Europa vor Humanitären Katastrophe und Politiker labern und labern

Europa vor Humanitären Katastrophe und Politiker labern und labern

Armut in Europa

Fast jeder vierte Einwohner der Europäischen Union war 2010 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ging aus einem offiziellen Bericht der Europäischen Kommission hervor. Danach waren 115 Millionen Menschen oder 23 Prozent der EU-Bevölkerung arm oder sozial ausgegrenzt. Hauptursachen sind Arbeitslosigkeit, Alter und niedrige Löhne. Die Arbeitslosenquote in der Europa erreicht 2012 einen historischen Höchstwert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in den 17 Euro-Ländern lag im April bei 11,0 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte. Die hohe Arbeitslosigkeit führt zwangsläufig zu einen dramatischen Anstieg der Armut in Europa. Wie sich die Armut darstellt, soll an einigen Beispiel aufgezeigt werden. Verantwortlich für diese negative Entwicklung, sind grenzenlose Gier der Finanzmärkte, Wirtschaftsbossen und skrupellosen Mandatsträgern.

Die soziale Schieflage und soziale Ungerechtigkeit in den Ländern Europas führen zu heftigen Protesten und laufen Gefahr, außer Kontrolle zu geraten.

Der Versuch eines Überblicks über die sich darstellende Lage.

Griechenland

Es ist ganz offizielle Politik der berüchtigten EU-Troika – den Schuldeneintreibern von Europäischer Kommission, EZB und IWF -, die Griechen in die Armut zu treiben. Die Troika verlangt eine Kürzung der Löhne bis unterhalb der Armutsgrenze, obwohl schon jetzt nach offiziellen Statistiken 20% der griechischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben.

Die drastischen Einsparungen der vergangenen Monate, die taumelnde Wirtschaft und die lahmende Konjunktur schlagen tiefe Wunden in die griechische Gesellschaft. Die Armut ist teilweise erheblich gestiegen. Ein sichtbares Symptom ist die Zunahme der Obdachlosigkeit.

Die Prostitution ist um 1.500% angestiegen. Viele Griechen können sich keine Medikamente mehr leisten und die Schlangen vor der Suppenküche werden auch immer länger. Tragisch, dass immer mehr Griechen daher keinen Ausweg mehr sehen und Selbstmord begehen. Eltern können ihre Kinder nicht mehr ernähren und geben sie deshalb bei „Kinderdörfern“ ab und verlieren ihr Sorgerecht.

Spanien

Spaniens Wirtschaftsaussichten sind verheerend, das Vertrauen der Finanzmärkte,wer das auch immer sein mag, schwindet. Es gibt eine Klasse der „neuen Armen“. Inzwischen gibt es in Spanien mehr als eine halbe Million Haushalte, die überhaupt keine Einkünfte mehr haben, weil alle Familienmitglieder arbeitslos sind, aber keine staatliche Unterstützung mehr bekommen. Das bedeutet, dass inzwischen ein Drittel der Haushalte in Spanien ernsthafte Probleme haben, über die Runden zu kommen. Wer noch eine Wohnung bezahlen kann, kann sich oft nicht mehr leisten, sie zu heizen. Die Zahl der Zwangsräumungen hat sich seit 2007 fast vervierfacht – es wird geschätzt, dass seit Beginn der Krise im Jahr 2008 bereits mehr als 350.000 Familien aus ihren Wohnungen geworfen wurden.

Portugal

Viele Portugiesen verlassen ihr hoch verschuldetes Heimatland aus Angst vor Arbeitslosigkeit und Hunger: Allein im vergangenen Jahr seien 150’000 Portugiesen ausgewandert, berichtet die Zeitung «Diário de Notícias» unter Berufung auf Zahlen der Regierung in Lissabon.

Portugal hängt seit 2011 als drittes Euroland nach Griechenland und Irland am internationalen Finanztropf. Als Gegenleistung für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) verpflichtete sich Lissabon zur Senkung des Haushaltsdefizits von 9,8 (2010) auf 5,9 (2011) sowie auf 4,5 Prozent im laufenden Jahr. Cáritas teilte mit, die Zahl der vom Wohlfahrtsverband in Portugal behandelten Armutsfälle sei 2011 im Vergleich zu 2010 um 91 Prozent auf über 95 000 gestiegen. “Das ist enorm und besorgniserregend”, klagte der Cáritas-Chef Eugénio Fonseca.

Italien

Im Süden sind laut einer Istat-Studie 23 von 100 Familien von der Armut betroffen. Im Norden Italiens sind es mit 4,9 Familien weit weniger. Laut der nationalen Statistikbehörde hat sich das Risiko einer Familie, in die Armut rutschen, erhöht. Die Situation sei insgesamt bedenklicher geworden. Zur Eindämmung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise hat die italienische Regierung ein Maßnahmenpaket in Höhe von einer Milliarde Euro verabschiedet, um einkommensschwache Familien zu unterstützen. Über acht Millionen Italiener leben in Armut, teilte das italienische Statistikamt Istat mit. Das sind 14 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 3,1 Millionen Italiener, 4,6 Prozent der Familien leben in starker Not.

Frankreich

Die Armut nimmt stetig zu, auch die Arbeitslosigkeit scheint unaufhörlich zu steigen. Hunderttausende können sich nur noch mit Hilfe von Suppenküchen und Lebensmittelgutscheinen ernähren. 13,5 Prozent der französischen Bevölkerung gilt als arm. Das sind mehr als acht Millionen Menschen. Diese Informationen gehen aus dem veröffentlichten Bericht des französischen Statistikamts hervor. Die Statistik verrät, dass 10,1 Prozent aller volljährigen Berufstätigen von Armut betroffen sind; zuvor lag dieser Anteil bei nur 9,5 Prozent. Auch Freiberufler sind zunehmend ärmer; während 2008 15,3 Prozent aller Freiberufler als arm galten, waren es ein Jahr später ganze 16,9 Prozent. Die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise haben dazu geführt, dass trotz der Schaffung von Billiglohnarbeitsplätzen die offizielle Zahl der Arbeitslosen wieder ansteigt. Die Zahl der Obdachlosen wird in mehreren Berichten mit 200.000 angegeben, wobei gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass 1,5 Millionen Menschen “schlecht untergebracht sind”, was heißen soll, dass der Zustand der Sozialwohnungen immer schlechter wurde und immer mehr Familien nicht in der Lage sind ihre Miete zu zahlen.

Festzustellen bleibt , Europa sitzt auf einen sozialen Pulverfass. Europa steht vor einer Humanitären Katastrophe, die Folgen für die Demokratie sind nicht absehbar. Und was machen Politiker, sie labern und labern und labern und sichern die grenzenlose Gier von Spekulanten, Bankern, Lobbyisten und der Wirtschaft.

Übermittelt von Frank / Sozialwacht Dresden:

Sozialwacht Dresden:

http://www.razyboard.com/system/user_Dresdner_Sozialwacht.html

Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. Volkmarml
    Jun 06, 2012 @ 14:50:19

    Das Traurige ist, dass niemand da ist, die oder der die Masse der Armen zusammenführen kann, damit die ihre berechtigten Forderungen stellen können. Ich müsste halt gesund sein und mehr Grips haben, dann könnte man vielleicht was tun?
    Volkmar

    Liken

    Antworten

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