Hartz-IV-Kritiker – Marcel Kallwas wurde für seine Kritik an den Hartz-IV-Sanktionen gekündigt.

Hartz-IV-Kritiker – Marcel Kallwas wurde für seine Kritik an den Hartz-IV-Sanktionen gekündigt.

Marcel Kallwass’ Berufswunsch war bereits als Schüler Berufsberater. Daher hat er ein dreijähriges Studium bei der Bundesanstalt für Arbeit in Mannheim begonnen, das er in wenigen Monaten beendet hätte. Doch am 27. Januar kündigte die Arbeitsagentur Ulm dem 22-Jährigen fristlos. Begründung: Er habe seine Loyalitätspflichten verletzt und den Arbeitgeber beleidigt.
Überraschend kam das nicht. Bereits Ende November 2013 war Kallwass zweimal von der Hochschule abgemahnt worden. Der Konflikt begann während seiner Hospitanz im Jobcenter Ulm. »Dort habe ich zweimal mitbekommen, wie Erwerbslose sanktioniert wurden. Mir war sofort klar, dass es nicht der richtige Weg ist«, berichtet Kallwass. Daraufhin versuchte er, unter seinen Kommilitonen Diskussionen über die Sanktionen anzuregen – mit mäßigem Erfolg. Zu radikal erschien die Kritik, die Kallwass auch auf seinem Blog kritischerkommilitone.wordpress.com veröffentlichte.

Weiterlesen im Neuen Deutschland vom 31.01.2014

http://www.neues-deutschland.de/artikel/922594.hartz-iv-kritiker.html

Bundesagentur für Arbeit schasst kritischen Studenten der Hochschule – Kommentar zur Kündigung von Marcel Kallwass

altonabloggt http://altonabloggt.wordpress.com/

Bundesagentur für Arbeit schasst kritischen Studenten der Hochschule Kommentar zur Kündigung von Marcel Kallwass

Überraschend kam es nicht: die fristlose Kündigung des „kritischen Kommilitone“: http://kritischerkommilitone.wordpress.com/ Marcel Kallwass an der Hochschule Mannheim der Bundesagentur für Arbeit (HdBA). Eher ist es eine Retorte, welche planmäßig nach zwei zuvor erteilten Abmahnungen gegen diesen kritischen Studenten ausgesprochen wurde. Ist die vorausgesetzte und erwartete überdurchschnittliche Loyalität gegenüber einen Arbeitgeber eine Sache, so stellt sich doch die Frage nach der Kritikfähigkeit einer Behörde und der Ethetik. Dass die Bundesagentur für Arbeit dem wenig bis kaum gewachsen ist, zeigen schon alleine die vielen Rechtfertigungen in den letzten Monaten. Ob man diese nun als Lügen, Beschwichtigungen, Täuschungen, Wahrheiten oder gar als ein Ufo einer unbekannten Materie sieht, bleibt dabei den Zuhörern und Lesern selbst überlassen. Vielleicht fallen Weihnachten und Ostern auch mal zusammen.

Ebenso stellt sich die Frage, warum gerade ein Studierendenvertreter http://www.fnweb.de/nachrichten/rauswurf-mit-ansage-1.1381356 dieser Hochschule bereits so gepolt ist, dass er von Radikalisierung im Kontext zu Kallwass spricht. Da wirken Aussagen um menschliches Mitgefühl eher fehl am Platz und gehören in die Sendung „Wetten dass“, wir alle linientreu mitschwimmen. Mutig und offen wäre es gewesen einen Kreis von Studenten und Dozenten zu bilden, in dem die Kritikpunkte von Kallwass angesprochen werden und welche Alternativen es geben könnte. Dass jedoch ist nicht gewünscht und so wird auch Kallwass in eine Ecke gedrängt, der ihn zum Querulanten abstempelt. Eine didaktorische Totschlagwaffe, um jeglicher Diskussion aus dem Weg zu gehen.

Unvereinbarkeit zwischen Macht und Unmacht

Kallwass rief in seinem zweiten Flugblatt http://kritischerkommilitone.wordpress.com/2014/01/14/flugblatt-nr-2-widerstand-wird-zur-pflicht/ zum Widerstand auf und lehnt sich damit, in seinen Augen gegen das Unsoziale im Machtapparat der Jobcenter und Arbeitsagenturen auf. Ein passiver Widerstand im Wechsel zwischen dem menschlichen Bewusstsein einerseits und der gesellschaftlichen Praxis andererseits, im Konstrukt der Behörden. Besteht jedoch ein krasser Wechsel, könnte man doch auch meinen, Kallwass hätte freiwillig gehen können. Dazu meint Kallwass, das System von innen heraus verändern zu wollen. Und nun scheinen zwei Bewertungssysteme aufeinander zu prallen und weit auseinander zu gehen. Moralische oder gar menschliche Beweggründe stoßen auf vermeintliche Obrigkeit und damit über die Definitionsmacht über Recht und Gesetz. Das kann nicht gut gehen. Und ist auch nicht gewollt. Unmacht gegen Macht. Utopien gegen Sozialgesetzbücher. Nonkonformismus gegen Konformismus, unter Aufgabe der eigenen Individualität, weil alles im Sinne der Steuerzahler und mit Legitimität des Parlaments geregelt wird.

Ethische Kontexte bleiben dabei im Hintergrund. Kallwass ist nicht gegangen, sondern aus der zwangsläufigen Sicht der Unvereinbarkeit zwischen Macht und Unmacht geflogen. Die Bundesagentur für Arbeit zeigt ihr Gesicht mehr als deutlich. Sie spricht von Verunglimpfung und von Beleidigung gegenüber dem Arbeitgeber. Dabei außer Acht gelassen wird jedoch der reine menschliche Aspekt. Dieser zeigt sich tagtäglich in der hohen Anzahl der Bezieher nach Arbeitslosengeld II. Hier sitzen Millionen von Berechtigten knapp hunderttausend Sachbearbeitern gegenüber. Millionenfaches gegenüber knapp Hunderttausendfaches. Und da will man Menschliches außer Acht lassen? Nein, dafür reichen Diskussionsrunden oder Arbeitskreise intern bei weitem nicht aus. Nach dem Motto: „Wenn du nicht weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.“ Das kann vielleicht nur ein Anfang sein, aber schlussendlich muss ein oppositionelles Handeln gegenüber der Obrigkeit erfolgen. Und diese Obrigkeiten sitzen aktuell im roten und schwarzen Stuhl der Regierung und damit auch zwangsläufig in den Ausführungen der Bundesagentur für Arbeit. Stärke zeigt sich dadurch, dass man sich den Kritiken stellt und sei es mit allen Achs und Wehs. Es geht hier nicht mehr nur um Einzelfälle bei den Leistungsberechtigten nach Arbeitslosengeld I oder II, sondern um eine Gesellschaft, die auch Dank Behördenstruktur mehr und mehr verroht.

Fast könnte man meinen, eine Verrohung die von Oben gewünscht ist. Mundtote lassen sich scheinbar leichter lenken. Wenn sich da mal die Bundesagentur für Arbeit nicht irrt.

altonabloggt vom 30.01.2014

http://altonabloggt.wordpress.com/2014/01/30/bundesagentur-fur-arbeit-schasst-kritischen-studenten-der-hochschule/#comment-12862

Persönlicher Kommentar:

„Es lässt für Hartz IV – Betroffene nichts Gutes erwarten, wenn junge Menschen, in diesem Fall Studenten an der Hochschule der Bundesarbeitsagentur in Mannheim so unkritisch in ihrem Bewusstsein und Denken sind.

Millionen Betroffene die mit Hartz IV von sozial verrohten Politikern in die totale Verelendung bis hinein in die Altersarmut durch eine Zwangsverrentung mit 63 (natürlich mit deftigen Abschlägen) getrieben werden, sind völlig zu recht verbittert und wütend. Haben sich längst von dieser faschistoiden Gesellschaft zurück gezogen und gehen kaum noch zur Wahl.

Und in dieser Situation zeigt ein Marcel Kallwass Verstand, Bewusstsein und eine außergewöhnlich hohe soziale Kompetenz und Mitgefühl. Marcel ist es eben nicht egal wie in diesem Land mit Millionen Menschen umgegangen wird, egal ob in den Jobcentern oder durch korrupte Politiker. Er geht in die Öffentlichkeit und stellt die BA, die politische Klasse, aber auch diese hoch faschistoide Gesellschaft völlig zu recht an den Pranger.

Er fordert seine Kommilitonen zu einem kritischen Denken und Handeln auf. Doch seine Mit – Studenten??? fühlen sich nur gestört und genervt, jedenfalls so wie die Studentenvertretung der Mannheimer Hochschule das behauptet. Zu meiner Studentenzeit waren wir selbstverständlich kritisch und sind viel deutlicher auf die Straße gegangen. Vieles konnte in Deutschland dadurch zum Positiven verändert werden. Doch was die Studenten an der Mannheimer Hochschule zeigen, ist einfach nur noch peinlich und höchst primitiv. Das lässt für die Zukunft kaum Hoffnung auf bessere Zeiten. Was diese Studenten dabei vergessen ist, dass es um ihre eigene Zukunft geht, geprägt von Hartz IV, Leiharbeit, prekärer Beschäftigung und eine Gesellschaft die immer unmenschlicher wird.“

Michael Lange / Hamburg / Hoelderlinblog

Die Hamburger Tafeln sind überlaufen – Umzug statt Aufnahmestopp

Die Hamburger Tafeln sind überlaufen – Umzug statt Aufnahmestopp

Weil immer mehr Menschen dort Lebensmittel holen, haben einige Ausgabestellen einen Aufnahmestopp verhängt. Die größte, in der Siedlung Osdorfer Born, geht einen anderen Weg.

HAMBURG taz | Eisiger Wind weht um die sechs bunten Häuser, die wie hingeworfen auf der Wiese stehen, umrahmt von den Hochhäusern der Hamburger Großsiedlung Osdorfer Born. Vom Sozialkaufhaus über einen Seniorentreff bis zur Elternschule: 19 Initiativen und Vereine sind in der ehemaligen Grundschule untergebracht. In das knallrote Haus mit den bodentiefen Fenstern gleich an der Einfahrt zieht nun die größte Ausgabestelle der Hamburger Tafel ein. Ihre alten Räume sind zu klein geworden für den stetig wachsenden Andrang.

Weiterlesen in der taz vom 26.01.2014

http://www.taz.de/Umzug-statt-Aufnahmestopp/!131763/

Siehe auch Kritisches Aktionsbündnis: „20 Jahre Tafeln sind genug“:

http://hoelderlin1.wordpress.com/2013/09/07/kritisches-aktionsbundnis-20-jahre-tafeln-sind-genug-vom-26-28-april-2013/

Lisa Fitz: Ein Lied über die neue Armut:

JEDER ZEHNTE AKADEMIKER ARBEITET FÜR NIEDRIGLOHN

JEDER ZEHNTE AKADEMIKER ARBEITET FÜR NIEDRIGLOHN

Vor allem Akademikerinnen von Niedriglöhnen betroffen

21.01.2014

Niedriglöhne betreffen nicht nur Menschen mit geringer fachlicher Qualifikation. Neue Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen zeigen, dass fast jeder zehnte Akademiker im Niedriglohnsektor beschäftigt ist. Vor allem Frauen mit Hochschulabschluss arbeiten häufig für geringe Löhne.

Zahlen der Akademiker im Niedriglohnsektor schwanken seit Jahren zwischen sieben und fast 12 Prozent

Fast jeder zehnte Akademiker hat 2012 9,30 Euro brutto oder weniger pro Stunde verdient. Trotz Studium arbeiteten etwa 8,6 Prozent der abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss im Niedriglohnbereich. Die Zahlen gehen auf Berechnungen des IAQ zurück, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen. Wie die Zeitung berichtet, waren das rund 688.000 Menschen. Das Institut definiert die Schwelle zum Niedriglohn bei zwei Dritteln des durchschnittlichen mittleren Stundenlohns. 2012 lag lag Niedriglohnschwelle bei einem Stundenlohn von 9,30 Euro brutto.

