Arm mit und ohne Arbeit

Arm mit und ohne Arbeit

Von Jörn Boewe

Rund 2,8 Millionen Beschäftigte verloren in den zurückliegenden zwölf Monaten ihren Arbeitsplatz. 737000 davon hatten keinen oder nur geringfügigen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Jeder vierte ist einer Studie der Bundesagentur für Arbeit zufolge unmittelbar auf Leistungen nach »Hartz IV« angewiesen. Dies berichtete am Donnerstag die Süddeutsche Zeitung, der das Dokument zunächst exklusiv vorlag. »Entweder war die Beschäftigungszeit zu kurz, um Ansprüche zu erwerben, oder das früher erzielte Lohneinkommen war zu niedrig, um mit dem daraus abgeleiteten Arbeitslosengeld-Anspruch den Bedarf zu decken, und muss mit Arbeitslosengeld II aufgestockt werden«, heißt es in dem Papier, das die BA gestern auf Nachfrage zur Verfügung stellte.

Weiterlesen, junge Welt, 30.12.11:

http://www.jungewelt.de/2011/12-30/050.php

Regierung schönt Arbeitslosenstatistik

Regierung schönt Arbeitslosenstatistik

Mehr als 100.000 Erwerbslose über 58 Jahre tauchen nicht in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur auf – möglich macht das eine Sonderregelung, die 2008 beschlossen wurde. Würde man diese Gruppe berücksichtigen, erhöhte sich die Arbeitslosenrate der Älteren erheblich. Das Arbeitsministerium weist die Vorwürfe zurück.

In Deutschland sind mehr als 100 000 Menschen, die mindestens 58 Jahre alt sind, bei der Bundesagentur für Arbeit registriert, ohne in der Arbeitslosenstatistikmitgezählt zu werden. Das hat das Bundesarbeitsministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen eingeräumt, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die Grünen werfen der Bundesregierung deshalb vor, bei den Arbeitslosenzahlen von Älteren vor der Einführung der Rente mit 67 „zu tricksen“.
Im November 2011 waren etwa 514 500 Menschen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren als arbeitslos gemeldet. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen bezog die staatliche Grundsicherung Hartz IV. Aus der Statistik der Bundesagentur verschwinden aber viele Jobsuchende, die den 58. Geburtstag bereits hinter sich haben.

Weiterlesen, Süddeutsche Zeitung 30.12.11

http://www.sueddeutsche.de/politik/sonderregelung-erlaubt-rechentrick-regierung-schoent-arbeitslosenstatistik-1.1246810

Mein Kommentar dazu in der Süddeutschen Zeitung:

Ältere Arbeitslose werden in die Erwerbsminderungsrente abgeschoben

Nicht nur auf die von der Süddeutschen geschildert Art und Weise wird die Arbeitslosenstatistik geschönt.

Gerne werden ältere Arbeitslose über die Jobcenter in die Erwerbsminderungsrente abgeschoben, was ich mit meinen nun 60 Jahren selbst erleben musste.

Von meiner Hausärztin vor einigen Jahren (vor dem 58. Lebensjahr) länger Zeit krank geschrieben, versuchte mich der Jobcenter Hamburg Nord eiskalt in die Erwerbsminderungsrente abzuschieben.

Obwohl seit weit mehr als einem Jahr wieder völlig arbeitsfähig, erhielt ich, ohne vorher dem medizinischen Dienst des Arbeitsamtes vorgestellt worden zu sein, vom Grundsicherungsamt ein Schreiben, in dem ich aufgefordert wurde, Grundsicherung zu beantragen sowie einen Rentenantrag wegen Erwerbsminderung zu stellen.

Der Jobcenter Hamburg Nord hatte hier per Aktenlage einfach entschieden, dass ich erwerbsgemindert sei, wie gesagt ohne vorherige Vorstellung beim medizinischen Dienst des Arbeitsamtes.

Das Schlimme daran, dass man sich erst einmal gar nicht dagegen wehren kann und auch noch einen Rentenantrag stellen muss, obwohl man ganz genau weis, dass hier gar keine Erwerbsminderung vorliegt, wenn man nicht verhungern will.

Daraufhin habe ich in Hamburg eine Beratungsstelle der Rentenversicherung in St. Pauli aufgesucht und den Sachbearbeiter daraufhin gewiesen, dass hier offensichtlich der Jobcenter Hamburg Nord im Auftrage von Frau von der Lügen und Betrügen versucht mich hochqualifiziert (Gärtnerlehre, Ausbildung zum Sanitäter, Erzieherausbildung, Grundstudium Sozialarbeit, Studium der Psychologie (Dipl. Psychologe), Systemischer Familientherapeut u. Manager für Non – Profit – Organisationen) aus der Statistik heraus zu manipulieren.

Ebenso habe ich von der Rentenversicherung alle Unterlagen eingefordert die dazu geführt haben sollen, dass ich angeblich erwerbsgemindert sei.
Gleichzeitig habe ich eine komplette Neuüberprüfung meiner Erwerbsfähigkeit durch die Rentenversicherung eingefordert, sowie Klage beim Sozialgericht Hamburg wegen des Verdachts der Statistikmanipulation durch den Jobcenter Hamburg Nord eingereicht.

Mehrere Ärzte und zwei Gutachter sind daraufhin von der Rentenversicherung eingeschaltet worden. Wie nicht anders zu erwarten, stellte sich heraus, dass eine vollständige Erwerbsfähigkeit besteht und eine Erwerbsminderungsrente nicht in Frage kommt. Meinen Beruf als Dipl. Psychologe kann ich danach in Vollzeit vollständig ausführen.

Der ganze Wahnsinn hat ca. 6 Monate gedauert und am 9. Dezember 2011 war dann die Anhörung vor dem Sozialgericht. Dort wurde wegen des erheblichen Aufwandes für den Jobcenter Hamburg das Verfahren mit einer Schadensersatzleistung an mich von gerade mal 40 Euro eingestellt.

Mein Rechtsanwalt konnte das kaum fassen. Die Kommentar des Richters: „So ist nun mal das Leben“ und „Blicken Sie doch in die Zukunft“ Nur welche Zukunft denn? Meine Zukunft ist dann eine anschließende Altersarmutsrente, weil seit Jahren für Langzeitarbeitslose kaum und inzwischen gar keine Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Zynischer geht es ja wohl kaum noch.

Für das halbe Jahr fehlen jetzt die Beiträge zur Rentenversicherung und die Stadt Hamburg musste über die Grundsicherung für meinen Lebensunterhalt aufkommen. Statt Hartz IV (wird aus Bundesmittel bezahlt) die Grundsicherung für die die Stadt Hamburg aufkommen muss. Die aufwendige Begutachtung ging zu Lasten der Versicherungsgemeinschaft und eine Vermittlung fand während dieser Zeit auch nicht statt. Gleichzeitig beklagt man fehlende Fachkräfte.

Hätte das ganze Verfahren ein paar Tage länger gedauert, hätte der Jobcenter Hamburg meine Akte (nach einem halben Jahr) für immer schließen können, so einfach ist das.

Geht’s eigentlich wirklich noch Frau von der Lügen und Betrügen!!!!!!

Es muss hinzu gefügt werden, dass ich schon einmal vom Medizinischen Dienst, hier die Allgemeinmedizinerin Frau Dr. Wetz des Arbeitsamtes Hamburg im Jahre Juli / 2000 nach einer im Jahre 1998 erlebten Gewalttat auf Grund von posttraumatischen Belastungsstörungen (sind häufig kurzfristigen Folgen von erlebten Gewalttaten) für komplett berufsunfähig erklärt worden bin, mit der Begründung: „Die seelische Minderbelastbarkeit bestand „möglicherweise“ schon vorher und macht damit eine Tätigkeit im sozialen Bereich nicht mehr möglich“, obwohl ein dafür ausgebildeter Gutachter längst meine wiedererlangte Erwerbsfähigkeit diagnostiziert hatte.

Die Folgen:

Eine Herabstufung meiner hochqualifizierten Ausbildung zur Bürokraft Mitarbeiter ohne kaufmännischen Abschluss, also zum Hilfsarbeiter.

Der Weise Ring der eingeschaltet war, erklärte dazu, dass diese Vorgehensweise der Bundesagentur für Arbeit nicht unüblich ist und setzte einen Rechtsanwalt ein.

Das Sozialgericht Hamburg erklärte in einem Schreiben vom 07. November 2002 an das Arbeitsamt dazu folgendes:

„weist das Gericht darauf hin, dass Dr. Sistig (Gutachter der Berufsgenossenschaft) in seinem Gutachten vom Februar 2000 ausgeführt hat, der depressive Leidensdruck bestehe zurzeit überwiegend wegen der dauerhaften Arbeitslosigkeit als Psychologe. Als Diagnose benennt er eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine psychische Minderbelastbarkeit. Behandlungsbedürftigkeit habe bis zum 11. Januar 1999 bestanden, Arbeitsunfähigkeit lediglich nur bis zum 31. Januar 1999.

Ob und inwieweit der Kläger auf Grund der Erkrankung in seinem bisherigen Beruf nicht mehr arbeiten konnte, ergibt sich aus dem Gutachten (medizinischer Dienst Arbeitsamt Hamburg) nicht. Insbesondere bedeutet die Gewährung einer Verletztenrente nicht, dass der Kläger in seinem Beruf nicht mehr einsetzbar gewesen ist. Die Begründung in dem Gutachten von Frau Wetz (Allgemeinmedizinerin des Arbeitsamtes Hamburg) überzeugt daher nicht. Zu prüfen wäre, ob der Kläger in weniger belastende Bereiche seines Berufes einsetzbar gewesen ist.

Dr. Schnedler (2. Gutachter der Berufsgenossenschaft) hat bei seiner Untersuchung am 12. März 2001 keine Minderung der Erwerbsfähigkeit festgestellt. Es sei zu einer guten Entwicklung gekommen. Eine Beeinträchtigung sei nicht mehr erkennbar.“

Das Gerichtsverfahren hat ca. 3 Jahre lang gedauert, verschuldet durch das Arbeitsamt Hamburg. Ca. 1 Jahr lang hat das Sozialgericht das Arbeitsamt immer wieder zu einer Stellungnahme aufgefordert, ohne das diese erfolgt ist.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Gutachtens von Frau Dr. Wetz (Arbeitsamt Hamburg) im Juli 2000 befand ich mich in der Vermittlung von Maatwerk. Maatwerk hatte für mich einen Arbeitgeber in Schleswig Holstein gefunden, der bereit gewesen wäre, mich als Sozialpädagogen einzustellen. Bedingung Lohnkostenzuschuss auf Grund meines Alters von deutlich über 40 Jahren. Diese konnten auf Grund des Gutachtens von Frau Dr. Wetz nicht gewährt werden. Daraufhin stellt Maatwerk jegliche Vermittlung ein.

Damit 3 Jahre lang keine entsprechende Vermittlung mehr und was dass bedeutet in diesem Land, muss ich niemanden erklären.

Statt Vermittlung hat mich das Arbeitsamt Hamburg auf diese Weise damit hochqualifiziert zum Dauer Sozialfall gemacht und damit wird klar, warum man mich jetzt unbedingt aus der Statistik heraus haben will.

Das gestrafte Opfer, Hamburger Abendblatt 17. / 18. April 1999

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Bericht der Bundesagentur für Arbeit – Immer mehr Arbeitslose rutschen direkt in Hartz IV

Bericht der Bundesagentur für Arbeit – Immer mehr Arbeitslose rutschen direkt in Hartz IV

Es sind alarmierende Zahlen: Jeder vierte Beschäftigte, der seinen Job verliert, ist sofort auf Hartz IV angewiesen. Der Grund: Immer mehr neu arbeitslos Gewordene bekommen kein oder zu wenig Geld aus der Arbeitslosenversicherung. Betroffen sind vor allem Geringqualifizierte – knapp ein Drittel war zuvor als Leiharbeiter tätig.

Wer innerhalb der letzten zwei Jahre vor Verlust seines Arbeitsplatzes mindestens ein Jahr in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, besitzt einen Anspruch aufArbeitslosengeld (ALG) I. Es wird in der Regel zwölf Monate ausgezahlt, Langzeitarbeitslose erhalten danach Hartz IV. Im Durchschnitt beläuft sich das ALG I auf 812 Euro im Monat. Ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger erhält 364 Euro.

Die BA-Untersuchung zeigt nun, dass immer mehr der neu arbeitslos Gewordenen kein oder zu wenig Geld aus der Arbeitslosenversicherung bekommen. „Entweder war die Beschäftigungszeit zu kurz, um Ansprüche zu erwerben, oder das früher erzielte Lohneinkommen war zu niedrig, um mit dem daraus abgeleiteten Arbeitslosengeld-Anspruch den Bedarf zu decken und muss mit Arbeitslosengeld II aufgestockt werden“, heißt es in dem Papier

Weiterlesen, Süddeutsche Zeitung, 29.12.2011

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bericht-der-bundesagentur-fuer-arbeit-immer-mehr-arbeitslose-rutschen-direkt-in-hartz-iv-1.1245945

Vorzeitig Ruhestand, weniger Geld

Vorzeitig Ruhestand, weniger Geld

Fast jeder zweite Beschäftigte in der Bundesrepublik geht vorzeitig in den Ruhestand – und erhält deshalb deutlich weniger Geld. Im Schnitt fiel bei diesen sogenannten Frührentnern im Jahr 2010 die Altersbezüge um monatlich 113 Euro geringer aus, wie aus am Mittwoch bekanntgewordenen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund [DGB] und der Sozialverband VdK warnten vor zunehmender Altersarmut durch die Rente mit 67, während das Bundesarbeitsministerium die anstehende Neuregelung verteidigte.

Im Jahr 2010 bezogen laut Deutscher Rentenversicherung knapp 674000 Versicherte erstmals eine Altersrente. 47,5 Prozent von ihnen oder fast 320000 mußten dabei Einbußen in Kauf nehmen, weil sie nicht bis zur Regelaltersgrenze von 65 Jahren arbeiteten. Fünf Jahre vorher waren demnach 41,2 Prozent von Abschlägen betroffen, 2000 nur 14,5 Prozent. Im Durchschnitt gingen die Frührentner drei Jahre und zwei Monate vorher in Ruhestand.

Weiterlesen, junge Welt 29.12.2011:

http://www.jungewelt.de/2011/12-29/052.php

DIE WENIGSTEN BESCHÄFTIGTEN SCHEIDEN FREIWILLIG AUS DEM BERUFSLEBEN – Die Rente mit 67 kommt zu früh

DIE WENIGSTEN BESCHÄFTIGTEN SCHEIDEN FREIWILLIG AUS DEM BERUFSLEBEN – Die Rente mit 67 kommt zu früh

KOMMENTAR VON ULRIKE HERRMANN

Schon der Titel ist zynisch: „Rente mit 67“. Denn er impliziert, dass die meisten Beschäftigten bis zur offiziellen Altersgrenze arbeiten würden. Doch nichts ist ferner der Realität. Viele Deutsche gehen sehr früh in den Ruhestand. Von den 60- bis 64-Jährigen arbeitet nur noch etwa ein Viertel – und nicht wenige in Teilzeit.

Viele Beschäftigte scheiden nicht etwa freiwillig aus dem Berufsleben aus. Sie sind krank oder arbeitslos. Wenn ab Januar das Rentenalter schrittweise auf das 67. Lebensjahr steigt – dann wird damit faktisch nur die Rente gekürzt.

Dabei ist die Rente mit 67 eigentlich eine richtige Idee, denn die Deutschen leben immer länger – und sie sind auch länger gesund. 1960 wurde die Rente bei den Männern durchschnittlich 9,6 Jahre ausgezahlt. Heute sind es über 15 Jahre. Zudem wachsen immer weniger Junge nach, die diese Renten zahlen sollen.

Weiterlesen, taz vom 28.12.11:

http://www.taz.de/Kommentar-Rente-mit-67/!84544/

Es braucht gute Nerven

Es braucht gute Nerven

»Occupy Frankfurt« will überwintern und im Frühjahr den Protest ausweiten

Von Gitta Düperthal

Der 24. Dezember, »Occupy«-Camp unter der Europäischen Zentralbank [EZB], Frankfurt am Main. Keine weiße Weihnacht, sondern Schmutzwetter: Es nieselt. Wer den Zugang zum Camp, den die Campbewohner aus ihrer Perspektive ironisch »Einbahnstraße zum Kapitalismus« getauft haben, in entgegengesetzte Richtung nimmt, den erwartet dort eine freundliche, aber entschlossene Community: Gewerkschafter mischen mit, Linke, Studenten, bislang unpolitische Leute vom Mittelstand bis zum Malocher, Obdach- und Arbeitslose. Um mit ihnen diskutieren zu können, gilt es zunächst, auf gezielt ausgelegte Holzpaletten über den Matsch hinweg zum Zelt zu balancieren. Dort verbreitet ein Heizpilz an der Gasflasche wohlige Wärme. »Um Weihnachten kommt niemand herum«, meint die 25jährige Studentin Claudia Keth und zündet Kerzen an. Sie und einer der anderen rund 60 Zeltbewohner, die derzeit ausharren, haben einige Tassen gespült, der Teekessel brodelt. Warum sie dort bleiben, erklärt Michael Spitzer (34 Jahre) so: »Wenn nur einige von ihnen nachts nicht gut schlafen können, weil unsere Anwesenheit sie daran erinnert, was sie zum Beispiel mit ihren Nahrungsmittelspekulationen anrichten, dann sind wir auf dem richtigen Weg.« Ein anderer Campbewohner fügt hinzu: »Es kann nicht sein, daß ein Prozent Spaß hat und 99 Prozent die Kosten dafür tragen sollen.«

Weiterlesen, junge Welt, 27.12.2011

http://www.jungewelt.de/2011/12-27/001.php

»Zehn Euro, denn Mindestlohn muß armutsfest sein«

»Zehn Euro, denn Mindestlohn muß armutsfest sein«

Bremer Linksfraktion fordert Untergrenze, bei der nicht mit Hartz IV aufgestockt werden muß. Ein Gespräch mit Kristina Vogt

Interview: Gitta Düperthal

Kristina Vogt ist Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft

Die Fraktion Die Linke in Bremen und Bremerhaven hat am 22. und 23. Dezember eine Aktion zum Mindestlohn durchgeführt. Wie kam das bei der Bevölkerung an?

In Bremen haben wir für zwei Stunden ein acht mal fünf Meter großes Transparent auf dem Bahnhofsvorplatz von einem Kran aus entrollt, mit unserem Motto beschriftet: »Ihnen frohe Weihnachten – der Verkäuferin einen guten Lohn«. Dort, wo sich ein Teil des Weihnachtsmarktes befindet, haben wir Nikoläuse und Flugblätter verteilt, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Beteiligt haben sich auch Kolleginnen und Kollegen von der Dienstleistungsgesellschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten (NGG). Viele Passanten haben gesagt, das sei genau richtig, in der Weihnachtszeit auf die Situation der Beschäftigten hinzuweisen. Wir haben die Kampagne mit der niedersächsischen Landtagsfraktion der Linken bei einer gemeinsamen Fraktionssitzung beschlossen. Sie war damit bereits in mehreren Städten in Niedersachsen; nach Oldenburg haben sie Genossen aus Bremen begleitet.

Weiterlesen, junge Welt, 27.12.2011

http://www.jungewelt.de/2011/12-27/039.php

Dringende Hilfe für einen Hartz IV – Betroffenen in Zwickau.

Dringende Hilfe für einen Hartz IV – Betroffenen in Zwickau.

Dringend bitte ich alle, die hier helfen können und sei es mit einem noch so kleinen Geldbetrag. Jeder Cent kann helfen. Oder spendet Hundefutter.

Folgender Hintergrund:

In Zwickau, Jobcenter Leipziger Straße werden seit Wochen einem Betroffenen nur geringe Geldbeträge ausgezahlt, so dass der Betroffene in massive Not geraten ist. In seiner Not hat er bereits seinen geliebten Hund ins Tierheim gebracht, weil er ihm deshalb kein Fressen mehr kaufen konnte.

Gerade ein Hund ist für solche Betroffene der einzige Freund den sie oft nur haben und ich selbst habe diese bittere Erfahrung wegen Hartz IV ebenfalls schon machen müssen. Ausgerechnet zur Weihnachtszeit seinen geliebten Freund aufgeben zu müssen, ist wohl das Grausamste was ich mir vorstellen kann.

Ich bitte Euch deshalb dringend darum den Betroffenen nicht im Regen stehen zu lassen und ich bitte Euch dringend um folgende sofortige Spenden:

1. Hundefutter bis die Tiertafel ab 15. Januar wieder erreichbar ist.
2. Geldbeträge und seinen sie noch so gering.

Jeder Cent kann hier wichtig sein. Möglicherweise muss der Hund aus dem Tierheim ausgelöst werden. In Hamburg kostet das pro Tag 25 Euro.

Bitte helft hier so schnell wie möglich, damit der Hund für den Betroffen nicht verloren geht.

Weitere Infos können Euch die Mitglieder von Gegenwind e. V. geben unter folgendem Link:

http://www.ali-gegenwind.de/2011/12/22/50-euro-reichen/

Dort findet sich auch eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme

LG an Alle und trotz alle dem ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Hoelderlin

ARMUTSATLAS 2011 VORGESTELLT – Arme ohne Aufschwung

ARMUTSATLAS 2011 VORGESTELLT – Arme ohne Aufschwung

Auch wenn die Wirtschaft gewachsen ist, hat die Armut nicht abgenommen, stellt eine neue Studie fest. Besonders das Ruhrgebiet steht als großer Verlierer da.

VON DANIEL KUMMETZ

BERLIN taz | Es dauerte an diesem Dienstag nur zwei Stunden, dann war die Liste für die neuen Einkaufsausweise der Dortmunder Tafel gefüllt: 150 solcher Papiere wurden an Bedürftige vergeben. Etwas mehr als 3.000 Ausweise sind bereits im Umlauf, mit ihnen können die Inhaber in acht Filialen Lebensmittel bekommen. Nach eigenen Angaben versorgt die Dortmunder Tafel so etwa 10.000 Menschen. „Die Nachfrage ist nach wie vor groß“, sagt Tafel-Sprecher Hans Joswig.

Die potenzielle Zielgruppe für die Hilfe von Joswig und den anderen Tafelmitarbeitern ist in den letzten Jahren gewachsen. Dortmund ist derzeit die westdeutsche Großstadt, in der die meisten Menschen von Armut bedroht sind: Bei 23 Prozent liegt hier die Armutsgefährdungsquote, stellt der aktuelle „Bericht zur regionalen Armutsentwicklung“ fest, den der Paritätische Gesamtverband am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.

Weiterlesen, Taz, 21.12.2011:

http://taz.de/Armutsatlas-2011-vorgestellt/!84179/

Wer hat Schuld am Hunger?

Wer hat Schuld am Hunger?

Text: juliane-frisse

Aktionskünstler haben einen Kurzfilm über Nahrungsmittelspekulationen gedreht, in dem ein Pressesprecher der Deutschen Bank mit einer zynischen Bemerkung auffällt. Die Bank droht nun mit Straftantrag, sollte die Passage nicht herausgeschnitten werden.

Die Hungersnot am Horn von Afrika ist inzwischen wieder aus den Nachrichten verschwunden, was leider nicht bedeutet, dass niemand mehr Hunger leidet. Die Ursachen der laut UNO größten Hungersnot seit 20 Jahren sind vielfältig: Eine lang anhaltende Dürre führte zu Ernteausfällen, der Bürgerkrieg in Somalia verschärfte die Situation.

Weiterlesen in jetzt.de – süddeutsche Zeitung:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/534280

Film: Schuld. Die Barbarei Europas

Hinweis:

Sollte die Deutsche Bank den Film verbieten lassen, ist für diesen Fall der Film herunter geladen worden und kann dann per E-Mail – Verteiler im Umlauf gebracht werden.

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

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