Immer mehr arbeiten auf eigene Rechnung

Immer mehr arbeiten auf eigene Rechnung

Studie: Zahl der Selbständigen stieg seit 2000 um 40 Prozent. Großteil verdient schlecht

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten einer Studie zufolge alleine und auf eigene Rechnung. Dabei müssen sie sich aber mit mageren Einkommen zufrieden geben. Zwischen 2000 und 2011 stieg die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen um etwa 40 Prozent auf 2,6 Millionen, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mitteilte.

Damit hätten inzwischen 57 Prozent aller Selbständigen keine Mitarbeiter. Sie seien im Schnitt besser qualifiziert als die Gesamtheit der Erwerbstätigen, nicht aber besserverdienend. »Ein erheblicher Teil der Solo-Selbstständigen erzielt nur ein geringes Einkommen«, sagte DIW-Experte Karl Brenke. Etwa ein Drittel müsse sogar dem Niedrigeinkommenssektor zugerechnet werden. Sie verdienten pro Stunde weniger als 9,20 Euro. Im Schnitt kämen alle Solo-Selbständigen auf knapp 13 Euro Stundenlohn und damit auf geringere Einkünfte als Arbeitnehmer. Besonders häufig arbeiten die Einzelkämpfer der Studie zufolge in künstlerischen Berufen, als Lehrer, Publizisten, Psychologen oder in Pflegejobs. Handwerker arbeiten dagegen seltener auf eigene Rechnung. Für viele stelle die Selbständigkeit eine Übergangslösung dar, sie wechselten danach in ein Angestelltenverhältnis.

Weiterlesen in der jungen Welt vom 14.02.2013

http://www.jungewelt.de/2013/02-14/024.php

Ausgeliefert ! Leiharbeiter bei Amazon

Ausgeliefert ! Leiharbeiter bei Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Online-Händler der Welt und auch in Deutschland schon lange die Nummer eins. Fast jedes Produkt lässt sich hier günstig bestellen, geliefert wird oft über Nacht – selbst noch am Heiligen Abend. Doch wer packt die Pakete für die Bescherung? Jedes Jahr zur Hochsaison wirbt Amazon Deutschland tausende Wanderarbeiter aus dem Ausland an. Für viele Spanier ist der Ruf nach Deutschland in Zeiten der Eurokrise wie ein Lottogewinn.

Was die Arbeiter tatsächlich erwartet, ist eine böse Überraschung. Nicht Amazon legt ihnen in Deutschland einen Vertrag vor, sondern eine Leiharbeitsfirma. Deutlich weniger Lohn als bei der Anwerbung in Spanien versprochen, nach Feierabend stundenlanges Warten auf den überfüllten Bus, der sie über zig Kilometer Autobahn in ihre Unterkunft bringen soll. Sie leben zu zweit auf engstem Raum in einem zu dieser Jahreszeit verlassenen Ferienpark. Hier führt ein Sicherheitsdienst ein Regime, das auf Einschüchterung setzt und immer wieder in die Privatsphäre der Arbeiter eindringt. Wer sich wehrt, fliegt raus. Fristlos.
Die Reportage deckt auf, was sich hinter der Fassade von Amazon.de verbirgt und wer dafür zahlt, dass die schöne neue Warenwelt des Internethändlers so billig zu haben ist.

Vorschau – Das Erste – Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/vorschau-auf-ausgeliefert-leiharbeiter-bei-amazon-mi?documentId=13340392

http://programm.ard.de/TV/daserste/ausgeliefert–leiharbeiter-bei-amazon/eid_281069485704849?datum=&list=main&first=1

ZDF – Zoom vom 23.01.2013 – Die Minijob – Masche – Maximale Ausbeutung – minimaler Lohn

ZDF – Zoom vom 23.01.2013 – Die Minijob – Masche

Die Minijob-Masche

Maximale Ausbeutung – minimaler Lohn

Mit der Hartz-Reform sollte alles einfacher werden. Sozialhilfe und Arbeitslosengeld wurden zusammengelegt, Arbeitswilligen Steine aus dem Weg geräumt, Bürokratie abgebaut. Teil des Konzepts war der Minijob, der es auch Empfängern von Sozialleistungen möglich machen sollte, Geld unkompliziert dazu zu verdienen. Den Arbeitgebern sollte es leichter gemacht werden, Arbeitslosen eine Chance zu geben, ohne direkt festanstellen zu müssen.

