aufhören könnte zu existieren. Damals waren deswegen meine Befürchtungen auch nicht so sehr die Altersarmut und von den drängenden Umwelt-Problemen haben wir noch nicht mal wirklich was gewusst. Damals war meine Befürchtung eher die, dass unsere Kinder in die eher absehbaren kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen „Ost und West“ hinein gezogen werden.
    Jetzt ist meine Ehe, die ich nie als „nur vorübergehende“ Lebensentscheidung betrachtet habe, durch einen privaten Unfall, vielleicht auch wegen der Krankheit meiner Frau (wahrscheinlich beidem) kaputt gegangen. Heute bin ich nach Rumänien gegangen, auch oder besonders, weil ich die Lügen mit „ich liebe dich“ nicht länger ertragen konnte. Hier habe ich sehr enge Freunde und vor allem die Kinder, die ich unterstütze und die ohne finanzielle Hilfe nie in die Lage kämen eine für sie angemessene und gute Ausbildung zu erhalten, sind mir total ans Herz gewachsen! Trotzdem, es sind nicht meine Kinder und ich erwarte weder von ihnen irgend etwas noch von ihren Familien!
    Und weil ich der Überzeugung bin, dass es kein weiteres Leben geben wird und ich die Auffassung von Tamara Danz (Sängerin von Sylli, leider schon verstorben), „noch so ein Leben, so ein beschissenes Leben?“ – niemals! Deswegen habe ich auch keinerlei Sehnsucht oder Verlangen danach.
    Wobei ich sagen muss; Mein Leben war je wunderbar! Aber wenn ich die Ungerechtigkeit um mich herum sehe wird mir schlecht und ich schäme mich zur Gattung „Homo Spaiens sapiens“ zu gehören, noch dazu zum männlichen Teil.
    Liebe Grüße – Volkmar 😉

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    Antwort

  5. Hoelderlin
    Jul 17, 2011 @ 05:03:19

    Lieber Volkmarml,

    na ja, da hattest Du doch immerhin zeitweise so ein kleines Stück Glück im Leben, trotz der vielen Ungerechtigkeiten um uns herum. Aber auch Dein Schicksal hat Dich letzten Endes dazu gebracht: „noch so ein beschissenes Leben?- niemals!“.

    Noch nicht einmal dieses kleine Glück war mir vergönnt. Und das fing schon mit der Geburt an. Eine zur Liebe unfähige Mutter, die mich in verschiedenen Heimen aufwachsen lies. Anschließend als Erziehungsstil statt Zuwendung nur Prügel kannte.

    Mit 16 Jahren zog ich deshalb von zu Hause, wenn man das so überhaupt nennen kann, deshalb ganz schnell wieder aus. Mit zwanzig Jahren war ich dann so am Ende, dass ich über zahlreiche Suizide nur noch um Hilfe schrie und dann das große Glück hatte, endlich erhört zu werden. Ein Supertherapeut der für mich lange Jahre mehr war als ein Vater war, den ich nie hatte und ein guter Freund zu gleich. Das war dann meine Rettung und ich habe mich auf den Weg gemacht und doch tatsächlich so etwas wie eine Bildungskarriere unter schwierigsten Bedingungen hingelegt.

    Doch was hat es mir genutzt, ich bin genau wieder da gelandet, wo ich hinein geboren wurde, nämlich in bittere Armut und in ein Leben voller Ungerechtigkeiten. Eine eigene Familie habe ich mir schon lange abgeschminkt und heute denke ich, das war ganz gut so, meine Kinder werden das was ich erlebt habe, nicht erleben müssen, ganz einfach weil es sie nicht geben wird.

    Wir Menschen sind einfach zur Menschlichkeit nicht fähig und sollten deshalb besser aussterben.

