Hamburg setzt auf Hartz – Arbeitsmarktprogramm des SPD-Senats: Außer Ein-Euro-Jobs und »Trainingsmaßnahmen« für Langzeiterwerbslose läuft nichts

Hamburg setzt auf Hartz

Arbeitsmarktprogramm des SPD-Senats: Außer Ein-Euro-Jobs und »Trainingsmaßnahmen« für Langzeiterwerbslose läuft nichts

Von Mirko Knoche

Ein-Euro-Jobs als Stigma. Darauf läuft das Arbeitsmarktprogramm von Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) hinaus. Wer Probleme mit Gesundheit, Sucht oder Verschuldung habe oder sich in einer »unbefriedigenden Wohnsituation« bzw. einer »schwierigen persönlichen Lebenslage« befinde, soll als »schwer vermittelbarer Langzeitarbeitsloser« weiter zu Ein-Euro-Jobs verpflichtet werden. Scheele bezeichnete das am Dienstag auf einer Pressekonferenz als »Sozialen Arbeitsmarkt« und will dafür 3900 Arbeitsgelegenheiten vorhalten. Anschließend sollen die Arbeitssuchenden in längerfristigen Trainingsmaßnahmen unterkommen.

Ausgenommen von der Beschäftigungstherapie werden künftig diejenigen Langzeitarbeitslosen, die als vermittelbar gelten. Für sie will Scheele eine individuelle Qualifizierung und eine bessere Vermittlung anbieten. Welche Qualifikationsoptionen die Erwerbslosen künftig haben werden, hat Scheele nicht näher ausgeführt. Für die Stellenvermittlung will er Doppelstrukturen abbauen. So sollen 170 Arbeitsvermittler der Arbeitsagentur wie der Jobcenter gemeinsam als Ansprechpartner für Unternehmen fungieren, sagte der Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Sönke Fock. Dabei werde nicht mehr unterschieden, ob die Jobsuchenden Arbeitslosengeld I oder II erhalten. Die ersten sind bei der Arbeitsagentur gemeldet, die zweiten beim Jobcenter.

Weiterlesen auf Junge Welt.de:

http://www.jungewelt.de/2011/09-01/082.php

Kieke ma Film Berlin präsentiert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Kieke ma Film Berlin präsentiert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Aufzeichnung eines Studiogesprächs zwischen Johannes Ponader und Ralph Boes zum anklagenden Brandbrief „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, der an den Bundespräsidenten, an die Bundeskanzlerin, an die Bundesarbeitsministerin und an das Jobcenter Berlin überreicht wurde.

Das Gespräch fand am 30.08.2011 im Rundfunkstudio des Alex Berlin in der Reihe „BGE-Radio“ von Michael Fielsch statt.

 

Dringende Warnung an alle Erwerbslosen vor Journalisten insbesondere der öffentlich rechtlichen Sender.

Aus rechtlichen Gründen musste diese Warnung verändert werden, da ein gewisser Journalist, dessen Namen ich hier aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden darf, mit rechtlichen Schritten drohte. Der Inhalt des Beitrages wird natürlich aufrecht erhalten, da er ja auch den Tatsachen entspricht.

Dringende Warnung an alle Erwerbslosen vor Journalisten insbesondere der öffentlich rechtlichen Sender.

Hände weg kann ich da nur sagen!!!!!

Hier in Hamburg hatten wir bereits das fragwürdige Vergnügen mit solch einem Journalisten und von seriösen Journalismus kann da überhaupt keine Rede sein.

Was hier in Hamburg anlässlich einer Filmproduktion zur Thematik älterer Arbeitslose abgelaufen ist, kann nur als Verarsche der Arbeitgeber, der Betroffenen und vor allem als knallharte Ausbeutung von Erwerbslosen bezeichnet werden und ich deshalb nur dringend davor warnen kann sich auf öffentlich rechtliche Sender und solche Journalisten einzulassen.

Folgende Vorgehensweise ist da in Hamburg erfolgt:

K. H. und ich sollten über die sogenannten Wochenblätter Stellen heraus suchen, bei denen vermeintliche Arbeitgeber junge Leute bis 35 Jahre, auf jeden Fall ausdrücklich Leute deutlich unter 50 Jahre alt gesucht haben. Mal davon abgesehen, was man eigentlich damit beweisen will, wenn Arbeitgeber ausdrücklich für bestimmte Zwecke junge Leute suchen, weis jeder der sich in dieser Szene auskennt, dass es sich in den Wochenblättern nicht gerade um seriöse Jobs handelt.

Es kommt noch die eindeutig unseriöse Vorgehensweise dieses Journalisten, der aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden darf hinzu: Wir sollten am Telefon vortäuschen, dass wir deutlich jünger sind. So sollte ich mit meinem Alter von 60 Jahren vortäuschen, dass ich kaum über 30 Jahre alt bin. Dann sollten wir mit einer versteckten Kamera bei den Arbeitgebern auftauchen und dann herausfragen, warum wir in unserem Alter nicht genommen werden.

Man kann sich den Ärger der Arbeitgeber vorstellen und vor allem was soll damit bewiesen werden? Ich bezeichne solch eine Vorgehensweise als äußerst unseriös. Die denken sich ja was dabei, warum sie besonders junge Leute suchen. Das kann man zwar als Diskriminierung bezeichnen, nur beweisen kann man damit absolut nichts.

Im übrigen hat dieser Journalist, der aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden darf in Hamburg damit eine einzige „Bauchlandung“ mit seiner Vorgehensweise hingelegt. Am 1. Tag war ich tatsächlich bei einem Arbeitgeber mit dieser Vorgehensweise. Wie das abgelaufen ist, muss ich hier nicht näher beschreiben. Die Aufnahmen haben zumindest mit einer Kamera einigermaßen funktioniert. Nur jetzt kommt’s. Diese Aufnahmen haben wir uns einmal auf dem Laptop angesehen und dann waren sie futsch, also die ganze Mühe umsonst.

Dann erhielten wir von dem Journalisten eine Liste von zahlreichen Stellenangeboten zugesendet. Innerhalb von einem Tag sollten wir (K. und ich) jeweils 4 Arbeitgeber anrufen, bei mehreren Läden wie Bäckerläden vorstellig werden und uns mit dem Inhaber auseinander setzen. Des weiteren sollte ich mich als immerhin Dipl. Psychologe, Systemischer Familientherapeut und Manager für Non – Profit – Organisationen bei zahlreichen Callcentern bewerben und die entsprechenden Bewerbungsgespräche führen.

Ich muss ja wohl niemanden erklären, dass sich kein Hartz IV – Betroffener freiwillig bei einem Callcenter bewirbt, warum muss ich wohl auch nicht erklären. Und was ich mit meinen Qualifikationen da sollte, bleibt so wie so ein Rätsel. Oder was sollte ich da diesem Arbeitgeber noch so alles vorlügen?

Insgesamt sollte K. H. 2 Tage durch die Gegend springen und ich insgesamt 3 Tage. Das alles auch noch zum Nulltarif, also ohne jegliches Honorar. Die Begründung des Journalisten, dessen Namen aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden dazu: „Dies sei ja für einen guten Zeck“. Natürlich arbeitet dieser Journalist selbstverständlich für diesen vermeintlich guten Zweck vollständig ehrenamtlich für den öffentlich rechtlichen Sender. Wer das glaubt kommt in die Hölle, wer es nicht glaubt kommt eher in den Himmel für Arme.

Irgendwann bot er dann immerhin eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro an. Nach dem K. am 2. Tag u.a. zu 6 Arbeitgebern geschickt worden war, erhielt er immerhin nach seiner Aussage ein Mittagessen und 100 Euro. Für meine Tätigkeit habe bis heute nie einen Cent Honorar gesehen, trotz schriftlicher Zusage des Journalisten, per Mail.

Meine Tätigkeit bestand immerhin in aufwendiger Recherchearbeit, das Aufsuchen eines Arbeitgebers unter hohem Stress und Beschimpfungen durch den Arbeitgeber, der mich zu recht als Lügner beschimpfte. Und diversen weiteren Aufnahmen in der Hamburger Innenstadt. Und das ohne jegliches Honorar, noch nicht einmal eine Aufwandsentschädigung.

Das ist als knallharte Ausbeutung pur zu werten!!!

Im übrigen konnte bei Klaus H. kein einziger Arbeitgeber gefunden werden, bei dem es möglich war die Nichteinstellung von über 50ig Jährigen zu thematisieren.

Nach der Zusendung der Liste habe ich sofort jegliche weitere Zusammenarbeit mit diesem Journalisten eingestellt. Was dann erfolgt ist, kann man sich kaum jemand vorstellen. Stundenlang betrieb dieser Journalist bei mir einen unvorstellbaren Telefonterror. Erst klingelte bei mir mein Festnetztelefon an und anschließend erst das eine und dann das andere Handy und das alle paar Minuten und das stundenlang. Solch einen Terror habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Erst als ich den Stecker aus der Telefondose zog und die Handys komplett abschaltete, hatte ich endlich Ruhe. Dachte ich zumindest, doch plötzlich tauchte er auch noch spät Abends mit einem Taxi vor meiner Wohnung auf und brüllte auf der Straße meinen Namen, so dass das für mich selbst im vierten Stock nicht zu überhören war.

Das ist eindeutig strafbares Stalking !!!

Natürlich aus lauter Sorge um meine Person! Wie gesagt wer auch das glaubt kommt in die Hölle und wer das nicht glaubt kommt in den Himmel für Arme.

Leute deshalb dringend Finger weg von öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten und vor allem solch unseriösen Journalisten. Von einem seriösen Journalismus kann hier keine Rede sein!!!!!

Jeder der im Kontakt mit einem Journalisten steht, sollte unbedingt bei Erwerbslosenforen u. ähnlichen Foren diesbezüglich nachfragen. Bei uns sind die Journalisten, die wir hier öffentlich nicht nennen dürfen bestens bekannt.

Noch besser ist, grundsätzlich sich erst gar nicht auf Journalisten einzulassen. Meist werdet ihr doch nur über den Tisch gezogen und oftmals auch noch verunglimpft.

Gegen den Journalisten O. H. ist jetzt erst einmal in schriftlicher Form Beschwerde beim zuständigen Intendanten des Senders eingereicht worden.

In dem Schreiben an den Intendanten des Senders ist von mir klar und deutlich eine weitere Ausstrahlung des Filmbeitrages untersagt worden. Zumindest bezüglich der Inhalte die meine Person betreffen.

Das u. a. vor folgendem Hintergrund. Die Mitwirkung an dem Filmprojekt ist von mir vorzeitig abgebrochen worden, wegen völlig ungeklärter Honorarfragen und der Vorgehensweise des Journalisten O. H. Eigene Wünsche z. B. wurden überhaupt nicht berücksichtigt.

Damit gab es natürlich auch überhaupt kein Einverständnis mehr von meiner Seite aus, bezüglich der Veröffentlichung zu den Filminhalten die mein Person betreffen. Eine erneute Einwilligung hatte der Journalist Oliver H. bei mir nicht eingeholt.

Ebenso werden weitere rechtliche Schritte, als auch die Einschaltung der Staatsanwaltschaft geprüft wegen des Verdachtes des Honorarbetruges, des schweren Stalkings und des Sozialbetruges.

Außerdem werden wir zukünftig sofort bundesweite Warnrufe starten, wenn Journalisten, insbesondere der öffentlich – rechtlichen Sender bei diversen Erwerbsloseninitiativen Anfragen stellen. Uns sind ja im Einzelnen die unseriösen Journalisten bestens bekannt, auch wenn wir deren Namen nicht öffentlich nennen dürfen.

Hoelderlin

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