Die Kanzlerin entdeckt die Basis

Die Kanzlerin entdeckt die Basis

KOMMENTAR VON ULRICH SCHULTE

Nein, die Kanzlerin hat nicht über Nacht ihr Herz für die Arbeiterklasse entdeckt. Dass Angela Merkel einen Mindestlohn gutheißt, ja die „Würde der Arbeit“ als brennendes gesellschaftliches Problem neu entdeckt, hat vor allem taktische Gründe. Die Mindestlohn-Offensive dient eher der Profilierung der Kanzlerin als dem Ziel, die Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu beenden.

Zunächst ist völlig offen, ob die FDP diese neue Demütigung schluckt oder ob sie – den Koalitionsvertrag im Rücken – auf stur schaltet. Ebenso offen ist, ob beim parteiinternen Diskurs der CDU am Ende tatsächlich ein Mindestlohn herauskommt, der über der Lächerlichkeitsschwelle liegt.

Weiterlesen in der taz:

http://www.taz.de/Debatte-um-Mindestlohn/!81006/

Siehe auch: „CDU übt sich im interpretieren:“

http://www.taz.de/Debatte-um-Mindestlohn/!81006/

Neues aus der Anstalt vom 18.10.2011

Neues aus der Anstalt vom 18.10.2011

Livestream zum Occupy – Camp vor der HSH – Nordbank in der Hamburger Innenstadt

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=occupyhamburg&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from occupyhamburg at livestream.com

Hier nun auch der Livestream zu Occupy Berlin

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=undergroundreports&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from undergroundreports at livestream.com

Sanierung der Finanzen durch immer mehr Armut und Ausbeutung? – Wie denn sonst!

Sanierung der Finanzen durch immer mehr Armut und Ausbeutung? – Wie denn sonst!

Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, den 02.11.2011 um 19:00 im MTZ in Hamburg, Lindenallee 72

1.

Eben noch wurde die Finanzbranche von der Politik gerettet. Und was ist der Dank der Finanzmärkte? Sie setzten den Euro-Staaten die „Pistole auf die Brust“ und verlangen eine Konsolidierung der Staatsschulden. Vielen Euro-Staaten werden die Schuld-Zinsen so weit hochgesetzt, dass ihnen die Zahlungsunfähigkeit droht. Selbst fanatische Anhänger der Marktwirtschaft regt diese Dreistigkeit der Banken gegenüber ihren Rettern so auf, dass sie mehr Kontrolle der Finanzmärkte fordern. Und sogar Linke meinen, dass sie sich bei dem Konflikt zwischen Banken und EU-Staaten auf die Seite der Regierungen schlagen müssten. Diese Parteilichkeit für die Politik wird so weit getrieben, dass man die Politik als das ohnmächtige Opfer der Finanzmärkte darstellt. Statt der Regierungen sollen die Banken dafür verantwortlich sein, dass nun die Staatshaushalte auf Kosten all der Menschen saniert werden, die nicht von Kapitaleinkünften leben.

2.

Diese Politik zur Sanierung der Finanzen schafft immer mehr Armut und Ausbeutung, und der Widerstand der Betroffenen dagegen ist bitter nötig. Schon deswegen ist ein Freispruch für die Politiker, die genau das planen, völlig verfehlt. Die einseitige Schuldzuweisung an die Finanzmärkte ist zudem sachlich falsch. Senkung von Lohn und Lebensstandard der Bevölkerung kam ja nicht erst durch die Banken auf die politische EU-Agenda, sondern wurde schon lange vor der Finanzkrise im „Lissabon-Prozess“ beschlossen. Es ging und geht um die Steigerung des Wirtschaftswachstums. EU-übergreifend werden seitdem ständig Reformen durchgesetzt: Anhebung des Rentenalters, Privatisierungen, Kostensenkung im Gesundheitswesen und immer mehr billige Arbeit durch Arbeitsmarktreformen. Hierzulande entstand daraus ein Niedriglohnsektor, der Deutschland zu einem so erfolgreichen Niedriglohnland gemacht hat, dass weite Teile Südeuropas da nicht mehr mithalten können.

3.

Natürlich gibt es massenweise Staaten, die tatsächlich ziemlich machtlos den Ansprüchen ihrer Gläubiger gegenüber stehen. Es handelt sich um Länder mit einem chronischen Außenhandelsdefizit, deren Staatsmacht notorisch auf immer neue Auslandskredite angewiesen ist und ständig am Rand der Zahlungsunfähigkeit steht. Anders sieht es aber mit den Saaten aus, in deren Metropolen die Finanzmärkte angesiedelt sind. Sie haben sich ganz freiwillig verschuldet, weil ihnen die Staatsverschuldung lauter Konkurrenzvorteile geboten hat. Statt das Kapitalwachstum durch Steuern zu behindern, bedienen sie sich der Finanzmärkte. Alte Schulden werden prinzipiell durch neue Kreditaufnahme bezahlt. Jedes Wirtschaftswachstum ist für sie nur ein Grund, die Neuverschuldung zu steigern. Die geliehenen Gelder werden eingesetzt um ihr Wirtschaftswachstum zu fördern. Ganze Industrien wurden damit aufgebaut, ohne dass die Mittel vorher bei ihnen erwirtschaftet werden mussten. Mit Billionen Staatsschulden haben die erfolgreichen Staaten zudem Kriege finanziert – die USA ist da nur ein besonders krasses Beispiel. Auf diese Vorteile durch eine weltweit operierenden Finanzbranche wollen Merkel & Co auch in Zukunft nicht verzichten. Deswegen tun sie alles um die Finanzbranche möglichst leistungsfähig zu halten.

4.

Deswegen hatte die staatliche Rettung der „notleidenden Banken“ oberste Priorität, als vor ein paar Jahren die Bankenkrise ausbrach. Die Finanzhaie hatten die Krise zwar selber verursacht; die ganzen wertlosen „Assets“ hatten sie selber produziert und sich damit gegenseitig begaunert. Logisch, dass sie sich gegenseitig nicht mehr trauten und der gegenseitige Kredit der Banken zusammenbrach. Damit trat eine akute Gefährdung der angeblich so „gesunden Realwirtschaft“ ein, die ja zur Erweiterung ihrer Geschäfte ständig auf Kredite angewiesen ist. Um die Fähigkeit der Banken zur Kreditvergabe zu retten, griffen die kapitalistischen Staaten zum bewährten Mittel der Staatsverschuldung. Paradoxerweise liehen sie sich Geld von genau der Branche, die am Rand des Zusammenbruchs stand und sanierten damit vor allem die Institute, die bei der gegenseitigen Begaunerei den Kürzeren gezogen hatten. Die meisten wertlosen „Assets“ befinden sich nun in Staatsbesitz. Die Staatsschulden sind dadurch drastisch gestiegen. Die Finanzbranche bekam durch die Staatsschulden eine lukrative und sichere Einnahmequelle.

5.

Seit Ausbruch der Bankenkrise haben sich die Finanzhaie mit staatlichen Wertpapieren regelrecht vollgesogen. Der (angebliche) Wert der deutschen Staatsschuld-Papiere im Besitz der Finanzinstitute beträgt mehr als 80% des deutschen Inlandprodukts, bei Griechenland sind 120-150%, was Japan betrifft sind es sogar ca. 200%. Dieser Verschuldungsgrad stellte erstmal für die Finanzmärkte kein Problem dar. In sicherer Gewinnerwartung haben sie die Papiere erworben und haben damit selber zur ansteigenden Verschuldung ihren Teil beigetragen. Nur: inzwischen ist bei den Finanzakteuren wieder das alte Misstrauen erwacht. All die Neuschulden haben die Staaten nicht etwa zur Steigerung des Wirtschaftswachstums verwendet, sondern zum Ankauf eben jener Schwindelpapiere, welche die Finanzhaie ja selber produziert hatten. Sie wissen selber, dass Wirtschaftswachstum kein Selbstgänger ist, jedenfalls üben sie bei der Kreditvergabe an die Realwirtschaft noch immer vornehme Zurückhaltung, weil sie nicht mit einem kommenden Wirtschaftsboom im Euroraum und den USA rechnen. Daher kamen sie zu dem Urteil, dass es mit der Bonität der Staatsschulden in der Regel nicht all zu gut steht. Dieses Urteil exekutieren sie jetzt. Die durch die gesenkte Bonität unweigerlich steigenden Zinsen für die übliche Neuverschuldung treiben jetzt selbst Euro-Staaten in die Zahlungsunfähigkeit. Das wird gerade mit Griechenland durchgezogen.

6.

Die aus der griechischen Zahlungsunfähigkeit resultierende Entwertung der griechischen Wertpapiere bringt allerdings die Finanzwirtschaft selber wieder in genau die Gefahr, aus der sie nach der Lehman-Pleite „gerettet“ wurde. Um deren erneute Rettung geht es Merkel & Co – und keineswegs um die Rettung Griechenlands. Der Ausverkauf dieses Landes zur möglichst umfassenden Bedienung der Schuldendienste wird das Land so ruinieren, dass dort langfristig kein Wirtschaftswachstum mehr stattfinden wird. Was die europäischen Führungsmächte so aufregt: diesmal würde die Entwertung der Bankrücklagen vor allem die Finanzmärkte in Europa treffen. Damit steht tatsächlich ihre ganze globale Macht auf dem Spiel, die sie mit der weltweiten Etablierung der in Frankfurt gedruckten Euro-Zettel als (Reserve-)Weltwährung erlangt haben. Wenn sie nun die Bevölkerung für die Sanierung der Finanzen haftbar machen, werden sie mit nie gekannter Rücksichtslosigkeit vorgehen – Grund genug für die Betroffenen, nicht nur den Finanzhaien, sondern auch ihren staatlichen Nutznießern das Handwerk zu legen!

Mitveranstalter: Liga gegen den Imperialismus

http://liga-gegen-den-imperialismus.de/

Quelle Sozialforum Eimsbüttel, http://www.sofo-eimsbuettel.de/ , 25.10.11

Livestream zum Occupy – Camp vor der HSH – Nordbank in der Hamburger Innenstadt

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=occupyhamburg&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from occupyhamburg at livestream.com

Hier nun auch der Livestream zu Occupy Berlin

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=undergroundreports&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from undergroundreports at livestream.com

FORSA-Umfrage: 79 % gegen Senkung des Rentenbeitrags

FORSA-Umfrage: 79 % gegen Senkung des Rentenbeitrags

Eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger spricht sich dafür aus, auf eine Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und stattdessen die Überschüsse der gesetzlichen Rentenverscherung zur Vermeidung von Altersarmut einzusetzen.

Nach einer FORSA-Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes [DGB] votieren 79 Prozent der befragten Bundesbürger dafür, die Milliardenüberschüsse für die Bekämpfung von Altersarmut zu verwenden. Dieser Ansicht sind vor allem die jungen Generationen (82 Prozent der 18 bis 44 Jährigen). Nur 12 Prozent der Befragten geben an, dass die Überschüsse genutzt werden sollten, um die Beiträge zur Rentenversicherung zu senken. Auch unter den Anhängern der Koalitionsparteien CDU/CSU und FDP sprechen sich lediglich 21 bzw. 22 Prozent für eine Beitragssatzsenkung aus. 

Zu den Ergebnissen der Umfrage sagte Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenen DGB-Bundesvorstandes, am Dienstag in Berlin:

„Das Ergebnis der FORSA-Umfrage zeigt, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit im Alter ist. Der von der Koalition geplanten Beitragssenkung erteilen sie eine klare Absage. Die Menschen verzichten lieber auf eine geringfügige Entlastung beim Rentenbeitrag, wenn im Gegenzug mehr gegen Altersarmut getan wird und zum Beispiel die Rente mit 67 abgeschafft wird. Die Tatsache, dass sich auch ein klare Mehrheit der Anhänger von Union (71 Prozent) und FDP (64 Prozent) gegen eine Beitragssenkung aussprechen, sollte die Bundesregierung zum Umdenken bewegen.

Die Menschen wollen mehr Sicherheit im Alter und keine scheinbaren Entlastungen, wenn klar ist, dass sie den Rentenkürzungen ewig hinterhersparen müssen. Besonders bemerkenswert ist, dass auch die junge Generation diesen leeren Versprechungen nicht auf den Leim geht. Die Umfrage zeigt vielmehr, dass die Befürchtung im Alter zu verarmen, gesellschaftlich extrem weit verbreitet ist. Aufgrund der Rentenkürzungen um bis zu 30 Prozent, der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und der Rente mit 67 wird Altersarmut für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einer ernsten Gefahr.

