Forschungsprojekt Verwaltungspraxis SGB II in Jobcentern in Hamburg

Forschungsprojekt Verwaltungspraxis SGB II in Jobcentern in Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir brauchen Ihre Unterstützung bei der Durchführung eines Forschungsprojektes. Thema des Forschungsprojektes ist die Verwaltungspraxis des SGB II in den Jobcentern in Hamburg. Im Zentrum stehen dabei die subjektiven Erfahrungen von Leistungsberechtigten. Ergänzend soll die Sicht von verschiedenen ExpertInnen auf diese Praxis einbezogen werden, da diese durch ihre berufliche/beratende Tätigkeit über eine übergreifende Perspektive auf die vorhandenen Problemlagen verfügen. So können die subjektiven Sichtweisen der Leistungsberechtigten mit einer kritischen Einschätzung von ExpertInnen kombiniert werden.
Wir bitten Sie um Unterstützung bei der Gewinnung von InterviewpartnerInnen aus dem Kreis der Leistungsberechtigten und dem Kreis der ExpertInnen.

Zur Vorstellung des Projektes und zum Gespräch, darüber, wie Sie uns unterstützen könnten, laden wir Sie deshalb ganz herzlich ein.

Montag, den 31. Oktober / Von 17 Uhr – 18 Uhr 30
Dorothee-Sölle-Haus
Königstraße 54
Hamburg-Altona, Raum 8 im Erdgeschoß

Im Folgenden noch einige Informationen, damit Sie sich ein genaueres Bild machen können:

Das Forschungsvorhaben findet im Rahmen des Projektes Einspruch SGB II Hamburg statt. Das Projekt Einspruch SGB II Hamburg will den Problemen im Behördenalltag des SGB II öffentliches Gehör verschaffen. Einspruch SGB II Hamburg ist ein Projekt des Diakonischen Werkes Hamburg und der evangelischen Kirchenkreise und wird unterstützt von: Sozialpolitische Opposition Hamburg, Netzwerk SGB II Hamburg, ver.di Landesbezirk Hamburg, Sozialverband Deutschlands LV Hamburg, Hinz & Kunzt.

Neben dem Forschungsprojekt zur Verwaltungspraxis aus der Perspektive von Leistungsberechtigten und ExpertInnen planen wir eine Informations- und Anlaufstelle, bei der Leistungsberechtigte ihre Erfahrungen mit den Jobcentern berichten können. Diese Beispiele aus der Verwaltungspraxis werden dokumentiert und gesammelt und in geeigneter Weise öffentlich gemacht. Im Projekt Einspruch SGB II Hamburg kooperieren wir im Netzwerk SGB II mit sozialen Beratungsstellen, Rechtsanwälten und Erwerbslosen und sozialen Initiativen, Sozialverbänden und Gewerkschaften. Im Netzwerk SGB II werden Veranstaltungen und andere Aktivitäten abgestimmt.

Das Forschungsprojekt dient dazu, in konzentrierter Weise die Erfahrungen von Leistungsberechtigten und ExpertInnen mit der SGB II Praxis in Hamburg aufzuarbeiten.

Wir machen das Projekt, weil wir immer wieder feststellen müssen, dass Menschen in den Jobcentern nicht umfassend und verständlich über ihre Rechte informiert werden und dass sie sich wie Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse wahrgenommen fühlen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts und der Informations- und Anlaufstelle wollen wir in die politische Diskussion über die Veränderung und Verbesserung der Ämterpraxis in Hamburg einbringen. Eine mögliche Perspektive ist die Finanzierung einer unabhängigen Ombudsstelle mit öffentlichen Mitteln.

Unser Projekt ist völlig unabhängig vom Jobcenter team.arbeit.hamburg. Wir bekommen vom Jobcenter team.arbeit.hamburg weder Geld für dieses Projekt noch geben wir Informationen an die Behörden weiter. Die Finanzierung erfolgt über eigene Mittel von Diakonie und Kirche. Den InterviewpartnerInnen sichern wir Anonymität zu und verpflichten uns zur Einhaltung strengsten Datenschutzes.

Sicher interessiert Sie auch, wer die Untersuchung durchführt. Sie wird von einem Team von Forscherinnen und Forschern durchgeführt, die über viel Erfahrungen mit qualitativen Untersuchungen in den Feldern Veränderungen der Arbeit, Arbeitslosigkeit, Armut, Geschlechterverhältnisse, Sozialstaatsentwicklung, aktivierende Sozial- und Arbeitsmarktpolitik verfügen. Beteiligt sind Ariadne Sondermann (MA Soziologie), Kathrin Englert (MA Gender und Arbeit), Matthias Lackner (Diplom-Soziologe, MA Verwaltungswissenschaft) und Jonte Plambeck (Diplom-Politologe).

Die Untersuchung zur Verwaltungspraxis soll im November 2011 beginnen und im Juni 2012 abgeschlossen sein. Die Einzelinterviews mit den Leistungsberechtigten sollten im Dezember 2011 und Januar 2012 durchgeführt werden. Die Einzelinterviews mit den Expertinnen und Experten sollen so früh wie möglich stattfinden, ebenso die Gruppendiskussion mit ihnen.

In den leitfadengestützten Interviews können die Leistungsberechtigten berichten, welche Erfahrungen sie mit Behörden machen. Dabei soll vertieft auf Beispiele und Konfliktverläufe negativer Behandlung in den Jobcentern eingegangen werden. Herausgearbeitet werden soll, was eine gute oder eine schlechte, unwürdige Praxis ausmacht. Thematisiert werden auch Wünsche, Forderungen und Verbesserungsvorschläge. Die ExpertInnen werden zu Ihren Erfahrungen mit dem Umgang der Jobcenter mit Leistungsberechtigten befragt. Thematisiert werden sollen hier neben der Wahrnehmung der Verwaltungspraxis aus der je eigenen Perspektive und den Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung in der je eigenen Praxis auch die Entwicklung der Verwaltungspraxis in der existenziellen Absicherung von Erwerbslosen und Menschen mit geringem Einkommen.

Neben der Expertise der Leistungsberechtigten selber möchten wir die Perspektiven von ExpertInnen aus folgenden Bereichen im Forschungsprojekt aufnehmen:

· Beraterinnen und Beratern aus der Sozialberatung
· ÄmterbegleiterInnen
· Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen
· Sozialrichter/ Sozialrichterinnen
· Selbstorganisationen
· Verbände

Bei den Leistungsberechtigten selber sollen folgende Gruppen repräsentiert sein:

· Jugendliche und Jungerwachsene
· Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund
· Alleinerziehende
· Alleinstehende
· Leistungsberechtigte mit PartnerInnen und Kindern
· Ältere Leistungsberechtigte
· Leistungsberechtigte in Maßnahmen

Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass die Perspektive von zentralen Akteuren in diesem Konfliktfeld, nämlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jobcenter, in diesem Forschungsvorhaben allenfalls indirekt auftaucht. Uns ist die Perspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern so wichtig, dass wir mit anderen Interessierten ein eigenes Forschungsprojekt darüber angeregt haben.

Wir hoffen, dass wir mit diesen Informationen Ihre Aufmerksamkeit gewonnen haben und freuen uns sehr über Ihre Teilnahme an der Veranstaltung und über die Unterstützung des Vorhabens.

Bitte melden Sie sich bis zum 17. Oktober per E-Mail bei
voelker@diakonie-hamburg.de an.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Völker

Diakonisches Werk Hamburg – Landesverband der Inneren Mission e. V.
Referat Arbeitslosigkeit und Existenzsicherung
Königstraße 54
D-22767 Hamburg
Telefon 040 30 62 0-325
Fax 040 30 62 0-328
Voelker@diakonie-hamburg.de
http://www.diakonie-hamburg.de

Amtsgericht Hamburg VR 53 96

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung
Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

%d Bloggern gefällt das: