Rosenaktion am Jobcenter Berlin Mitte

Rosenaktion am Jobcenter Berlin Mitte

Anstiftung zur Zivilcourage:

200 Mitarbeiter des Jobcenters Mitte erhalten den französischen Gewerkschaftstext überreicht …

„Beschäftigte von Jobcentern in Frankreich erklären sich mit den Arbeitssuchenden solidarisch, verweigern Zwangsmaßnahmen gegen sie und weigern sich ’soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung‘.“

Als diese Nachricht bei uns einschlug, waren wir elektrisiert und haben uns länger überlegt, wie sie am schönsten an die Mitarbeiter der Jobcenter in Deutschland zu bringen sei. Wir haben uns entschieden, eine Rosenaktion daraus zu machen:

Nachdem wir am vergangenen Freitag im Großmarkt 200 Rosen erstanden hatten, brachten wir die Erklärung der Franzosen in ein schönes Format und verteilten heute beides zwischen 6 und 8 Uhr vor dem Jobcenter an das eintrudelnde Personal.

Das Erstaunen der Leute war groß, fast alle haben unsere Präsente freundlich angenommen. Mancher, der zunächst nichts annehmen wollte, war dadurch umzustimmen, dass wir ihm zulachten: „Nehmen sie eine Rose, dann können Sie sie ihrer Lieblingskollegin / ihrem Lieblingskollegen schenken“. Oder wir sagten: „Für die jetzt kommende Woche haben wir hier für Sie eine wichtige Inspiration“.

Eine Frau brachte die Präsente allerdings nach kurzer Zeit empört zurück und sagte, dass sie für Sanktionen gegen Hartz-IV-ler sei.

Am längsten und entspanntesten hat mit uns die Personalchefin des Jobcenters gesprochen und sich offen für die Erklärung der Franzosen und das bedingungslose Grundeinkommen interessiert.
Auch sehr interessiert war die „Gleichstellungsbeauftragte“ des Jobcenters, für die wir dann leider keinen Flyer mehr hatten. Aber die Gespräche im Amt haben sie sicher schnell aufgeklärt.

Nach ungefähr eindreiviertel Stunden waren Rosen und Schreiben verteilt. Wir hatten unseren Auftrag erfüllt – und Anregung zu einigen interessanten Diskussionen im Amt gegeben. Fröhlich gingen wir zum Bäcker um die Ecke, wo wir uns bei einem gemeinsamen Frühstück erholten.

http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/sheets/aktuelles/brandbrief/rosenaktion-bericht-2011-08-22.htm

Beschäftigte von Jobcentern in Frankreich erklären sich mit den Arbeitssuchenden solidarisch, verweigern Zwangsmaßnahmen gegen sie und weigern sich, „soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung“…..

Erklärung zur beruflichen und bürgerlichen Ethik von Sud ANPE (Gewerkschaft in der Agentur für Arbeit)

„Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Arbeitsuchenden zu helfen, eine Beschäftigung zu finden und das erwarten die Arbeitsuchenden von uns. Aber es gibt einfach keine Arbeit für alle. Die Zunahme von Gesprächen, die ständigen Aufforderungen zum Besuch der Agentur werden keine Arbeit schaffen, sondern erhöhen nur das Risiko für die Arbeitsuchenden, gezwungen, schikaniert und abgestraft zu werden.
Wir, die Beschäftigten der ANPE, erklären, dass wir auf keine Weise Menschen schaden wollen, die schon durch den Verlust der Beschäftigung und des Einkommens verletzt sind.

Wir verweigern uns, sie auszugrenzen und wir werden keine Streichungen mehr durchführen, ohne vorher die moralischen und menschlichen Folgen mit zu beachten.

Wir schlagen Angebote vor, wir zwingen aber Angebote nicht auf. Wir werden die Arbeitsuchenden nicht zwangsweise in kleine Kästen stecken. Wir erpressen sie auch nicht mit Streichung.

Wir verweigern uns auch, der Wut der Arbeitsuchenden ausgesetzt zu werden. Wir verweigern uns, eine soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung, anstatt als öffentlicher Ratgeber für Beschäftigung agieren zu können.

Weder Arbeitsuchende noch Beschäftigte der ANPE sind verantwortlich für den Zustand des Arbeitsmarktes und für die wachsende Prekarisierung. Wir sind mit den Arbeitsuchenden solidarisch.

Wir weigern uns, falsche Zahlen, unlautere Angebote und leere Unterhaltungen zu produzieren und wir werden unsere beruflichen Praktiken dazu einsetzen, den Nutzern unserer Dienste zu helfen, im vollen Respekt ihrer bürgerlichen Rechte.“

Die Beschäftigten der ANPE aus Tarn sind gewerkschaftlich organisiert bei SUD (Sud-anpe.81@wanadoo.fr).

Erklärung als PDF – Datei:

Klicke, um auf rosenaktion-text-2001-08-22.pdf zuzugreifen

Reichtum verpflichtet – Der Staat hat sich verausgabt. Jetzt müssen die Wohlhabenden mehr abgeben.