Wir fordern die Koalition deshalb nachdrücklich auf, die geplante Beitragssatzsenkung für die nächsten Jahre auszusetzen und den Rentenbeitrag stabil bei 19,9 Prozent zu halten. Die finanziellen Spielräume sollten zur wirksamen Vermeidung von Altersarmut genutzt werden. Dazu gehören neben einer ‚Rente nach Mindesteinkommen’, die ohnehin aus Steuern finanziert werden sollte, vor allem eine tatsächlich wirksame Verbesserung der Erwerbsminderungsrente, die Erhöhung des Rehabudgets, die Abschaffung der Rente mit 67 und flexible abgesicherte Rentenübergänge. Ein solches Sofort-Programm ist die sinnvolle Alternative zu den weitgehend wirkungslosen Vorschlägen der Koalition im Rahmen des ‚Rentendialogs‘.

Wenn der Beitragssatz stabil bei 19,9 Prozent bleibt, steigt die Nachhaltigkeitsrücklage bis zum Jahr 2015 nach den bisherigen Prognosen auf über 65 Milliarden Euro (knapp 3,9 Monatsausgaben). Bis 2020 würde die Reserve weiter auf ca. 94 Mrd. Euro (über 5,5 Monatsausgaben) anwachsen. Damit stünden jährlich acht Milliarden Euro zur Verfügung, um Leistungsverbesserungen zu ermöglichen und gleichzeitig ein Polster für die Jahre nach 2020 aufzubauen. Die Beitragsziele der Bundesregierung (20 Prozent im Jahr 2020 und 22 Prozent in 2030) können trotz dieser wirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut erreicht werden.“

Siehe auch DGB Rente mit 67 nicht vertretbar:

http://www.ichwillrente.net/?id=308

DGB – Umfrage 6 oder 67:

http://www.ichwillrente.net/

Hochqualifizierte Arbeitslose gehen an die Öffentlichkeit!

Hochqualifizierte Arbeitslose gehen an die Öffentlichkeit!

MITTWOCH, DEN 01. JUNI 2011

GESCHRIEBEN VON: REDAKTION

(NOZ-NEWS) – In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, darin sind sich Politik, Wirtschaftsverbände und Bundesarbeitsagentur einig. Dass dies propagierter Schwachsinn ist, spüren vor allem arbeitslose Akademiker und andere Hochqualifizierte, die auch nach zahlreichen Bewerbungen keinen Arbeitsplatz finden. In Gießen organisierten 25 Betroffene eine Interessenvertretung für hochqualifizierte Hartz-IV-Empfänger, denn die Tendenz zeigt deutlich auf: Wir müssen die Initiative selbst ergreifen und an die Öffentlichkeit gehen!

Schildbürgerstreich? Medienkrimi? Oder großangelegtes Lohndumping? Tatsache ist: Wenn das Thema Fachkräftemangel nicht so ernst wäre und es nicht so viele geschädigte Betroffene gäbe, wäre die Geschichte fast schon komisch. Denn alle, wirklich alle, haben mitgemacht: Verbände, Arbeitsagentur und die ach so kritischen Medien beim Fachkräfte-Mangel-Chor. Hinter vorgehaltener Hand vermuten Betroffene Manipulationen durch die Arbeitgeberseite mit dem Ziel, durch eine große Auswahl an gut ausgebildeten, örtlich flexiblen Arbeitskräften, die Löhne zu drücken.
Gießen ist kein Einzelfall, bundesweit finden Hochqualifizierte nach intensiven Bemühungen keine Beschäftigung. Auch in anderen Städten sollten sich daher Betroffene zusammenschließen, um öffentlich das Lügengebilde des Fachkräftemangels zu entlarven.

Gießener Anzeiger vom 30.05.2011

Die Anzahl der Akademiker und Hochqualifizierten unter den Beziehern des Arbeitslosengeldes II (ALG II) sei marginal, teilte die Bundesagentur für Arbeit im März mit. Eine Studie des DGB allerdings ermittelte das Gegenteil. Sieben Prozent der Hartz-IV -Empfänger, wie das ALG II gemeinhin heißt, seien Akademiker oder Hochqualifizierte. In Gießen haben die Betroffenen nun begonnen, sich zu organisieren und gegenseitig zu unterstützen.

Insgesamt 25 hochqualifizierte Hartz IV-Empfänger folgten dem ersten Aufruf der „Fairtrade-Initiative für soziale Gerechtigkeit“ zur Gründung einer Interessenvertretung für arbeitslose Akademiker und andere Hochqualifizierte. Denn die Biotechnologen, IT-Spezialisten, Geowissenschaftler, Biologen, Ingenieure, Sozialpädagogen, zum Teil mit hochwertigen Zusatzqualifikationen bis hin zum Zweitstudium, finden trotz intensiver Suche und unzähligen Bewerbungen keinen Arbeitsplatz.

„An Öffentlichkeit gehen“

Fortbildungsangebote sind bei der Bundesagentur nicht vorgesehen, Hilfen anderer Art auch nicht. Dabei ist es wichtig, die Qualifikationen zu aktualisieren und zu erweitern, da diese einem raschen Verfall unterliegen. Die Hochqualifizierten sind im System schlicht nicht vorgesehen. „Wir müssen aus dieser Nichtexistenz heraus treten und an die Öffentlichkeit gehen“, sagt Melanie Naumann. Die allein erziehende Mutter und Diplom-Biologin hatte bereits das erste Treffen organisiert, zu dem 25 arbeitslose Akademiker in die Räume der Gießener Arbeitsloseninitiative kamen.

Nachzulesen in NOZ News / Nachrichten ohne Zensur

http://noz-news.com/deutschland/soziales/2336-hochqualifizierte-arbeitslose-gehen-an-die-oeffentlichkeit.html

An der Kleiderkammer scheiden sich die Geister – Leben in der Armut

An der Kleiderkammer scheiden sich die Geister – Leben in der Armut

Reinickendorf-Süd, Wedding, Marzahn: In manchen Orten lebt jedes zweite Kind unter der Armutsgrenze

VON ALISSA STARODUB

Mark hat es eilig. Zwar will der Zwölfjährige nach der Schule noch nicht nach Hause gehen. Aber vor dem Einkaufszentrum Marzahn Ost zerdeppert ein Betrunkener eine Bierflasche. „Bald hamwa nich ma was zu fressen. Scheiß Politik!“, brüllt er. Mark geht schneller, nimmt eine Abkürzung durchs Gebüsch. Der Trampelpfad führt ihn zu einem in Regenbogenfarben gestrichenen Bungalow, der zwischen den grauen Plattenbauten fast surreal wirkt. „Jugendhaus Bolle“ steht neben der Eingangstür.

Hier verbringt der schmächtige Junge jeden Nachmittag. „Wenn es das Bolle nicht gäbe, würde ich auf der Straße chillen“, sagt Mark. Früher habe er am S-Bahnhof Marzahn abgehangen. Jetzt sitzt er auf dem Sofa und spielt ein Gesellschaftsspiel, während es draußen stürmt.

Weiterlesen in der taz vom 24.10.2011

http://www.taz.de/Leben-in-Armut-/!80562/

Zocken bis der Staat hilft – Reißt uns die Finanzindustrie in den Abgrund?

Zocken bis der Staat hilft – Reißt uns die Finanzindustrie in den Abgrund?

Subprime-Krise in den USA, drohende Staatsbankrotte, wann platzt die nächste Blase? Hunderte von Milliarden schwerer Risiken schlummern in den Bad Banks der Deutschen; Hinterlassenschaften zockender Banker und enthemmter Finanzjongleure. Sie werden jeden deutschen Steuerzahler Tausende von Euro kosten. Und dieselben Banken tarnen und täuschen uns weiter über das gegenwärtige Risiko. Schon wieder haben sie milliardenschwere Staatsanleihen fragwürdiger Qualität in ihren Depots. Was die wert sind, weiß keiner.

Dabei hieß es doch hier im Land: Die Amerikaner sind schuld. Ohne bankrotte Hausbesitzer in den USA und die US-Pleitebanken wäre deutschen Banken nichts passiert. Ein Märchen? Es waren grade die Landesbanken mit Staatsgarantie, die unkontrolliert, gierig und unfähig die schlimmsten Giftpapiere gekauft haben. Auch noch, als die Welt längst wusste, dass die Blase platzt. Die dummen Deutschen kaufen weiter, amüsierten sich die Insider in London und an der Wall Street. Deutsche Banken waren mit die schlimmsten Zocker, sagt Leo Müller, Autor eines Buches mit dem Titel „Bankräuber“ und Experte für Finanzkriminalität. Und dann waren deutsche Landesbanken die trickreichsten Bilanztäuscher, aber immer mit Deckung der höchsten Politik.

Wiltrud Kremer und Brigitte Schalk treffen auf der Suche nach Ursachen und neuer Krisengefahr vermeintlich Unschuldige, bankrotte amerikanische Häuslebauer, ehemalige Top-Banker und deutsche Politiker. Die Deutschen sind nicht in die Finanzkrise hineingerutscht. Viele haben kräftig mitgezockt. Und die deutsche Politik hat Wettpate gespielt. Auch zwei Jahre nach der Finanzkrise ist sie weder aufgearbeitet noch haben die Deutschen viel daraus gelernt.