„Es gibt seit Jahren eine konstante Gruppe von akademisch ausgebildeten Arbeitnehmern, die zu geringen Löhnen arbeiten“, erläuterte Claudia Weinkopf vom IAQ gegenüber der Zeitung. Trotz eines leichten Rückgangs sieht die Expertin keinen Abwärtstrend. Es gebe seit Jahren Schwankungen zwischen sieben und knapp zwölf Prozent.

Meist arbeiten Akademikerinnen im Niedriglohnsektor

Die Berechnungen zeigen zudem, dass vor allem weibliche Akademikerinnen im Niedriglohnsektor beschäftigt sind. Demnach ist das Risiko für Frauen mit Hochschulabschluss fast doppelt so hoch wie das der Männer, in diesem Bereich zu arbeiten. Während 11,4 Prozent der Akademikerinnen 2012 nicht mehr als 9,30 Euro brutto pro Stunde verdienten, waren es bei den Männern nur 6,1 Prozent.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter informiert, habe es zudem eine Zunahme der arbeitslosen Akademiker gegeben. 2013 stieg die Zahl um 21.400 auf 191.100 Menschen im Vergleich zum Vorjahr an. Dieser Zuwachs von 13 Prozent sei der BA zufolge auf die stark gestiegene Zahl der Hochschulabsolventen sowie die geringere Nachfrage nach Akademikern durch Unternehmen zurückzuführen. Demgegenüber soll der BA zufolge aber eine starke Zunahme bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Hochschulabschluss zu verzeichnen sein. Im Juni 2013 betraf das 625.000 Akademiker mehr als zwei Jahre zuvor. Das entspreche einem Plus von 20 Prozent. (ag)

gegen-hartz.de vom 21.01.2014

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/jeder-zehnte-akademiker-arbeitet-fuer-niedriglohn-900159055.php

"Große Teile der bürgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen"

„Große Teile der bürgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen“

Sarah Buron und Patrick Spät

24.01.2014

Jutta Ditfurth über den verwandlungsfähigen Kapitalismus, den zunehmenden Rassismus, den ausbleibenden Widerstand

Die Publizistin, Soziologin und politische Aktivistin Jutta Ditfurth setzt sich seit Jahrzehnten kritisch mit dem Kapitalismus und dem politischen Zeitgeschehen auseinander. Im Gespräch erklärt sie, warum Reformen und Parteien nichts am Kapitalismus ändern und weshalb die Revolution noch immer nicht ausgebrochen ist.

Frau Ditfurth, in Ihrem Buch „Zeit des Zorns“ schreiben Sie: „Der Kapitalismus ist durch Reformen nicht in eine humane Gesellschaft zu überführen.“ Haben Sie überhaupt noch Hoffnung in die Parteipolitik?

Jutta Ditfurth: Nein. Reformen sind ja heute keine Reformen mehr, also keine wirklichen Verbesserungen der Lage der Menschen. Wenn eine Reform angekündigt wird, ist das eher eine Drohung, denn es folgt meistens eine Verschlechterung der sozialen Lage, spätestens durch die Hintertür. Durch das, was heute „Reformen“ genannt wird, sind keine Änderungen hin zu sozialer Gleichheit und wirklicher Freiheit in einer dann humanistischen Gesellschaft möglich.

Aber nicht nur Parteien sind reformistisch, sondern auch etliche soziale Bewegungen sind es. Selbst wenn in einer bestimmten historischen Phase die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse gewisse Verbesserungen, sogenannte „Reformen“ für Mensch und Natur zulassen, sind diese nicht von Dauer, denn sobald der emanzipatorische Druck nachlässt, werden diese wieder abgeräumt.

Die dem Kapital eigene gnadenlose Konkurrenz und Profitmaximierung erzwingen die Spaltung der Gesellschaft in wenige Reiche und viele Arme. Der Brutalität und der Vernichtungslogik des Kapitals sind weltweit keine Grenzen gesetzt. Der Staat des Kapitals und seine Parteien sind Ausdruck dieser kapitalistischen Gewaltverhältnisse. Linke Flügel staatstragender Parteien sind gestutzte Flügel, sie fliegen nie zu den Wurzeln des Problems.

Weiterlesen bei heise online vom 24.01.2014

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40798/1.html

Neuer Anlauf für Nulltarif im Nahverkehr

Neuer Anlauf für Nulltarif im Nahverkehr

Berlin: Kampagne »Ticketteilen« gestartet: Zeichen gegen Kriminalisierung von »Schwarzfahrern« setzen

Von Jana Frielinghaus

In manchen Städten in Europa ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kostenlos. Dergleichen sei auch in Berlin finanzierbar – wenn Politik und Verwaltung denn willens seien, meint Uwe Hiksch, Vizevorsitzender des Landesverbandes der Naturfreunde in der Hauptstadt. Der Verein startete am Donnerstag die Kampagne »Ticketteilen«. Hiksch stellte sie mit Naturfreunde-Geschäftsführerin Judith Demba der Öffentlichkeit vor. Inhaber von Monats- oder Wochentickets werden damit aufgerufen, auf ihren Fahrschein in den Zeiten, in denen das erlaubt ist, andere mitfahren zu lassen. Ihre Bereitschaft dazu können sie mit einem am Revers getragenen gelben Button signalisieren.

Weiterlesen in der jungen Welt vom 25.01.2014

http://www.jungewelt.de/2014/01-25/032.php

Alle Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der Rente ab 63 vollständig berücksichtigen

Alle Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der Rente ab 63 vollständig berücksichtigen

“Die Rente ab 63 hat kein Datenproblem, sondern ein riesiges Gerechtigkeitsproblem. Langzeiterwerbslose und Hartz-IV Beziehende sollen außen vor bleiben. Das ist der eigentliche sozialpolitische Skandal”, so Matthias W. Birkwald, Rentenexperte der Bundestagsfraktion DIE LINKE, zum Rentenpaket von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Birkwald weiter:

„Die Deutsche Rentenversicherung hat in ihrer Stellungnahme zum Rentenpaket der Bundesregierung nicht nun auf die unzureichende Datenlage hingewiesen. Nach ihrer Auffassung verstößt die Diskriminierung von Langzeitarbeitslosen gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes (Art. 3 GG). Deshalb fordert DIE LINKE gemeinsam mit vielen Sozialverbänden und Gewerkschaften: Alle Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der Rente ab 63 müssen vollständig berücksichtigt werden.

Vom abschlagsfreien Zugang ab 63 sollen alle Versicherten mit 45 Beitragsjahren und gleichgestellten Zeiten profitieren können. Das schließt Hartz-IV-Beziehende ein und das löst nicht nur das Datenproblem, sondern auch die soziale Schieflage.”

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Der Sozialticker vom 23.01.2014

http://www.sozialticker.com/alle-zeiten-der-arbeitslosigkeit-bei-der-rente-ab-63-vollstaendig-beruecksichtigen_20140123.html

Telefonlisten der Jobcenter bundesweit jetzt über die Internetseiten der Piratenpartei

Telefonlisten der Jobcenter bundesweit jetzt über die Internetseiten der Piratenpartei

Telefonnummern und Durchwahlnummern der Sachbearbeiter der Jobcenter

Ihre Sachbearbeiter im Jobcenter

Die Piratenpartei Deutschland veröffentlicht hier die Telefonlisten mit den Durchwahlnummern der Sachbearbeiter von zurzeit 134 Jobcentern.

Damit setzt sie das Transparenz-Projekt von Harald Thomé fort, der das Kostenrisiko für Rechtsverfahren nicht mehr tragen mag, die ihm von mehreren Jobcentern angedroht wurden. Herr Thomé entschied sich am 8. Januar 2014, das Projekt aufzugeben. Wir führen es weiter, denn als Partei können wir den Einschüchterungsversuchen von Jobcentern gelassener entgegentreten als eine Einzelperson.

Jobcenter sind Behörden der sozialen Grundsicherung. Ihre Sachbearbeiter – die sich ja sogar Kundenberater nennen – dürfen sich nicht hinter einer unpersönlichen Callcenter-Rufnummer verstecken! Die Telefonlisten sind im Geiste des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) §5 von den Jobcentern herauszugeben. Und zwar an jeden, der danach fragt. Der Versuch, Herrn Thomé zu verbieten, die Listen online zu stellen, macht überhaupt keinen Sinn. Es kann nicht sein, dass jeder einzelne Bürger die Telefonliste »seines« Jobcenters mühsam erfragen oder teilweise sogar einklagen muss. Die Piraten fordern, dass Behörden die Informationen nach IFG grundsätzlich maschinenlesbar, in offenen Formaten und für jede Art der Nutzung frei über das Internet bereitstellen müssen. Im Interesse der Bürger, aber durchaus auch in ihrem eigenen Interesse – denn so lassen sich ja auch viele unnötige Nachfragen vermeiden.

Leider haben nur einige Jobcenter das verstanden und die Listen selbst ins Internet gestellt. Danke dafür! Anderen Jobcentern helfen wir gerne und übernehmen das: Die Piratenpartei wird die Telefonlisten auf ihren Servern hosten und auch zur viralen Verbreitung bereithalten.

Hier die Internetseite Piratenpartei / Telefonlisten Jobcenter

http://wiki.piratenpartei.de/Telefonlisten_Jobcenter

"Rente statt Hartz IV – Wie Arbeitslose in den Ruhestand gezwungen werden."

„Rente statt Hartz IV – Wie Arbeitslose in den Ruhestand gezwungen werden.“

MDR – Exakt vom 22.01.2014

http://www.mdr.de/exakt/verteilseite458.html

Die Zahl liest sich gut, erst recht wenn man sich die Lage in vielen Nachbarländern anschaut. Deutschland hat gerade mal 2,95 Millionen Arbeitslose. Das ist vergleichsweise wenig und klar darüber können wir uns freuen.

Aber diese Statistik ist schlicht und ergreifend bereinigt. Bereinigt von älteren Menschen, die lange keinen Job mehr gefunden haben. Statt sie zu fördern oder zu schulen, werden sie einfach in Rente geschickt, ob sie wollen oder nicht. Zwangsverrentung, eines der Themen am Mittwoch in Exakt.

Weiterer Beitrag:

Krumme Geschäfte mit Fördermitteln – Wie mit Weiterbildungen Kasse gemacht wurde.

Rente statt Hartz IV – Wie Arbeitslose in den Ruhestand gezwungen werden.

Rente statt Hartz IV – Wie Arbeitslose in den Ruhestand gezwungen werden.

MDR – Exakt – Mittwoch, den 22.01.2014 / 20.15 Uhr

MDR – Exakt vom 22.01.2014

http://www.mdr.de/exakt/verteilseite458.html

Die Zahl liest sich gut, erst recht wenn man sich die Lage in vielen Nachbarländern anschaut. Deutschland hat gerade mal 2,95 Millionen Arbeitslose. Das ist vergleichsweise wenig und klar darüber können wir uns freuen.

Aber diese Statistik ist schlicht und ergreifend bereinigt. Bereinigt von älteren Menschen, die lange keinen Job mehr gefunden haben. Statt sie zu fördern oder zu schulen, werden sie einfach in Rente geschickt, ob sie wollen oder nicht. Zwangsverrentung, eines der Themen am Mittwoch in Exakt.

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Krumme Geschäfte mit Fördermitteln – Wie mit Weiterbildungen Kasse gemacht wurde

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

Sozialsystem Schweiz

Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

kritischerkommilitone

Nicht nur Kritik am Arbeitsamt

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