    Liebe Grüße Hoelderlin

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    Antwort

  6. Volkmarml
    Jul 17, 2011 @ 05:43:08

    Das mit dem Aussterben, lieber Hoelderlin, das hab ich mir auch schon oft gedacht.
    Etwas ist nicht ganz richtig was Du schreibst: Wir (oder wenigstens einige von uns) sind zu wahrer Liebe und Menschlichkeit fähig! Und das ist es was ich den Kirchen / Religionen so vorwerfe. Sie alle vertrösten uns auf ein Leben nach dem Tod und dass dann alles besser würde. Aber die wahren Teufel, wie aber auch die wahren Engel, leben hier auf Erden, mitten unter uns.
    Für Dich war der Teufel Deine eigene Mutter (und eventuell noch ihr Partner), der Engel aber der Therapeut.
    Für mich sind die Teufel, denen ich Gott sei Dank nie begegnete, diejenigen die andere missbrauchen, verletzen, töten, Seelisch und Physisch. Dafür durfte ich ganz, ganz viele Engel kennen lernen und ich lerne sie noch kennen. Du gehörst auch dazu!
    Volkmar 😉

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    Antwort

  7. Hoelderlin
    Jul 17, 2011 @ 08:17:09

    Lieber Volkmarml,

    für den Engel danke ich dir sehr.

    Und es stimmt, mein Therapeut war weit mehr als ein Engel. Wie gesagt er war für mich Vater und zwar der „Beste“ den ich mir überhaupt hätte vorstellen können und ein noch viel besserer bester Freund. Wir konnten uns alles sagen, wobei er mich nie mit seinen Problemen belastet hat. Sondern einfach für mich da war und egal wie ich drauf. Ich konnte lachen, weinen, wütend und manchmal richtig böse sein, durfte ihn als Übertragungsträger sogar auch mal sehr hassen, als er mich bewusst seelisch verletzt hat, um mich aus der Reserve bzw. meiner Verschlossenheit heraus zu holen, dennoch hat er auch nicht ein einziges mal seine ach so große Liebe mir versagt. Und auch auf der politischen Ebene haben wir uns bestens verstanden. Dafür bin ich ihm noch heute unendlich dankbar. Und er wird für immer in meinem Herzen bleiben, auch wenn ich leider keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Irgendwann muss jede Therapie enden. Ich durfte ihn sehr viele Jahre für mich als Freund haben.

    Dennoch sind mir meine so sehnlichsten Wünsche einfach versagt geblieben. Eine Familie ist mir einfach nicht gelungen.

    Aber dankbar bin ich schon, dass ich durch meine Aktivitäten auch immer wieder Menschen kennen lerne, die so wie Du für mich sehr wertvoll sind. Eben kleine und liebevolle Engel die noch wissen was Freundschaft ist. Und auch Dir danke ich ganz herzlich dafür. Auch wenn Du jetzt in Rumänien bist und ich Dir dort alles Gute wünsche und hoffe, dass Deine Wünsche dort in Erfüllung gehen, bist Du zum Glück über das Internet so nah. Den Wechsel hätte ich gar nicht bemerkt, wenn Du nicht davon erzählt hättest.

    Einen Teufel möchte ich unbedingt genannt wissen und das ist für mich die Politik und die Wirtschaft.

    Liebe Grüße an Dich und nach Rumänien

    Michael

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    Antwort

  8. Volkmarml
    Jul 18, 2011 @ 04:47:59

    Danke Michael,

    ja, die Politik und die Wirtschaft sind echte Teufel! Deswegen wehre ich mich auch so sehr dagegen, dass das Zusammenwachsen Europas und der Welt, die nicht mehr aufzuhalten sind, allein den Politikern und den Wirtschaftsbossen überlassen. Wir denken die Mafia ist weit weg? Bei uns agiert sie nur nicht unter diesem Namen!

    Du weißt ja, dass auch meine Familie zerbrochen ist. Obwohl ich mir immer gewünscht habe mit meiner Familie alt zu werden. Aber das nützt nichts, die Gründe auf zu zählen, würde den Rahmen sprengen. Und ich weiß auch gar nicht ob ich die Gründe alle verstehe, weil sicher auch meine Krankheit, sicher aber auch die von meiner Frau mit verantwortlich dafür sind.