Reichtum verpflichtet

Der Staat hat sich verausgabt. Jetzt müssen die Wohlhabenden mehr abgeben.

Holger Meyer ist an diesem Tag wieder unterwegs, um Geld in Erde zu verwandeln. Es ist ein warmer Augustmorgen, Meyer hat sein Karohemd aufgeknöpft, ein paar weiße Brusthaare schauen hervor. Er steigt aus seinem Gelände-BMW und greift in den Acker. Meyer fühlt die Krume, lobt den Kiesanteil. 16 Hektar in der Kölner Bucht. Deutschlands bester Boden, sagt Meyer. Es wird nicht lange dauern, bis das Geld kommt.
Holger Meyer, 56, ist ein ungewöhnlicher Immobilienmakler. Altbauwohnungen in bester Lage interessieren ihn nicht. Meyer verkauft Äcker, Wälder, Blumenwiesen, seit 15 Jahren schon. Er mag die Natur, den Geruch der Felder, das war immer so. Neu sind die Kunden, die Meyer jetzt hat.

Früher waren es Bauern, die zu ihm kamen. Jetzt sind es Manager, Unternehmer, reiche Erben. Sie bringen Geld mit, das vorher vielleicht eine Aktie war, ein Optionsschein, eine Griechenland-Anleihe. Geld, das Rendite sucht und eine sichere Anlage.

Weiterlesen, Die Zeit – Online:

http://www.zeit.de/2011/36/Reiche

Reiche Hamburger wollen mehr Steuern zahlen

Hamburger Abendblatt, 01.09.2011

Reiche Hamburger wollen mehr Steuern zahlen

Auch Versandhaus-Inhaber Michael Otto ist dazu bereit. SPD lobt „sozialen Patriotismus

Hamburg. Staatsschulden, Eurokrise, Haushaltslöcher – die grassierende Finanzmisere treibt auch wohlhabende Deutsche um. Um das Gemeinwohl zu stärken, erklären sich vier Prominente nun bereit, höhere Steuern zu zahlen.

„Ich hätte kein Problem, wenn der Spitzensteuersatz angehoben würde“, sagte der Hamburger Versandhaus-Inhaber Michael Otto der Wochenzeitung „Die Zeit“. Das bringe viel mehr, als Diskussionen über eine Vermögenssteuer wieder aufzuwärmen. Auch Martin Kind, Hörgeräteunternehmer und Präsident des Fußballvereins Hannover 96, würde eine höhere Steuerbelastung akzeptieren – „verbunden mit der Verpflichtung des Staates, die Mehreinnahmen ausdrücklich zur Schuldentilgung zu verwenden“.

Weiterlesen, Hamburger Abendblatt

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2010935/Reiche-Hamburger-wollen-mehr-Steuern-zahlen.html

Die unbekannte Trittin-Rente – Flaschensammeln für Arme jetzt auch im Internet

Die unbekannte Trittin-Rente

Rudolf Stumberger 01.08.2011

Neu: Flaschensammeln für Arme jetzt auch im Internet

Sie steht ganz im Schatten der Riester-Rente und kaum einer kennt sie: die Trittin-Rente. Eingeführt während der rotgrünen Regierungskoalition wurde sie lange von den anderen grünen Großtaten wie dem Nato-Krieg in Jugoslawien und der Einführung von Hartz IV überdeckt. Doch nur Wenige nahmen wahr, dass hier mit dem Dosenpfand unter dem grünen Minister Jürgen Trittin eine bedeutende Sozialpolitik auf den Wege gebracht wurde.
All den politisch erzeugten Hartz IV-Empfängern, Niedriglöhnern und künftigen Armuts-Rentern steht mit dem 2003 eingeführten Dosenpfand von immerhin 25 Cent pro Plastikflasche eine üppige zusätzliche Einnahmequelle zur Verfügung, um am Monatsende nicht nur in das Tischeck beißen zu müssen. Jetzt wurde die Trittin-Rente durch die Vernetzung über das Internet sogar noch effektiver gestaltet!

Bisher musste man sich die Trittin-Rente durch das Herumwühlen in Abfalleimern oder Müllkippen etwas mühsam erarbeiten. Längst ist man in den Großstädten mit jenen Gestalten vertraut, die mit großen Plastiktüten am Arm durch die urbane Landschaft auf der Jagd nach Bierdosen, Pfandflaschen, leeren Pet-Behältern streifen. Hier der Griff in die versifften städtischen Abfallbehälter, dort das Abräumen von ausgesoffenen und stehen gelassenen Bierflaschen. Wie von unsichtbarer Hand regelt auch der Flaschenpfand-Markt alles und die lockende Aussicht auf diesen oder jenen von den Hartz-Behörden unregistrierten Euro bringt quer durch ganz Deutschland eine kleine Heerschar von Bedürftigen auf die Beine – weil halt der Anreiz stimmt!

Weiterlesen, Telepolis

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35231/1.html

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

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