Stern TV "Schluss mit Hartz IV" – Eine Frau kämpft für das Ende von Hartz IV

Stern TV „Schluss mit Hartz IV“ – Eine Frau kämpft für das Ende von Hartz IV

„Eine Jobcenter-Mitarbeiterin prangert offen die Missstände im Umgang mit Hartz IV-Empfängern an. Damit macht sich Inge Hannemann nicht überall beliebt. Bei stern TV spricht sie über ihre Beweggründe.

Seit acht Jahren hat Inge Hannemann in unterschiedlichen Jobcentern gearbeitet. Jetzt sagt sie: „Hartz IV verletzt das Grundgesetz, weil Hartz IV die Würde des Menschen verletzt.“ Durch diese und ähnliche Äußerungen gilt sie in der Behörde inzwischen als Querulantin – und wurde im April vom Dienst freigestellt. Inge Hannemann sagt, sie würde nur äußern, was viele ihrer Kollegen nicht öffentlich wagen: Sie benennt schonungslos die Missstände im Umgang mit den Arbeitslosen. Denn für viele Hartz IV-Empfänger bedeute das Jobcenter lediglich Leiharbeit, Druck und Sanktionen. Über Jahre seien Zahlen und Zielvorgaben wichtiger geworden, als die Menschen. Was zähle seien Vermittlungs- und Sanktionsquoten. Immer öfter würden die Arbeitslosen in sinnlose Maßnahmen gesteckt. stern TV hat die Hamburgerin besucht. Im Studio erklärt Inge Hannemann im Gespräch mit Steffen Hallaschka, weshalb sie so mutig die Abschaffung von Hartz IV fordert und dafür notfalls vor dem Europäischen Gerichtshof kämpfen will.“

Quelle: stern.de/tv

Stern TV vom 12.06.2012:

http://www.stern.de/tv/sterntv/jobcenter-mitarbeiterin-inge-hannemann-schluss-mit-hartz-iv-2022979.html

Inge Hannemann über Sanktionen und Praktiken in Jobcentern

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Heike Mienert
    Jun 13, 2013 @ 07:38:29

    Endlich sagt mal jemand, wie es wirklich ist auf dem Arbeitsamt.Auch ich hatte jahrelang unter Schikanen zu leiden. Man wird in „Umschulungen “ gezwungen, die absolut nicht zum Berufsbild passen und kein Stück weiter helfen um in Arbeit zu kommen. Die Arbeitsangebote liegen unter allen Möglichkeiten wirklich genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können. Ich bin alleinstehend, zur Zeit in EU-Rente, und kann mir ein Auto nicht leisten. Da ich auf dem Land lebe und in der Nähe absolut kein Job zu finden ist, bin ich schon durchs soziale Netz gefallen.
    Was man sich alles von den Mitarbeitern des Arbeitsamtes anhören muß , geht oft wirklich auch total unter die Gürtellinie, nur damit dieser Mitarbeiter seinen Job behalten kann. Wie es ist, unter dem Existenzminimums zu leben, können solche Leute sich garnicht vorstellen. An Leiharbeitern verdienen nur die Leiharbeitsfirmen, die ja nur Vermittler sind. Das ist für mich moderner Sklavenhandel, der vom Staat noch gefördert wird.
    Die realitätsfremden Diskussionen der Politiker, gleich welcher Partei , sind für mich eine Verhönung der Bevölkerung! Von wegen – die Würde des Menschen ist unantastbar – sie wird täglich tausendfach mit Füßen getreten!
    Heike Mienert

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  2. Peter 59
    Jun 13, 2013 @ 11:55:24

    Fr. Hannemann hat die Aufgabe, Mut zu machen, Mut, den Sie durch Ihr eigenes kämpferisches Vorgehen selber lebt und sie hat die Aufgabe, aufzuklären, damit viele Ihrer Mitmenschen die sich in dieser schwierigen H-IV Lebenssituation befinden, den Weg gehen können selber zu diesem Mut zu finden, selbst sich aus der Angst zu befreien um sich selbst zu finden um die eigenen Ziele wieder wahrzunehmen und zu verfolgen.
    Die Drohgebärden dieser ARGEn können nur dann wirksam sein wenn wir uns von unserem eigenem innere Kern entfernt haben, d.h. unsere eigene Kraft und unser Lebensglück aus den Augen verloren haben.
    Von unserer Seite aus ist es wichtig, Solidarität und Anerkennung für Fr. Hannemann und ihre Arbeit zu zeigen. Als Prozessbesucher z.B. Denn Sie tut diese Arbeit für uns und braucht unser Feedback, unsere Anerkennung.

    p.s: Daß das damalige Arbeitslosenhilfesystem optimal war stimmt so nicht ganz. Es zeigte sich zwar nicht repressiv so offen wie das H-IV System heute aber der Charakter war trotzdem auf Macht und Angsterzeugung aufgebaut, wenn auch nur subtiler.

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  3. Hoelderlin
    Jun 13, 2013 @ 15:20:57

    Es wird eine weitere Gerichtsverhandlung vor dem Hamburger Arbeitsgericht geben und hier können dann noch mehr Menschen ihre Solidarität zeigen und sich öffentlich gegenüber den Medien äußern.

    Ich selbst werde dann auch vor Ort sein, was beim ersten Termin leider nicht möglich war, da ich bereits bei einer anderen Veranstaltung zu einem ähnlichen Thema war.

    LG Hoelderlin

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  4. HeikoderAnwalt
    Jun 15, 2013 @ 13:36:58

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Menschenrechte von den Armen in Deutschland werden mit Füßen getreten.

    Die Jobcenter haben die Deutsche Geschichte vergessen. Es weiß niemand von deren Sachbearbeitern, warum und wie das Grundgesetz in Deutschland eingeführt wurde. Die Sachbearbeiter denken, dass allein das Sozialgesetzbuch 2 für die Arbeitslosen gilt; als hätten Arbeitslose keine Menschenrechte (Grundrechte). Sie verstehen auch nicht, dass alle Gesetze in Deutschland auf dem Grundgesetz basieren und dass Artikel I im Grundgesetz für alle Gesetze in Deutschland die uneingeschränkt bindende Leitlinie ist.

    Bei Jobcenter geht es nur darum, Geld einzusparen, – indem man den Arbeitslosen das Geld kürzt. Wie Sie (nicht alle) wissen gibt es Sanktionslisten bei Jobcenter. Diese Listen beschreiben, wie viel Geld und wie ein Sachbearbeiter durch Sanktionen (Strafen) den Arbeitslosen weggenommen und eingebracht hat. Über diese Listen führt die Karriereleiter bei Jobcenter nach oben.

    Weiß jemand eigentlich, was die „Soziale Marktwirtschaft“ bedeutet. (nicht nur dass das der Hauptunterschied zwischen Menschen und Tieren ist). Bei Jobcenter weiß das wohl keiner.
    Bei Jobcenter wird ein Menschenleben (eines Hilfebedürftigen) anhand von Sanktionslisten (Hartz IV-Sanktionen: 529.371 betroffene erwerbsfähige Leistungsberechtigte in 2012) und WAV Werten gemessen.

    Ist die „Soziale“ Marktwirtschaft nur ein Wort ohne jegliche Bedeutung für Deutschland geworden?

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