Suppenküchen reichen nicht – Der Berliner Senat ignoriert das Thema Armut

Suppenküchen reichen nicht – Der Berliner Senat ignoriert das Thema Armut

von Peter Ruhenstroth-Bauer

Beim Thema „Strategien gegen Armut“ hält sich der Berliner Senat auffällig zurück, sagt der ehemalige Vorsitzende des Berliner Beirats für Familienfragen Peter Ruhenstroth-Bauer. Im Schatten der Aktualität des BER-Debakels und der„Schredder-Affäre“ entwickelt sich Armut so zu einem immer größer werdenden Dauerproblemen in der Stadt.

Jedes Jahr im Dezember das gleiche Ritual: Sozialverbände, Glaubensgemeinschaften, engagierte Initiativen und nicht zuletzt auch die Medien machen „Armut“ zum Thema. Es bleibt nicht nur beim Bericht, sondern es folgt ein ganz konkreter Hilfsappell. Das ist gut so, denn zu keiner Zeit des Jahres wird mehr gespendet als vor Weihnachten. Pro Jahr kommen so in Deutschland zwischen drei und fünf Milliarden Euro zusammen.

Das große ehrenamtliche Engagement vieler Menschen und auch Organisationen, für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einzutreten, verdient nicht nur Anerkennung und Respekt. Noch wichtiger ist, dass die Kehrseite der Medaille des „Engagements gegen Armut“ von der Politik mit „Maßnahmen gegen Armut“ offensiv angepackt wird. Wie schwer es aber der Politik fällt, sich mit Armut in unserem Land auseinanderzusetzen, hat gerade die Bundesregierung blamabel unter Beweis gestellt. Aus der im Entwurf zum Armuts- und Reichtumsbericht festgestellten größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich, die das „Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung“ verletze und „den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet“, wurde plötzlich das Gegenteil: sinkende Reallöhne sind „Ausdruck struktureller Verbesserungen“. Man fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt, ganz nach dem Motto: „Niemand hat die Absicht, etwas schönzureden“.

Weiterlesen im Tagesspiegel vom 25.12.2012

http://www.tagesspiegel.de/meinung/suppenkuechen-reichen-nicht-der-berliner-senat-ignoriert-das-thema-armut/7556162.html

Gute Zeit für Reiche

Gute Zeit für Reiche

Keine frohe Botschaft: Die Einkommensentwicklung in Deutschland signalisiert vertiefte soziale Spaltung. Wissenschaftler sehen Zusammenhang zur EU-Krise

Von Daniel Behruzi

Die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich wachsen weiter. Diese unweihnachtliche Botschaft ist die Essenz des vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten »Verteilungsberichts 2012«. Die Autoren der in der Dezember-Ausgabe der WSI-Mitteilungen veröffentlichten Studie sehen einen Zusammenhang zwischen der wachsenden Ungleichheit hierzulande und den zunehmenden Ungleichgewichten innerhalb der Europäischen Union.

Im Aufschwung haben sich die Beschäftigteneinkommen auf den ersten Blick vergleichsweise positiv entwickelt. So sind die Bruttolöhne 2011 gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes effektiv um drei Prozent gestiegen. Allerdings fällt dieser Wert mit 1,9 Prozent für sogenannte Minijobber deutlich niedriger aus. Zudem basiert die dreiprozentige Lohnsteigerung in Teilen auf überproportional erhöhten Sonderzahlungen, so dass die »reine« Zunahme bei 2,4 Prozent liegt. Da sich zur gleichen Zeit die Wochenarbeitszeit um 0,5 Prozent verlängert hat, beträgt die Erhöhung des Stundenverdienstes ohne Sonderzahlungen lediglich 1,9 Prozent – in Ostdeutschland nur 1,4 Prozent. Das bedeutet, dass die Schere zwischen Ost und West wieder weiter auseinandergeht. 2011 verdienten Ostdeutsche gut drei Viertel dessen, was ihre Kollegen im Westen pro Arbeitsstunde erhielten. Insbesondere in der ostdeutschen Industrie ist die Einkommenslücke gegenüber Westdeutschland deutlich gewachsen.

Weiterlesen in der jungen Welt vom 27.12.2012

http://www.jungewelt.de/2012/12-27/019.php

Siehe dazu auch: „Hartz – Wahnsinn“

http://hoelderlin.blog.de/2012/12/26/hartz-wahnsinn-15357178/

»Hartz-Wahnsinn«

»Hartz-Wahnsinn«

Als Dauerzustand ist dieses Sozialsystem eine große Belastung, insbesondere zu Weihnachten in der Bankenmetropole Frankfurt am Main

Von Gitta Düperthal

Seitdem Hartz IV 2005 umgesetzt wurde, können sich viele Betroffene kein Weihnachtsfest mehr leisten. Am 24. Dezember sitzen sie allein und gefrustet zu Hause – besonders in Frankfurt am Main, wo in festlich geschmückten Einkaufszeilen Geschenkartikel und Lebensmittel teurer sind als in anderen Regionen der Republik. Jahr für Jahr krempeln deshalb die Sozialaktivistin Wiltrud Pohl, Vorsitzende des Vereins Höchster Leuchtfeuer, und der Gastwirt der Gaststätte »Zum Bären« Frank Wellert und seine Angestellten die Ärmel energisch hoch und laden zum Fest ein. Als die etwa 100 Gäste gegen 17 Uhr eintrudeln, haben Pohl und ihre Unterstützer bereits wie jedes Jahr liebevoll ausgesuchte und eingepackte Geschenke verteilt. Gänsebraten, Rotkohl und Klöße gibt es. Friseurmeister Wolfgang Hofmann und seine Angestellten haben einen freien Tag drangegeben, um Festtagsfrisuren zu zaubern. Schick sein, welch Luxus!

Weiterlesen in der jungen Welt vom 27.12.2012

http://www.jungewelt.de/2012/12-27/046.php

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

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