Freiwillig von Hartz IV leben / übernommen von Nordhausen – Info

Freiwillig von Hartz IV leben / übernommen von Nordhausen – Info

http://hartz-nordhausen.blog.de/2011/10/10/hartz-iv-selbstversuch-ergebnis-immer-gleiche-11995375/

VS-Villingen (kal). 364 Euro nach dem Hartz IV Regelsatz reichen aus. Vorausgesetzt man legt keinen Wert auf soziale Kontakte, hat einen intakten Kühlschrank, braucht keine Kleidung zu kaufen und ist nicht an Bildung interessiert. Doch wer will schon freiwillig so sein Dasein fristen? Freiwillig hat Sebastian Pantel einen Selbstversuch gemacht. Die daraus resultieren ernüchternden Ergebnisse hat er jetzt auf Einladung des Kreisverbandes des deutschen Gewerkschaftsbundes in der Tonhalle vorgetragen. Dabei ließ er auch die von ihm geführten Gespräche mit den unfreiwilligen Hartz IV Empfängern einfließen.

Erfahren habe er, dass es nicht den klassischen Hartz IV Empfänger gibt, sondern sich hinter jedem ein persönliches Schicksal verbirgt. Er habe Lebensgeschichten zu hören bekommen, die ihn betroffen machten. Nicht nur, dass die meisten unverschuldet in die Situation gekommen sind, mache ihn nachdenklich, sondern dass diese Menschen einen tagtäglichen Kampf nicht nur ums Überleben führen, sondern auch um die eigene Würde kämpfen.

Weiterlesen im Schwarzwaldboten:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-freiwillig-von-hartz-iv-leben.36e8ee7a-a97f-4bab-8b31-8f64ef3488ab.html

Eigener Kommentar dazu im Schwarzwaldboten: (wartet noch auf Veröffentlichung)

Selbstversuche hat es ja schon sehr viele gegeben und alle sind sie immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen. Mit Hartz IV kann man zwar gerade so irgendwie überleben, aber leben kann man davon nicht.

Auch deshalb hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 9. Februar 2010 insbesondere den Artikel 1 des Grundgesetzes, nämlich das Recht auf Menschenwürde ausdrücklich betont. Ebenso ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe für die Betroffenen von der Politik eingefordert.

Doch was hat Frau von der Lügen und Betrügen daraus gemacht? Mit allen politischen miesen Tricks hat sie den Regelsatz so herunter rechnen lassen, dass dabei gerade mal 5 Euro Erhöhung heraus gekommen sind. Zur Volksverdummung ist sie dann von einer Talkrunde zur Nächsten gewandert, um das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes auf den Begriff „transparent“ zu reduzieren.

Also kann von Menschenwürde nach wie vor keine Rede sein und inzwischen schon wieder Tausende von Klagen über den langen Weg über die Sozialgerichte nach Karlsruhe unterwegs sind. Das aber wieder viele Jahre dauern wird.

Und genau das ist ja auch die Millionenfache Kritik an Hartz IV. Statt Perspektiven für Millionen zu schaffen, hat man die betroffenen Langzeitarbeitslosen in die Massenverelendung wie am Ende der Weimarer Republik inklusive der darauf folgenden Altersarmut getrieben.

Die verantwortlichen Politiker gehören deshalb schon lange wegen Hochverrats vor Gericht und lebenslänglich zu einem Leben mit bzw. von Hartz IV verurteilt.

Die Einladung des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes kann dabei nur als Verhöhnung der Betroffenen verstanden werden. Denn es war der DGB bzw. Gewerkschaftsmitglieder die bei der SPD im Deutschen Bundestag für Hartz IV gestimmt haben. Ebenso hat der DGB in der Hartz – Kommission gesessen und ist also damit mit verantwortlich für die Hartz IV – Gesetzgebung. Und wer mit dabei die grüne Partei.

