FORSA-Umfrage: 79 % gegen Senkung des Rentenbeitrags

FORSA-Umfrage: 79 % gegen Senkung des Rentenbeitrags

Eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger spricht sich dafür aus, auf eine Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und stattdessen die Überschüsse der gesetzlichen Rentenverscherung zur Vermeidung von Altersarmut einzusetzen.

Nach einer FORSA-Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes [DGB] votieren 79 Prozent der befragten Bundesbürger dafür, die Milliardenüberschüsse für die Bekämpfung von Altersarmut zu verwenden. Dieser Ansicht sind vor allem die jungen Generationen (82 Prozent der 18 bis 44 Jährigen). Nur 12 Prozent der Befragten geben an, dass die Überschüsse genutzt werden sollten, um die Beiträge zur Rentenversicherung zu senken. Auch unter den Anhängern der Koalitionsparteien CDU/CSU und FDP sprechen sich lediglich 21 bzw. 22 Prozent für eine Beitragssatzsenkung aus. 

Zu den Ergebnissen der Umfrage sagte Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenen DGB-Bundesvorstandes, am Dienstag in Berlin:

„Das Ergebnis der FORSA-Umfrage zeigt, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit im Alter ist. Der von der Koalition geplanten Beitragssenkung erteilen sie eine klare Absage. Die Menschen verzichten lieber auf eine geringfügige Entlastung beim Rentenbeitrag, wenn im Gegenzug mehr gegen Altersarmut getan wird und zum Beispiel die Rente mit 67 abgeschafft wird. Die Tatsache, dass sich auch ein klare Mehrheit der Anhänger von Union (71 Prozent) und FDP (64 Prozent) gegen eine Beitragssenkung aussprechen, sollte die Bundesregierung zum Umdenken bewegen.

Die Menschen wollen mehr Sicherheit im Alter und keine scheinbaren Entlastungen, wenn klar ist, dass sie den Rentenkürzungen ewig hinterhersparen müssen. Besonders bemerkenswert ist, dass auch die junge Generation diesen leeren Versprechungen nicht auf den Leim geht. Die Umfrage zeigt vielmehr, dass die Befürchtung im Alter zu verarmen, gesellschaftlich extrem weit verbreitet ist. Aufgrund der Rentenkürzungen um bis zu 30 Prozent, der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und der Rente mit 67 wird Altersarmut für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einer ernsten Gefahr.

Wir fordern die Koalition deshalb nachdrücklich auf, die geplante Beitragssatzsenkung für die nächsten Jahre auszusetzen und den Rentenbeitrag stabil bei 19,9 Prozent zu halten. Die finanziellen Spielräume sollten zur wirksamen Vermeidung von Altersarmut genutzt werden. Dazu gehören neben einer ‚Rente nach Mindesteinkommen’, die ohnehin aus Steuern finanziert werden sollte, vor allem eine tatsächlich wirksame Verbesserung der Erwerbsminderungsrente, die Erhöhung des Rehabudgets, die Abschaffung der Rente mit 67 und flexible abgesicherte Rentenübergänge. Ein solches Sofort-Programm ist die sinnvolle Alternative zu den weitgehend wirkungslosen Vorschlägen der Koalition im Rahmen des ‚Rentendialogs‘.

Wenn der Beitragssatz stabil bei 19,9 Prozent bleibt, steigt die Nachhaltigkeitsrücklage bis zum Jahr 2015 nach den bisherigen Prognosen auf über 65 Milliarden Euro (knapp 3,9 Monatsausgaben). Bis 2020 würde die Reserve weiter auf ca. 94 Mrd. Euro (über 5,5 Monatsausgaben) anwachsen. Damit stünden jährlich acht Milliarden Euro zur Verfügung, um Leistungsverbesserungen zu ermöglichen und gleichzeitig ein Polster für die Jahre nach 2020 aufzubauen. Die Beitragsziele der Bundesregierung (20 Prozent im Jahr 2020 und 22 Prozent in 2030) können trotz dieser wirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut erreicht werden.“

Siehe auch DGB Rente mit 67 nicht vertretbar:

http://www.ichwillrente.net/?id=308

DGB – Umfrage 6 oder 67:

http://www.ichwillrente.net/

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