    Bei unseren Hilfstransporten, die wir ab Frühjahr 1990 selbst durchführen, habe ich mir etwas angewöhnt und auch immer wieder versucht es den anderen begreiflich zu machen:
    Wir haben nicht nur Schönes und Erfolge erlebt, auch Trauriges, vor allem Niederschmetterndes und schlechte Folgen, die wir auch oft selbst zu verantworten hatten.
    Aber eines konnte ich daraus lernen. Damals hab ich noch an Gott geglaubt und es ihm zugeschrieben, aber heute ist mir klar;
    Wer seinen Weg vertrauensvoll geht, mit Vertrauen in sich selbst, aber auch in die, die einem begegnen, der wird nicht nur erfolgreich und ohne Ärger sein, aber jeder Misserfolg, jeder Ärger birgt gleichzeitig wieder die Chance anderes, ungeahntes, unerwartetes, neues und Schönes zu erleben! Wir müssen nur die Augen offen halten und uns nicht verschließen vor dem was auf uns zu kommt. So habe ich die schönsten Erfahrungen, die schönsten Erlebnisse gemacht und die besten Freunde, die ich alle als Engel bezeichnen würde, gefunden.

    Liebe Grüße von Volkmar 😉

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    Antwort

  9. Hoelderlin
    Jul 18, 2011 @ 06:45:22

    Lieber Volkmarml,

    das ist eine sehr schöne und wertvolle Einstellung die Du Dir da erarbeitet hast und ich kann für Dich nur wünschen, dass Du davon nicht abweichen wirst.

    In eine ähnliche Richtung versuche ich ja ebenfalls zu gehen, obwohl das oft so verdammt schwer ist. Und so recht hast Du damit, wenn Du sagst, dass ein anderer Weg nur in die Irre führen kann.

    Was ich bei Dir so bewundere ist, dass Du das alles noch schaffst, obwohl Du selbst so schwer zu tragen hast. Zwar weis ich nicht so ganz genau an was Du zu leiden hast, ab es scheint für Dich nicht einfach zu sein, sonst würdest Du nicht immer wieder darüber berichten.

    Was ich gut verstehen kann ist Deine Enttäuschung darüber, dass Du trotz aller Anstrengungen jetzt doch alleine Alt werden musst. Davor habe ich selbst immer große Angst gehabt. Oft habe ich mir gewünscht wenigstens gemeinsam mit Freunden in einem Haus alt zu werden und sich gegenseitig zu unterstützen. Nur habe ich die Freunde dafür nie gefunden und auch ich habe mich so sehr darum bemüht. Vielleicht sind einfach die Ansprüche zu hoch, ich weis es nicht?

    Was ja sehr bitter ist, dass Du wohl nicht wenigstens in Freundschaft mit Deiner Frau hast auseinander gehen können und bei Dir deshalb noch so sehr viel Trauer vorhanden ist.
    So würde ich es Dir wünschen, dass ihr doch noch mal einen Weg zueinander findet. Sicherlich waren da doch auch mal Gefühle für einander da.

    Liebe Grüße an Dich.

    Hoelderlin

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    Antwort

  10. Volkmarml
    Jul 18, 2011 @ 07:38:01

    Oh, lieber Michael,

    eigentlich wollten wir das, im Guten auseinander gehen. (wenn es das geben sollte) Als ich noch in Deutschland war, haben wir auch noch manches miteinander gemacht. Sind gemeinsam zum Tanken in die Tschechei gefahren, haben das immer mit einem gemeinsamen Essen verbunden, haben uns hin und wieder gegenseitig besucht, haben unseren 30. mit einem Essen beim Chinesen nach gefeiert u.s.w. Aber da schon hat meine Frau mir erzählt, dass andere ihr sagen, das würden sie nicht mit machen, das wäre doch dumm.
    Ich habe eben den Eindruck, dass meine Frau, die ja auch an einer Hirn-Krankheit leidet, überhaupt keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann und dich viel einreden lässt. Wir wollten und z.B. beide nicht scheiden lassen, weil das erstens viel Geld kostet und zweitens wir beide wohl nie wieder einen Partner haben werden, weil einfach die gesundheitlichen Probleme dagegen stehen. Jetzt aber hab ich doch von einer Anwältin mitgeteilt bekommen, dass sich meine Frau scheiden lassen will.

    Naja, ich werde das alles auf mich zukommen lassen. Jedenfalls werde ich nicht, wie von der Anwältin vorgeschlagen, eine befreundete Kollegin von ihr mit meiner Vertretung beauftragen. Erstmal werde ich nicht einwilligen. Und im September muss ich wieder nach Deutschland, dann kann / werde ich ja sehen.

    Ja, Du glaubst nicht (oder vielleicht doch) wie mir das fehlt, sich mal an jemanden an zu lehnen und auch mal biss’l kuscheln zu können.
    Aber, naja, ich (wir) sind alt und zumindest ich hatte so ein ausgefülltes Leben, ich bin auch irgendwie froh, dass es jetzt so ist wie es ist. Viel schlimmer ist die ständige Ungewissheit ob noch etwas wird oder nicht.

    Ich wünsch mir so sehr dass die jungen Leute noch glücklich werden können! Aber wenn ich an die ganzen Umweltprobleme denke und sehe wie wenig die Politik und vor allem auch die Wirtschaft dagegen tut, dann hab ich kaum noch Hoffnung.

    LG von Volkmar

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    Antwort

  11. Hoelderlin
    Jul 18, 2011 @ 15:49:33

    Lieber Volkmar,

    eigentlich schade, dass Du nicht mehr in Deutschland lebst. Dich hätte ich sehr gern mal getroffen, um mit Dir über Deine Situation reden zu können. Einfach mal von Mann zu Mann. Ich glaube, dass würde uns Beiden sehr gut tun.

    Du hast so ein verdammtes Pech gehabt. Gegen die gesundheitliche Einschränkungen Deiner (ehemaligen) Partnerin hast Du einfach keine Chance. Und wenn man sich mal geliebt hat, tut das so verdammt weh. Mir scheint es auch so, dass Deine Frau offensichtlich ihre Fähigkeit verloren hat, noch einen eigenen Willen zu entwickeln und das kann ja wirklich auch am Gehirnschaden liegen. Da sieht man wie es ist, wenn Menschen in die Situation von Alzheimer hinein geraten.

    Klar kann ich das so verdammt gut nachvollziehen keine Zärtlichkeiten und ja auch keinen Sex mehr austauschen zu können. Das würde jeden noch fühlenden Menschen sehr fehlen. Und da fühle ich sehr mit Dir mit, weil es mir ja sehr ähnlich ergeht. Mit meinen 60 Jahren und in der Situation von Hartz IV mache ich mir da keine Illusionen mehr. Und ich werde das auch immer vermissen und das wird auch so bis zum Lebensende sein.

    Aber in dieser Gesellschaft musst Du Wohlhabend und Gesund sein, um Dir so etwas ermöglichen zu können.

    Habe heute beim Sport gerade über dieses Thema mit einer Mutter gesprochen. Bei ihrem Sohn sieht es sehr ähnlich aus. Der Sohn findet nur noch Leiharbeit und kann sich damit keine Perspektive aufbauen. Die Konsequenz, auch er findet keine Partnerin, weil die Frauen eben Sicherheit haben wollen, die er mit Leiharbeit nicht bieten kann.

    Und das kenne ich seit meiner Arbeitslosigkeit und Hartz IV nur zu gut.

    Liebe Grüße an Dich

    Michael

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    Antwort

  12. Volkmarml
    Jul 19, 2011 @ 04:43:10

    Hallo Michael,

    sehen können wir uns ja vielleicht irgendwann einmal. Ende September – Anfang Oktober bin ich wieder in Deutschland. Ich muss mich ja noch um das Ausräumen meines Hauses kümmern und vor allem auch zum Arzt. Ich weiß nämlich nicht, ob ich die Medikamente, die ich brauche, auch hier kriegen könnte. Aber 2x im Jahr nach Deutschland, das ist auch irgendwie gut so. So seh ich meine Mutter, meine Schwester, meine Freunde mal wieder. Müssten wir nur irgendwie mal ausmachen. Aber nicht so öffentlich hier.

    Das mit dem Sex, da hab ich meine eigene Meinung dazu, wie und ob das im hohen Alter noch sein muss. Mir fehlt vor allem das kuscheln, die Zärtlichkeit.

    Und ja, das mit der Perspektivlosigkeit in der Jugend, das ist auch was mir am meisten zu schaffen macht. Deswegen versuche ich, so viel ich kann, jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

    Also, ich würd mich freuen, wenn wir mal eine Möglichkeit finden uns persönlich kennen zu lernen.
    Liebe Grüße von Volkmar 😉

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    Antwort

  13. Hoelderlin
    Jul 19, 2011 @ 11:45:44

    Lieber Volkmar,

    Na das ist doch prima, dass Du die Verbindungen zu Deinen Angehörigen und Freunden weiter aufrecht erhalten willst und kannst.

    Das mit den Medikamenten und der ärztlichen Versorgung wäre auch für mich ein riesiges Problem, wenn ich auswandern wollte. Zumal ich so etwas gar nicht finanzieren könnte. Im Ausland bekäme ich als Deutscher ja noch nicht einmal das Verelendungsgeld Hartz IV und könnte überhaupt nicht überleben. Das wird sich für mich bis zum Lebensende nicht ändern, da ich langer Arbeitslosigkeit meine Rente kaum der Rede wert ist.

    Klar das mit dem Sex hat in unserer Altersgruppe schon mehr mit Kuscheln und Zärtlichkeit zu tun und würde mir auch in meinem Alter sehr fehlen.

    Das mit dem persönlichen Kennenlernen, wird leider für mich immer auch ein finanzielles Problem sein, da ich ja auch noch so weit im Norden wohne. Aber immerhin eine Bahncard mit 25 % habe ich mittlerweile schon. Die kostet ab 60 statt 57 Euro nur noch 39 Euro und dann rechnet sich das sehr schnell.

    Liebe Grüße Michael

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    Antwort

  14. Volkmarml
    Jul 20, 2011 @ 05:48:57

    Lieber Michael,

    bei mir ist, neben allem Unglück, was der Unfall bedeutete, besonders das Glück, dass es ein Wegeunfall und somit ein Arbeitsunfall war. Nur so ist meine finanzielle Absicherung (wie ich hoffe) gewährleistet. Das Auswandern und auch alle meine jetzigen Hilfsangebote konnte und kann ich mir nur leisten, weil ich eine, naja, für mich große, aber im Grunde kleine Unfall-Versicherung ausbezahlt bekommen habe. Und dann auch nur weil ich hier wirklich echte Freunde habe. Anders würde ich das auch gar nicht wollen.
    Mit dem Kennenlernen, also das muss für mich nicht unbedingt sein. Aber weil Du es angesprochen hattest, ich würde mich auch freuen. Du musst mir einfach sagen wo und wann. Ich würde auch gerne eine größere Strecke mit dem Auto entgegen kommen. Ich bin, wie gesagt, von etwa Mitte September bis voraussichtlich Mitte Oktober in Deutschland. Meist ist in dieser herbstlichen Zeit ja auch das Wetter noch ganz ok. So dass wir auch schön in der Natur sein könnten.
    Aufwendungen sollst Du keine weiter haben, Du musst mir nur sagen wo, wie und wann.
    Liebe Grüße von Volkmar

    Gefällt mir

    Antwort

  15. Andrea
    Jul 20, 2011 @ 11:47:09

    Lieber Hoelderlin,
    Zitat:
    „Wir Menschen sind einfach zur Menschlichkeit nicht fähig und sollten deshalb besser aussterben.“

    Nun, so denke ich auch manchmal. Aber im Kontext dessen, dass Menschen anderen absichtlich ohne Profit, zum Selbstzweck Leid zufügen. Das empfinde ich unnatürlich für jede Form von Leben. Da geht es um Wettbewerb ohne nachzufragen ob der andere das überhaupt will. Die eigene Persönlichkeit wird am „klein sein“ anderer fest gemacht.( Klassendenken) Die Stärke autonom etwas für sich selbst stehen zu lassen fehlt.
    Da werden sogar Ressourcen vergeudet zum psychopathologischen Kitten des eigenen Egos. Da werden unsinnige Anschaffungen getätigt nur um sicher zu stellen, dass sich der Nachbar klein fühlt.
    In der Arbeitswelt ebenso. Da werden Megalomanie und Dominanz unter einem scheinbaren Deckmantel der Rationalität und Ökonomie versteckt.
    Wenn Menschen ohne gesellschaftliche Ächtung Ander quälen können, dann tun sie das. Auch ohne sekundärem materiellem Profit. Das Milgram Experiment zeigt uns das. Aaaaber ein kleiner Anteil an Probanden weigerte sich quälende und tödliche Stromstöße zu applizieren.
    Ja es gibt sie , es gibt liebe empathische Menschen.
    Auch wenn es nur ganz wenige sind. Diese würden natürlich mit aussterben.
    Sie schrieben über vergangenes erlebtes Unrecht. Meine ehrliche Anteilnahme dafür. Bitte glauben Sie mir, dass ich ganz genau weiß worüber ich schreibe.
    Ja, auch ich würde keine Kinder in eine antisoziale, antiempathische, rechtsökonomische Welt setzen. Jeder kann mal einen Unfall haben oder erkranken, davor sind auch übertalentierte nicht geschützt.
    Viele liebe Grüße
    Andrea

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    Antwort

  16. Hoelderlin
    Jul 20, 2011 @ 15:50:52

    Liebe Andera,

    herzlichen Dank für Deinen so ausführlichen und intensiven Kommentar. Du sprichst mir dabei voll aus dem Herzen.

    Klar das Milgram – Experiment ist mir als Psychologe bestens bekannt. Gerade dieses Experiment zeigt ja wie grausam und unreflektiert Menschen oft sind, auch wenn es innerhalb des Experimentes die Ausnahmen gegeben hat.

    Und wenn ich mir so ansehe wie mit Hartz IV mit Millionen Menschen umgegangen wird und vor allem die Tatsache, dass dieses unmenschliche Gesetz so unwidersprochen von der Gesellschaft einfach so akzeptiert wird, kommen mir erhebliche Bedenken. Das erinnert mich sehr häufig an sehr dunkle Zeiten innerhalb der deutschen Geschichte.

    Gut, es gibt eine ganze Menge Menschen, die immer wieder ihre Stimme erheben. Doch die Mehrheit im Volk schweigt schon wieder mal, wie in Deutschland üblich und manche klatschen sogar noch Beifall.

    Das lässt mich ganz erheblich an der Gattung Mensch zweifeln. Auch wenn Du natürlich recht hast, dass es immer wieder auch die Aufrechten gibt.

    Liebe Grüße an Dich

    Hoelderlin

    Gefällt mir

    Antwort

  17. Hoelderlin
    Jul 20, 2011 @ 15:58:22

    Lieber Volkmar,

    na, dass hört sich doch recht positiv an, dass Du offensichtlich finanzielle Ressourcen für Deine Projekt und dann auch noch gute Freunde zur Verfügung hast. Davon können andere nur träumen. Bei allem was Dir passiert ist.

    Alles andere wird sich dann ergeben, wenn es so weit ist. Ich wollte einfach darauf hinweisen, dass meine finanzielle Lage im Gegensatz zu Dir einfach sehr angespannt ist. Wenn das dann nicht klappen sollte, war das von mir einfach keine böse Absicht oder Ignoranz. Es geht für mich dann einfach nicht.

    Auch über diesen Weg, kann man ja ganz gut Kontakt halten.

    Liebe Grüße nach Rumänien

    Michael

    Gefällt mir

    Antwort

  18. Volkmarml
    Jul 21, 2011 @ 06:51:57

    Kein Problem Michael. :DD

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