Auch haben wir nicht vergessen, dass der DGB bei den Montagsdemonstrationen aus Husarentreue zur SPD die Betroffenen gnadenlos im Regen hat stehen lassen.

Der DGB sollte sich nicht nur dafür ganz gewaltig schämen und die Betroffenen lieber in Ruhe lassen. Die erwarten nämlich von den Gewerkschaften schon lange nichts mehr.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Uschi-DWT
    Okt 10, 2011 @ 21:30:15

    Dem kann ich nur zustimmen…. mit dem Geld kann man schon einigermaßen zurechtkommen wenn man sich stark einschränkt… z.B. darf man nicht Rauchen, keinen Alkohol (weder Wein, Bier, anderes) trinken, möglichst wenig Fleisch oder teures Obst/Gemüse essen….

    Aber was ich noch als viel schlimmer empfinde ist das man jedes Mal um seine Menschenwürde kämpfen muss… oft wird man einfach als zu Faul zum arbeiten hingestellt und das von Beamten/Beamtinen die selbst nur aus Bequemlichkeit ihren Job machen ….

    Manchmal wünsche ich mir dann das diese Personen nur mal für 4 Wochen das mitmachen müssen was sie den Hilfsbedürftigen zumuten….

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  2. Hoelderlin
    Okt 10, 2011 @ 22:10:11

    Dazu habe ich folgenden Kommentar an den Schwarzwaldboten formuliert (wurde im Text nachträglich eingefügt):

    „Selbstversuche hat es ja schon sehr viele gegeben und alle sind sie immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen. Mit Hartz IV kann man zwar gerade so irgendwie überleben, aber leben kann man davon nicht.

    Auch deshalb hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 9. Februar 2010 insbesondere den Artikel 1 des Grundgesetzes, nämlich das Recht auf Menschenwürde ausdrücklich betont. Ebenso ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe für die Betroffenen von der Politik eingefordert.

    Doch was hat Frau von der Lügen und Betrügen daraus gemacht? Mit allen politischen miesen Tricks hat sie den Regelsatz so herunter rechnen lassen, dass dabei gerade mal 5 Euro Erhöhung heraus gekommen sind. Zur Volksverdummung ist sie dann von einer Talkrunde zur Nächsten gewandert, um das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes auf den Begriff „transparent“ zu reduzieren.

    Also kann von Menschenwürde nach wie vor keine Rede sein und inzwischen schon wieder Tausende von Klagen über den langen Weg über die Sozialgerichte nach Karlsruhe unterwegs sind. Das aber wieder viele Jahre dauern wird.

    Und genau das ist ja auch die Millionenfache Kritik an Hartz IV. Statt Perspektiven für Millionen zu schaffen, hat man die betroffenen Langzeitarbeitslosen in die Massenverelendung wie am Ende der Weimarer Republik inklusive der darauf folgenden Altersarmut getrieben.

    Die verantwortlichen Politiker gehören deshalb schon lange wegen Hochverrats vor Gericht und lebenslänglich zu einem Leben mit bzw. von Hartz IV verurteilt.

    Die Einladung des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes kann dabei nur als Verhöhnung der Betroffenen verstanden werden. Denn es war der DGB bzw. Gewerkschaftsmitglieder die bei der SPD im Deutschen Bundestag für Hartz IV gestimmt haben. Ebenso hat der DGB in der Hartz – Kommission gesessen und ist also damit mit verantwortlich für die Hartz IV – Gesetzgebung. Und wer mit dabei die grüne Partei.

    Auch haben wir nicht vergessen, dass der DGB bei den Montagsdemonstrationen aus Husarentreue zur SPD die Betroffenen gnadenlos im Regen hat stehen lassen.

    Der DGB sollte sich nicht nur dafür ganz gewaltig schämen und die Betroffenen lieber in Ruhe lassen. Die erwarten nämlich von den Gewerkschaften schon lange nichts mehr.“

    LG Hoelderlin

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