Die Politik hoffte, Unternehmen und Arbeitslose könnten sich so risikofrei kennen lernen und, sollte es dann doch nicht passen, auch unkompliziert wieder trennen. Ziel war es, möglichst viele Arbeitslose in Festanstellungen zu vermitteln.

Maximal 450 Euro

Über sieben Millionen Menschen arbeiten mittlerweile in einem Minijob, dürfen nächstes Jahr maximal 450 Euro im Monat dazu verdienen. Nur: Festangestellte werden aus Minijobbern kaum, eher das Gegenteil ist der Fall.

Für Unternehmer bietet der Minijob nämlich in erster Linie vielfache Möglichkeiten zu sparen. Und genau das ist das Problem. So nutzen Unternehmen die Regelung, um ohnehin schlecht bezahlte Minijobber noch zusätzlich auszubeuten: Urlaub wird nicht gewährt, bei Krankheit droht Kündigung, Mindestlöhne werden durch Akkordvereinbarungen umgangen und Tarifverträge ausgehebelt. Gerade weil Minijobs für Unternehmen weniger Bürokratie bedeuten und auch Kündigungen einfacher sind, werden massenhaft Vollzeitstellen umgewandelt und damit die eigentlich gute Idee des Minijobs ad absurdum geführt.

Außer Kontrolle

Die ZDFzoom-Reporter Kirsten Moser und Christian Bock zeigen, wie ein Arbeitsmodell, das ursprünglich Hausfrauen und Studenten einen unkomplizierten Nebenjob ermöglichen sollte, außer Kontrolle gerät. Wie es Vollzeitstellen vernichtet, den Sozialstaat aushöhlt, Arbeitnehmer zweiter Klasse erschafft.

Beide Reporter waren als Minijobber unterwegs, putzten Büros und schufteten im Supermarkt. Ihr Fazit: Minijobs, das ist oft minimales Geld bei maximaler Ausbeutung.
Einer der „Erfinder“ der Hartz-Reformen, Professor Jobst Fiedler, damals Berater bei Roland Berger, äußert sich im ZDFzoom-Interview kritisch: „Wir wollten eigentlich nur Putzfrauen legalisieren. Aus heutiger Sicht sind die Minijobs insgesamt ein Fehler gewesen.“

ZDF – Zoom – Die Minijob – Masche

http://www.zdf.de/ZDFzoom/Die-Minijob-Masche-26208438.html

ZDF – Zoom – Die Minijob – Masche – Die Dokumentation

BlitzBlank: ARD-Spielfilm nimmt sich des Themas Niedriglohn auf humorige Weise an

BlitzBlank: ARD-Spielfilm nimmt sich des Themas Niedriglohn auf humorige Weise an

Osnabrück. Schon vor zwei Jahren hat RTL in der Doku-Serie „Undercover Boss“ erstmals Unternehmer dabei begleitet, wie sie als Hilfsarbeiter ihre eigene Firma erleben. Jetzt bringt die ARD eine ähnliche Geschichte, allerdings als Fernsehfilm: In „BlitzBlank“ muss ein Firmenchef einen Monat lang mit 1000 Euro auskommen. Im Film sind das die Bedingungen, unter denen seine Angestellten leben müssen.

Unbezahlte Überstunden, niedrigste Löhne, unmögliche Arbeitskleidung. Den Mitarbeitern der Reinigungsfirma „BlitzBlank“ reicht’s. Und da ihr Boss Torsten Blank (Jörg Schüttauf) jedes vernünftige Gespräch im Keim erstickt, greifen sie zum letzten Mittel: Sie streiken. Blank, von seiner energischen Mitarbeiterin Lisa Lüttmer (Chiara Schoras) bei der Ehre gepackt, lässt sich zu einer Wette hinreißen. Wenn er es mit 1000 Euro schafft, vier Wochen lang zu wohnen, zu essen und zu arbeiten, fällt der Arbeitskampf flach. Wenn er verliert, bekommen seine Mitarbeiter mehr Lohn, und die Überstunden werden bezahlt.

Letzteres ist in der Wirklichkeit bereits Pflicht, betont Wolfgang Kuhn, Gewerkschaftssekretär bei der für Putzkräfte zuständigen Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU): Seit dem 1. Januar ist zudem der Mindestlohn für Reinigungskräfte auf 9 Euro festgelegt, zuvor waren es 8,78 Euro. „Wenn Chefs jetzt noch Stundenlöhne von unter 9 Euro zahlen, ist das illegal und sogar strafbar“, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland der IG BAU

Weiterlesen in der Osnabrücker Zeitung vom 22. 01.2013

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/kultur/fernsehen/69108721/blitzblank-ard-spielfilm-nimmt-sich-des-themas-niedriglohn-auf-humorige-weise-an

Film Mittwoch im Ersten: Blitz-Blank:

http://programm.ard.de/TV/daserste/blitzblank/eid_281069335724796

Von 1000 Euro im Monat leben – geht das? Torsten Blank hält diesen Lohn für ganz passabel. Die Arbeiter seiner Gebäudereinigungsfirma allerdings sind völlig anderer Meinung und treten kurz entschlossen in den Streik. Torsten, guten Gewissens, immerhin zahlt er nach Tarif, lässt sich von der energischen Lisa zu einer Wette provozieren: Wenn er vier Wochen lang so wohnt, arbeitet und lebt wie sie, fallen die Arbeitskampfmaßnahmen aus. Wenn er verliert, bekommen alle mehr Geld. Unter Lisas strengen Augen verlässt Torsten seine Villa, gibt die Kreditkarten ab und fängt in der Putzkolonne an. Von nun an heißt es durchbeißen.

Zeitdruck und Geldmangel machen ihm zu schaffen, nicht jeder Versuchung kann er widerstehen und während der Chef ausfällt, spannt sein größter Konkurrent ihm die Kunden aus. Es sieht nicht so aus, als ob Torsten ohne Unterstützung heil aus der Wette herauskäme …

Der Film Blitz – Blank in der ARD – Mediathek von 20.00 bis 6.00 Uhr für 7 Tage:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/filmmittwoch-im-ersten/blitzblank-fsk-tgl-ab-20-uhr?documentId=13148808

Arbeitsmarkt in Deutschland – Hauptsache, die Statistik stimmt

Arbeitsmarkt in Deutschland – Hauptsache, die Statistik stimmt

Immer mehr Arbeitslose werden von der Arbeitsagentur in Zeitarbeit vermittelt. Inzwischen kommt Kritik auch aus der Agentur selbst.

BERLIN taz | Eberhard Einsiedler liebt klare Worte. Bereits 2009 bemängelte der Mitarbeitervertreter der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einem offenen Brief den „Zahlenfetischismus“ der Behörde. „Pfeifen sie Ihre Zahlenknechte zurück“, appellierte der Vorsitzende des Hauptpersonalrats damals an seinen Chef, den BA-Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise.

Nun hat Einsiedler erneut harsche Kritik am Kurs seines Hauses geübt – unter anderem daran, dass die Arbeitsagenturen Erwerbslose so häufig in Leiharbeit vermitteln. „Einzelne Agenturen erwirtschaften bis zu 70 Prozent ihrer Besetzungserfolge über Leiharbeit“, schreibt Einsiedler in einem Diskussionspapier. Das mache „eine selbstkritische Betrachtung dringend nötig“.

Hintergrund für Einsiedlers Einspruch ist, dass die Bundesagentur für Arbeit derzeit unter dem Schlagwort „BA 2020“ ihre Ausrichtung diskutiert. Und da gibt es nach Meinung Einsiedlers, der seit 1988 auf seinem Posten sitzt, einiges umzusteuern.

Weiterlesen in der taz vom 03.01.2013

http://www.taz.de/Arbeitsmarkt-in-Deutschland/!108404/

Geschönte Zustände

41,6 Millionen Menschen haben Arbeit, heißt noch lange nicht, dass sie auch davon leben können

Geschönte Zustände

Kommentar von Eva Völpel

Für die Eurozone zeichnen sich neue Hiobsbotschaften ab: Noch mehr Menschen werden 2013 ihren Arbeitsplatz verlieren. Schlichteren Gemütern mag da Trost spenden, dass für Deutschland nur ein geringer Anstieg der Arbeitslosenzahlen vorausgesagt wird.

Diese eher positive Prognose ist für Angela Merkel im Wahljahr Munition auf der Jagd nach Wählerstimmen. Es klingt ja auch toll: Noch nie waren hierzulande so viele Menschen – nämlich 41,6 Millionen – in Arbeit wie im Jahresschnitt 2012.

Doch was sagt die Zahl eigentlich aus? Erst einmal nichts. Es ist damit nämlich noch lange nicht gesagt, wie die Menschen arbeiten, ob sie von ihrem Lohn leben können, zufrieden sind mit ihrem täglichen Tun, dem Erhalt der Stelle vertrauen, ausreichend für die Rente vorsorgen können. Stellt man diese Fragen, kommt man zu anderen Einsichten.

Weiterelesen in der taz vom 03.01.2013:

http://www.taz.de/Kommentar-Arbeitsmarkt/!108406/

ZDF – Frontal 21 vom 14.08.2012 – Moderne Lohnsklaven – Ausbeutung mit Werkverträgen

ZDF – Frontal 21 vom 14.08.2012 – Moderne Lohnsklaven – Ausbeutung mit Werkverträgen

Durch Werkverträge haben deutsche Unternehmen einen neuen Weg gefunden, Lohnkosten zu drücken. Nach Recherchen von Frontal21 scheuen besonders in der Nahrungsmittel-Industrie Unternehmen nicht davor zurück, durch verschachtelte Geschäftsbeziehungen mit Werkvertragspartnern Arbeitskräfte aus Osteuropa zu Hungerlöhnen zu beschäftigen. Die hausen in Abbruchhäusern, sind rechtlos den Machenschaften ihrer Arbeitgeber ausgeliefert. Frontal21 hat die Betroffenen aufgesucht.

Aber selbst reguläre Werkverträge erweisen sich mehr und mehr als Billiglohnmodell. „In vielen Bereichen haben Werkverträge die alleinige Funktion, den Zugang zu Billiglöhnen zu öffnen“, kritisiert der Arbeitsrechtler Professor Peter Schüren von der Universität Münster in Frontal21. Je teurer Leiharbeit wird, desto attraktiver wird Werkvertragsarbeit. Die Christliche Gewerkschaft DHV hat einen Tarifvertrag abgeschlossen, der Stundenlöhne von sechs Euro fünfzig im Westen und sechs Euro im Osten vorsieht. Ein Frontal21-Mitarbeiter hat selbst erfahren, wie der Arbeitsalltag unter solchen Bedingungen aussieht.

Ursula von der Leyen und die Leiharbeit und die Werkverträge – Frontal 21 – 14.08.2012

Moderne Lohnsklaven

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1709178/Moderne-Lohnsklaven

Ausbeutung mit Werkverträgen

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1709180/Ausbeutung-mit-Werkvertraegen

ZDF – Frontal 21 vom 14.08.2012

http://frontal21.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Frontal-21/2942216/23837596/7478a3/Die-Themen-der-Sendung-vom-14.-August.html

Ausbeutung durch Werkverträge ZDF-Magazin WISO deckt Lohndumping in Supermärkten auf

Ausbeutung durch Werkverträge ZDF-Magazin WISO deckt Lohndumping in Supermärkten auf

http://www.presseportal.de/pm/7840/2301749/ausbeutung-durch-werkvertraege-zdf-magazin-wiso-deckt-lohndumping-in-supermaerkten-auf/api

Mainz (ots) – Das Lohnniveau bei Werkverträgen liegt noch unter dem von Leiharbeit. Durch Akkordvereinbarungen räumen Warenverräumer Regale teilweise für unter sechs Euro ein. Das erfuhren zwei Mitarbeiter des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO am eigenen Leib, als sie verdeckt bei REWE arbeiteten, wie WISO am Montag, 6. August 2012, um 19.25 Uhr im ZDF berichtet. Der Mindestlohn für Leiharbeit liegt bei 7,01 Euro. „So absurd das klingt, Leiharbeit ist schlichtweg zu teuer geworden. Der Vorteil des Werkvertrages ist der, dass er vorherige Leiharbeit noch einmal 15 bis 20 Prozent billiger macht“, sagt Gerd Denzel, Experte für Leiharbeit bei der Gewerkschaft ver.di.

Normalerweise darf nur die Werkvertragsfirma einem Werkarbeiter Anweisungen erteilen. Die WISO-Warenverräumer bekamen ihre Anweisungen jedoch auch von REWE-Mitarbeitern, dadurch ist unklar, ob es sich bei den Verträgen um echte Werkverträge oder um Scheinwerkverträge handelt. „Das spricht dafür, dass es sich um eine bewusste Scheinwerkvertragsgestaltung handelt. Es geht hier nur darum, Entgelt zu mindern“, erläutert Professor Franz-Josef Düwell, ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht, die Sachlage.

Im Selbstversuch stieß WISO außerdem auf eindeutige Gesetzesverstöße. Teilweise gibt es für die Angestellten der Werkvertragsfirmen keinen bezahlten Urlaub. Außerdem werden Verspätungen mit Lohnabzügen bestraft.

http://twitter.com/ZDFwiso

Hinweis für Redaktionen:

Die Autorin des Beitrags ist für Rückfragen erreichbar. Kontakt bitte über die ZDF-Pressestelle.

Pressekontakt:

ZDF-Pressestelle

Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

Der Filmbeitrag der ZDF – Wiso – Redaktion im Internet

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1697168/Lohndumping-mit-Werkvertraegen

Gierige Verkäuferin

Gierige Verkäuferin

Ja, das ist doch wirklich unverschämt von diesen entlassenen Schlecker-Frauen: Da bemühen sich die Arbeitsagenturen vor Ort, die Frauen zu vermitteln – aber viele nehmen die Angebote nicht an. Warum? »Es kristallisiert sich heraus, dass die guten Verdienstmöglichkeiten bei Schlecker ein Vermittlungshemmnis sind«, erklärte jüngst Eva Strobel, Leiterin der baden-württembergischen Regionalagentur für Arbeit in der »Stuttgarter Zeitung«. Denn Schlecker zahlte nach harten Auseinandersetzungen mit ver.di bekanntlich Tarif: zwischen 10 und 14 Euro. Üblich sind im Handel 8 bis 10 Euro pro Stunde. Das sollte den Frauen reichen, findet die Agentur-Chefin und weiß auch, wie man die Arbeitslosen dazu bringt, schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen: Nach drei Monaten müssten die Frauen Stellen annehmen, die 30 Prozent unter dem bisherigen Lohn liegen, nach sechs Monaten reicht es, wenn die angebotene Stelle 60 Prozent des bisherigen Gehalts bringt. Dann, so ist sich Strobel sicher, wird die Vermittlung schon klappen. Genau: Dann können 50-jährige Frauen, die sich ohne Ausbildung in 20 Jahren bis zur Schlecker-Filialleiterin hochgearbeitet haben, einen Teilzeit-Flexi-Job bei H&M annehmen. Das klappt sicher!

Weiterlesen im Neuen Deutschland vom 22.06.2012

http://www.neues-deutschland.de/artikel/230443.gierige-verkaeuferin.html

Menschheitsentwicklung – Sklave — Leibeigener – Leiharbeiter

Menschheitsentwicklung – Sklave — Leibeigener – Leiharbeiter

Die Bundesagentur für Arbeit meldet jeden Monat sinkende Arbeitslosenzahlen, wunderbar für Deutschland, nicht war. Blöd nur, das Viele, welche in Arbeit gebracht („gezwungen“) wurden, nach getaner Arbeit aufs Amt müssen um zu „betteln“, damit sie überleben können. Aber es scheint so zu sein, dass dies von der Gesellschaft akzeptiert worden ist. Betteln trotz Arbeit, was für ein Jobwunder, da können sich mal andere europäische Staaten eine Scheibe abschneiden, oder etwa nicht ? Mindestlohn, wie von der Regierung angekündigt, eine politische Blendgranate ohne Beispiel, das Volk ist doch zufrieden, wie es ist. Mindestlohn, jede Lüge wird zur Wahrheit, wenn nur Alle daran glauben. Und die Partei, welche die letzte Hoffnung für soziale Gerechtigkeit sich einsetzte, zerlegt sich gerade selbst.. Dann bleibt eben wohl nur noch, betteln trotz Arbeit.

Das folgende Video, soll noch einmal auf das Problem aufmerksam machen.

Übermittelt durch Frank von der Sozialwacht Dresden.

Sozialwacht Dresden:

http://www.razyboard.com/system/user_Dresdner_Sozialwacht.html

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Der Blogwart 2.0

Wollte ursprünglich mal über nette Hobbies schreiben, bin dann aber in der "Twilight Zone" des politischen Alltags gelandet.

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Eine unzensierte Kommunikation zwischen einem Sozialhilfeempfänger und dem Sozialamt Bern und Ämter. Dieses Archiv (Mirror1) ist den BGE Generationen gewidmet (Quelle: tapschweiz.blogspot.ch)

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