Film von Wiltrud Kremer und Brigitte Schalk

Siehe auch bei Phoenix:

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/zocken_bis_der_staat_hilft/334109?datum=2011-10-24

Zocken bis der Staat hilft – Reißt und die Finanzindustrie in den Abgrund?

Livestream zum Occupy – Camp vor der HSH – Nordbank in der Hamburger Innenstadt

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=occupyhamburg&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from occupyhamburg at livestream.com

Hier nun auch der Livestream zu Occupy Berlin

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=undergroundreports&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from undergroundreports at livestream.com

Erfurter Parteitag der Linken – Rede von Oskar Lafontaine, Alexis Tsipras und Gregor Gysi

Erfurter Parteitag der Linken – Rede von Oskar Lafontaine, Alexis Tsipras und Gregor Gysi

Da die Rede von Oskar Lafontaine auch auf Phoenix kaum übertragen worden ist, soll das auf Hoelderlin.blog für alle Interessierte nachgeholt werden.

»Gemeinschaftseigentum ist unsere Antwort auf viele Fragen der Zeit« Rede von Oskar Lafontaine

Rede von Alexis Tsipras (Griechenland)

Rede von Gregor Gysi auf dem Erfurter Parteitag der LINKEN

"Hebt Euer Geld ab !": Macht mit am Bank Transfer Day am 5. Nov. 2011

„Hebt Euer Geld ab !“: Macht mit am Bank Transfer Day am 5. Nov. 2011
==============================================================

Die Occupy Bewegung breitet sich auch in Deutschland aus, neben Demonstrationen und Zeltlagern rufen sie jetzt zu einem weltweiten Banken Aktionstag auf, jeder soll um den 5. Nov. sein Geld von großen Banken abheben. Wenn sich viele an der Aktion beteiligen, wird mit dem massenhaften Geldtransfer von den Banken das Finanzsystem erheblich ins Wanken gebracht, auch dies ist ein Weg der Gier der Banken eine rote Karte zu zeigen.

Es besteht die Chance, dass sich aus den Occupy Aktivitäten eine neue soziale Bewegung entwickelt, die sich gegen die Macht des Kapitals und des Profits auflehnt. Hier sollten sich Erwerbslose engagieren, Geld abheben wird weniger die Aktionsform sein, aber sie könnten bei den Zeltlagern in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Düsseldorf usw. mitmachen. Die dort Aktiven sollten durch Solidaritätsbesuche, Grußbotschaften, Spenden oder einfach mal ne Kanne Kaffeé unterstützt werden oder macht bei der Bankaktion mit.

Wie funktioniert Geld?

Livestream zum Occupy – Camp vor der HSH – Nordbank in der Hamburger Innenstadt

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=occupyhamburg&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from occupyhamburg at livestream.com

Hier nun auch der Livestream zu Occupy Berlin

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=undergroundreports&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from undergroundreports at livestream.com

Und hier nun der vollständige Bericht per Ton und Video: „Empört Euch“; „Echte Demokratie jetzt“ – Occuby in Hamburg am 15. 10. 2011

Und hier nun der vollständige Bericht per Ton und Video: „Empört Euch“; „Echte Demokratie jetzt“ – Occuby in Hamburg am 15. 10. 2011

Jetzt auch mit Livestream zum Occupy – Camp in der Hamburger Innenstadt vor der HSH – Nordbank am Ende des Berichtes!

15.10.2011 Bündnis 15O echte Demokratie jetzt Hamburg! Teil 1

15.10.2011 Bündnis 15O echte Demokratie jetzt Hamburg! Teil 2

Bericht von utopieTV

Occupy H(S)H Camp 17.10.2011 Hamburg

Reportage von Tide-Radio – Occupy Hamburg

http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data7.blog.de/media/364/5957364_fa6aeddf7b_a.mp3
Die Reportage – Occupy Hamburg

Livestream zum Occupy – Camp vor der HSH – Nordbank in der Hamburger Innenstadt

http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=occupyhamburg&color=0xe7e7e7&autoPlay=false&mute=false&iconColorOver=0x888888&iconColor=0x777777

Watch live streaming video from occupyhamburg at livestream.com

Vorherige ältere Einträge

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung
Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt