Jobsuche für Schlecker-Mitarbeiter schwierig

Jobsuche für Schlecker-Mitarbeiter schwierig

11.000 Mitarbeitern von Schlecker ist nach der Insolvenz gekündigt worden. Etwa 800 von ihnen haben inzwischen eine neue Arbeit gefunden. Das ist nicht einmal jeder Zehnte. Denn die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz im Einzelhandel ist schwierig. Das bestätigt auch Wolfgang Lenze von der Agentur für Arbeit in Magdeburg. Er sagt, es gebe zwar viele Angebote. Meistens handele es sich aber nur um 400-Euro-Jobs. Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstand für Handel bei der Gewerkschaft ver.di, sieht noch weitere Probleme. So seien viele Arbeitsverträge im Einzelhandel nur befristet, oder es handele sich um Werksverträge in Leiharbeit. Für die meisten Verkäuferinnen, die bei Schlecker Vollzeit gearbeitet haben und nach Tarif bezahlt worden sind, wären damit große finanzielle Einbußen verbunden.

Bisherige Bewerbungen ohne Erfolg

Monika Rahn-Lucas aus der Region Nürnberg und Kirstin Ueckert aus Magdeburg gehören zu den Frauen, die von Schlecker gekündigt wurden und bislang keine neue Arbeit haben. Beide geben aber nicht auf. Monika Rahn-Lucas würde nach eigenen Angaben sogar zwei Jobs machen, um auf das Gehalt zu kommen, das sie bei Schlecker hatte. Sie absolviert dafür derzeit ein Bewerbungstraining. Kirstin Ueckert hat seit ihrer Kündigung bereits zwölf Bewerbungen geschrieben. Eine Zusage hat sie bislang nicht bekommen. Ueckert sagt, es sei schwierig etwas passendes zu finden. Dabei wäre sie auch bereit, einen längeren Fahrweg in Kauf zu nehmen, Abstriche beim Geld zu machen oder sich für eine ganz andere Arbeit zu qualifizieren. Der Wille der Frauen ist da, auch die von vielen geforderte Flexibilität. Doch an den Jobs scheint es zu mangeln.

MDR / Fakt vom 08.05.2012:

http://www.mdr.de/fakt/schlecker188.html

Filmbericht: Schlecker und die Farce von der schnellen Job – Vermittlung:

http://www.mdr.de/fakt/video54872.html

11 000 Menschen wurden bei der Drogerie – Marktkette Schlecker entlassen, die meisten von ihnen Frauen. Bislang haben nicht einmal zehn Prozent von ihnen einen neuen Job.

Schlecker – Massenentlassungen bei der Drogeriemarktkette | Made in Germany

Security-Attacke im Jobcenter Köln-Kalk

Security-Attacke im Jobcenter Köln-Kalk

6. Mai 2012 – 22:30 – KEA

Am 3. Mai 2012 kam es zu einem körperlichen Übergriff dreier Security-Mitarbeiter gegenüber eines sogenannten „Kunden“ des Jobcenters Köln-Kalk. Wieder musste die Polizei eingreifen. Der Vorfall blieb nicht unbeobachtet.

Womöglich wird sich im Falle eines gerichtlichen Prozesses – gegen wen auch immer – erweisen, was das Jobcenter alles falsch gemacht hat. Das Opfer der Attacke hat Anzeige erstattet, mehrere Zeugen können angeblich seine Version des Hergangs bestätigen und wurden von der Polizei erfasst. Unseren bisherigen Recherchen nach hätte es nicht zur Eskalation kommen müssen, wenn das Jobcenter sich einfach an Recht und Gesetz gehalten hätte.

Der Betroffene, der den KEAs namentlich bekannt ist, da er sich noch am selben Tag bei uns meldete und ein Gedächtnisprotokoll anfertigen ließ, reihte sich nach 9:00 Uhr in die Schlange der wartenden Erwerbslosen. Im Jobcenter Kalk zieht man nicht einfach eine Wartemarke. Seit Neuestem muss man sich hier auch dafür erst anstellen und auf die gönnerhafte Entscheidung einer Mitarbeiterin hoffen. Ralf B. (Name geändert) hoffte an jenem Donnerstag vergeblich.

Der alleinerziehende Vater hatte, wie viele andere Wartende auch, zum Monatsanfang kein Geld bekommen und wollte nachhaken. Am Schalter sollte er sich mit einem Pass oder Reisepass ausweisen, was er allerdings nicht konnte. Aber er hatte einen Führerschein mit Lichtbild sowie den Ausweis seines anwesenden Kindes. Die Identität war also feststellbar. Ralf B. hätte auch bzw. gerade wegen der existenziellen Notlage seiner Kinder (ohne Geld) nicht zurückgewiesen werden dürfen. Dies ist sowohl im Sozialgesetzbuch als auch in der aktuellen Rechtsprechung ganz klar geregelt. Die Sachbearbeiterin in der Eingangszone aber verweigerte die Aushändigung einer Wartemarke.

Das Verhalten des Jobcenters brachte Ralf B. offenbar auf die Palme. Er räumt ein, dass er verbal möglicherweise ausfallend reagiert haben könnte. Er war wütend, aber drohte nicht mit körperlicher Gewalt. Als die Security-Mitarbeiter sich näherten, soll er diese darauf hingewiesen haben, die Polizei rufen zu können. Dies ist dann auch erfolgt und man hätte ihr Eintreffen einfach abwarten können. Aber zuvor wurde Ralf B. – seiner Aussage nach – von den drei Mitarbeitern angegriffen. Er sprach davon, an den Haaren gezogen, am Kehlkopf gewürgt und gegen die Beine getreten worden zu sein. Wegen Schmerzen am Kehlkopf begab sich Ralf B. zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Seiner Aussage nach leistete er keine Gegenwehr, „Ich dachte die ganze Zeit an meine Kinder und sagte mir: Bleib ruhig!“

Vor dem Gebäude trafen sich während des Vorfalls Mitglieder der Linken Erwerbslosen Organisation (L.E.O.) mit Abgeordneten und Kandidaten der Partei Die Linke zu einer Kundgebung. Als sie dem Betroffenen beistehen bzw. den Vorfall prüfen wollten, versuchte sie der Sicherheitsdienst abzublocken, was aber nicht gelang. Aus den Reihen der Teilnehmer der Linkspartei haben wir die Aussage eines Zeugens, der gehört haben will, wie ein (fotografisch und namentlich zuordbarer) Security-Mitarbeiter Ralf B. mit den Worten drohte: „Man trifft sich auch mal außerhalb des Gebäudes.“

Zeitgleich mit unserer Veröffentlichung des Vorfalls bitten Die KEAs das Jobcenter Köln per Presseanfrage um Stellungnahme.

Zu vorangegangenen Auseinandersetzungen im Jobcenter Kalk haben wir einePDF-Sammlung (Reader) zusammengestellt, die schon auf der diesjährigen DGB-Kundgebung am 1. Mai auf dem Heumarkt in Köln bei den zahlreichen Besuchern des KEA-Standes auf großes Interesse gestoßen ist.

PDF – Sammlung:

http://www.die-keas.org/pdf/reader-jc-kalk.pdf

Dazu folgender Hinweis:

Am Samstag den 12.05.20.12 werden wir auf jeden Fall bei WakeNews darüber berichten.

Kölner Erwerbslosen in Aktion (KEAs):

http://www.die-keas.org/node/514

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung

Schlagwörter

Bürgerarbeit Empört Euch-Demokratie jetzt Gegen Hartz IV Regelsätze klagen Veranstaltungshinweise für Hambur&# Verletzung der Menschenwürde Wir zahlen Nicht für Krise Altersarmut in Deutschland Altersarmut in Deutschland; Armut in Deutschland; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Armut in Deutschland; Hartz IV; Sanktionen; Ein - Euro - Jobs; Zwangsarbeit Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV Arbeitslosigkeit in Deutschland; Hartz IV; Ralph Boes; Sanktionen Arbeitslosigkeit in Hamburg Armut in Deutschland Armut in Europa Armut in Hamburg Atomkraft Nein Danke Bundestagswahl 2013 Debatten im Deutschen Bundestag Deutschland im Umbruch Deutschlands neue Arbeitswelt DGB Die Absageschreiben der Arbeitgeber Die Linke Die Linke Hamburg Die Linke Hamburg Veranstaltungshinweise Die Tafeln Direkte Demokratie ehemalige Heimkinder Ehrenamt Ein-Euro-Jobs Erwerbslosenforum Freitodbegleitung Gerecht geht anders in Kiel Gestorben Gesundheitspolitik Griechenland und kein Ende Grundeinkommen Hartz IV Hartz IV; Arbeitslosigkeit in Deutschland; Sanktionen Hartz IV in Hamburg Hartz IV Urteil Hetze gegen Arbeitslose In Deutschland tut sich was Institut Solidarische Moderne Krach schlagen statt Kohldampf schieben Kulturloge Hamburg Liebe Marcel Kallwass Meine Musik Mietwucher Moin Moin Montagsdemo Occupy Piratenpartei Politikverdrossenheit Politische Intervention Programmhinweise Sanktionen Sanktionsmoratorium Schuldenkrise in Deutschland Sozialer Sprengstoff Sozialstaatsdebatte Sozialwacht Dresden Sparpaket Sterbehilfe Stuttgart 21 Veranstaltungshinweise Wahlen in Hamburg 2011 Was ist Revolution WDR 5 Wohnungsnot in Deutschland Zeitarbeit - Moderne Sklaverei Zwangsverrentung
Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt