ZDF – Das Kleine Fernsehspiel – Die Vermittler

ZDF – Das Kleine Fernsehspiel – Die Vermittler

Die Vermittler gibt einen Einblick in die Welt der Berliner Jobcenter. Die Beobachtungen zeigen Arbeitslose wie Arbeitsvermittler in einem bürokratischen Kammerspiel, einer Zwangssituation mit absurden, komischen und tragischen Momenten.

Der Filmbeitrag zum Nachsehen im Internet:

ZDF – Mediathek:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1634300/Die-Vermittler%22

Die Hartzgesetzgebung ist nichts als Gewalt gegen die Bevölkerung!

Solange die MA in den JC nicht begriffen haben, dass sie als Exekutive instrumentalisiert werden, gegen hilfesuchende Menschen mit Gewalt vorzugehen, werden sie weiterhin damit leben müssen, dass die von den Hartzgesetzen und SB gepeinigten Menschen sich mit allen Mitteln derer sie habhaft werden, zur Wehr setzen.

Was erwartet man da auch von Menschen, die häufig genug Vorsatz und Willkür in den Amtsstuben ausgeliefert sind? Denen man die Leistungen einstellte, die sanktioniert wurden, denen Obdachlosigkeit oder ein kalter Winter ohne Heizungsbeihilfe droht?

Die häufig hilflos vor unverständlichen Bescheiden in verschwurbeltem Amtsdeutsch stehen, in den JC auf Arroganz und Unverständnis stoßen, und sich nicht mehr zu helfen wissen.

Der Gesetzgeber ist davon ausgegangen, dass seine Gesetze rigide genug sind, dass die Menschen derart eingeschüchtert werden, um sie widerstandslos zu befolgen.

Die MA haben in den Schulungen diese Denke übernommen, erliegen so dem Irrglauben, dass Angst vor Sanktionen ihre „Kundschaft“ leicht lenkbar macht, und vergessen, dass sie in erster Linie nicht mit entmündigten Befehlsempfängern, sondern eigenständigen, individuellen, erwachsenen Menschen zu tun haben.

Fakt ist, dass nur die offene, massive Gewalt in den JC seitens der „Kundschaft“ gegen die SB wahrgenommen wird, nicht aber die subtile, alltägliche Gewalt, die von den MA ausgeht.

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6 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. SusiZintl
    Mai 15, 2012 @ 12:55:24

    Es ist verwunderlich, dass auf diese Gewalt noch keine Gegengewalt mit gleicher Härte getroffen ist.

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  2. Andrea
    Mai 15, 2012 @ 17:13:21

    Hallo liebe Susi,

    Wer stark, selbständig, gesund und selbstbewusst ist, dem wird noch einigermaßen respektvoll begegnet.
    Wer aber schwach, psychisch labil, unbeholfen ist, der wird eher gedemütigt.(allerfeinster Sozialdarwinismus) Das ist genau falsch herum.
    Somit kommt es dann zu Eskalationen wegen Überforderung. ( Der junge Mann mit der Führerscheinprüfung) Da hatte ich Mitgefühl.

    Wie sollte denn die Gegengewalt aussehen? Bei der kleinsten emotionalen oder rhetorischen Gegenwehr gibt´s den Rausschmiss wegen Unsachlichkeit und Hausverbot. Das Hausrecht wird beansprucht.

    Die Realität bei Behörden, Ärzten , Krankenhäusern usw. ist immer um einiges härter als es in diesen Filmen dargestellt wird.

    Lieber Gruß
    Andrea

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  3. Chris1977
    Mai 26, 2012 @ 06:31:33

    Hallo Hoelderlin,
    als Aufhänger Deines Blogbeitrages wählst Du einen Fernsehbericht, auf den Du in Deinem Beitrag inhaltlich nicht 1x eingehst. Ich vermute, Du hast lediglich einen Aufhänger gesucht, um Deine vorgefertigte Meinung zu verbreiten. Werde doch mal konkreter:
    * Welche Handlungs- oder Verhaltensweisen waren aus Deiner Sicht nicht korrekt?
    * Wo zeigt sich, dass wenig Interesse an den menschen und ihren Problemen besteht?
    Eine solide Agumentation ohne Polemik, läßt die Leute einen ernstnehmen. Wir brauchen Kritik, damit die Lage besser wird – aber bitte fundiert und nicht in Stammtisch- oder Politikermanier. Und schlechte Beispiele findet man in diem ZDF – Beitrag genug.
    Grüße Chris

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  4. Hoelderlin
    Mai 26, 2012 @ 17:52:57

    Hallo Chris,

    meine ganz persönliche Meinung zu Hartz IV kommt in meinem Blog an sehr vielen Stellen zum Ausdruck. Selbst in Filmbeiträgen auch in Dokumentationen der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten zu diesem Thema, äußere ich mich dazu in aller Deutlichkeit.

    Da muss ich nun wirklich nicht bei jedem Beitrag der hier vorgestellt meine Stimme erheben.

    Es geht in meinem Blog auch darum, mit solchen Beiträgen die Bevölkerung wach zu rütteln und es auch anderen zu überlassen zu solchen Filmbeiträgen wie hier bei den Vermittlern Stellung zu beziehen.

    Da ich nicht nur diesen Blog betreue, sondern auch andere Aktionen wie z.B. eine wöchentliche Rundfunksendung u. a. Dinge veranstalte, habe ich nicht immer die Ressourcen, um aber auch jeden Beitrag zu kommentieren.

    Statt destruktive Kritik zu üben, hättest Du Dir ja mal selbst die Mühe machen können, Dir den Film anzusehen und Deine eigene Meinung formulieren können.

    Selbst ist der Mann, kann ich da nur sagen.

    LG Hoelderlin

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  5. werwas
    Jun 02, 2012 @ 20:51:52

    Der Befürworter des garantierten Jahreseinkommens muß dem Einwand begegnen, daß der Mensch faul sei und nicht arbeiten wolle, wenn das Prinzip «arbeiten oder verhungern» abgeschafft würde. Tatsächlich aber stimmt das nicht. Wie ein überwältigendes Beweismaterial ergibt, hat der Mensch eine angeborene Neigung, sich zu betätigen, und Faulheit ist ein pathologisches Symptom. In einem System der «Zwangsarbeit», in dem der Attraktivität der Arbeit kaum Beachtung geschenkt wird, sucht der Mensch ihr wenigstens auf kurze Zeit zu entrinnen. Würde das gesamte Gesellschaftssystem so geändert, daß die Verpflichtung zur Arbeit nicht mehr mit Zwang und Drohung verbunden wäre, würde es nur noch eine Minderheit von kranken Menschen vorziehen, nichts zu tun.

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  6. werwas
    Jun 02, 2012 @ 20:54:03

    Der Übergang von einer Psychologie des Mangels zu einer des Überflusses bedeutet einen der wichtigsten Schritte in der menschlichen Entwicklung. Eine Psychologie des Mangels erzeugt Angst, Neid und Egoismus. Eine Psychologie des Überflusses erzeugt Initiative, Glaube an das Leben und Solidarität. Tatsache ist jedoch, dass die meisten Menschen psychologisch immer noch in der ökonomischen Bedingung des Mangels befangen sind, während die industrialisierte Welt im Begriff ist, in ein neues Zeitalter des ökonomischen Überflusses einzutreten. Aber wegen dieser psychologischen „Phasenverschiebung“ sind viele Menschen nicht einmal imstande, neue Ideen wie die eines garantierten Einkommens zu begreifen, denn traditionelle Ideen werden gewöhnlich von Gefühlen bestimmt, die ihren Ursprung in früheren Gesellschaftsformen haben.

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